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7. November 2018

Ein Endspiel im November

Julian Nagelsmann jonglierte beim Abschlusstraining gekonnt mit dem Ball, der im gleißenden Flutlicht der Arena von Olympique Lyon glänzte. Mit seinen beiden Hoffenheimer Co-Trainern Matthias Kaltenbach und Pellegrino Matarazzo vergnügte er sich beim Bällchen-Hochhalten im Mittelkreis. Die Hoffenheimer Saison war bislang ein Jonglage-Akt mit drei Bällen.

Der für den DFB-Pokal ist vor einer Woche in Leipzig (0:2) schon runtergefallen. Macht nur noch zwei Wettbewerbe. Damit der Champions-League-Ball in der Hoffenheimer Jonglage-Nummer hochgehalten wird, muss am Mittwochabend (21 Uhr, DAZN) ein Sieg bei Olympique Lyon her. Für die TSG Hoffenheim ist es bereits ein Endspiel.

Es steht viel auf dem Spiel: Nur mit einem Sieg hat die TSG Hoffenheim (zwei Punkte) realistischerweise eine Chance aufs Champions-League-Achtelfinale. Dann wäre die TSG punktgleich mit Lyon (aktuell fünf) − und mit dem besseren direkten Vergleich, der fürs Weiterkommen ausschlaggebend sein könnte. Auf der anderen Seite kann bereits nach vier Partien das Königsklassen-Aus besiegelt sein. Verliert Hoffenheim und gewinnt Manchester City zeitgleich das Heimspiel gegen Schachtjor Donezk, dann geht es nur noch um Rang drei und die Europa League. Bei sechs Punkten Rückstand auf Lyon und dem verlorenen direkten Vergleich wäre Rang eins oder zwei nicht mehr erreichbar.

"Es fühlt sich wie ein K.o.-Spiel an", sagte erst Lyons Trainer Bruno Genesio im Auditorium im Bauch der Lyoner Arena, das wie ein überdimensionierter Universitäts-Hörsaal wirkt. Eine Stunde später drückte sich der Hoffenheimer Fußball-Lehrer Julian Nagelsmann so aus: "Es ist fast ein K.o.-Spiel." Auf internationaler Ebene ging die TSG vergangene Saison in ähnlicher Situation jeweils als Verlierer vom Platz. In Liverpool beim 2:4 in den Playoffs der Vorsaison wurde die Gruppenphase verpasst. Im November in Braga mit einem 1:3 das Weiterkommen in der Europa League vergeben. Gibt es im dritten Anlauf ein erfolgreiches Europapokal-Endspiel? Julian Nagelsmann setzt auf Lerneffekte bei seinen Jungs. "Es ist sicherlich besser, wenn man als Spieler und Trainer an die Situation gewöhnt ist", sagte er gestern Abend.

Offensiv wollen die Kraichgauer an die Sache herangehen. Das große Aber: "Ähnlich wie in Leverkusen werden wir ein Auge auf die Konterabsicherung haben", so der TSG-Trainer. Denn auch Lyon hatte beim 3:3 vor zwei Wochen etliche gefährliche Kontersituationen. Zudem ist anders als in Sinsheim Lyons Topstar Nabil Fekir als Spielgestalter wieder mit dabei. An Toren hat es der TSG ja in den bisherigen drei Champions-League-Spielen dieser Saison nicht gemangelt. Die sechs Treffer haben aber nur zu zwei Pünktchen geführt, weil zu viel Gegentreffer durch individuelle Fehler kassiert wurden.

Kevin Vogt verließ am Samstag beim 4:1 in Leverkusen mit Oberschenkelproblemen vorzeitig das Feld. Beim Abschlusstraining gab er lächelnd Entwarnung. "Ich bin guter Dinge", sagte der Abwehrboss, was man auf einen eigenen Einsatz und die TSG-Perspektive für heute Abend beziehen kann. Andrej Kramaric hatte im Training am Montag einen Schlag in die Kniekehle bekommen. Im Abschlusstraining war davon nichts zu sehen. Der Kroate ist fit.

Julian Nagelsmann warf zuletzt ja die große Rotationsmaschine an, mit gleich acht neuen Spielern. Der Sieg bei Bayer sorgt jetzt für Probleme der positiven Art. Wen rausnehmen? Wen bringen? "Es ist komplexer geworden", sagte Julian Nagelsmann, der deshalb auch mit 20 Spielern gestern vom Baden-Airport aus nach Lyon flog. 18 darf er für die Partie nominieren. "Ich mache mir gern am Tag vor dem Spiel noch ein Bild von den Spielern. Wie sehen sie aus? Und damit meine ich nicht die Frisuren, sondern den körperlichen Zustand", witzelte Nagelsmann. "Es ist wertvoller, als zu sagen: Scheiße, wen lasse ich denn jetzt spielen?" Das gab es ja auch schon.

Es ist der vierte Spieltag in der Gruppenphase der Königsklasse: Die TSG Hoffenheim trifft am Mittwochabend in der Gruppe F auf die Gastgeber von Olympique Lyon. Anstoß ist um 21 Uhr im Groupama Stadium.

Beim spannenden Hinspiel im Oktober trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 3:3. Am Mittwoch geht es nun auch um den Einzug ins Achtelfinale. Beide Mannschaften haben Chancen darauf, für die Kraichgauer wären drei Punkte aber wichtiger.

Stimme-Redakteur Florian Huber teilt seine Eindrücke aus Lyon bereits ab Dienstagnachmittag im Live-Blog.

6. November 2018

Die Lyoner Kluft

Bruno Genesio verzog keine Miene. Der Trainer von Olympique Lyon setzte sein Pokerface auf . Ob er denn Parallelen in Sachen Ausbildungsverein zur TSG Hoffenheim sehe, die ja auch immer wieder ihre besten Spieler abgeben müsse, wurde Lyons Trainer gefragt.

Der 52-Jährige plauderte viel lieber über dies und das, die eigentliche Frage beantwortete er nicht. Lieber verwies er auf die offensive Spielweise, die sei schon mit jener der TSG Hoffenheim zu vergleichen. Ausbildungsverein, das klingt ja auch so abwertend, nicht nach hehren Zielen.

In der Heimatstadt des Anfang des Jahres verstorbenen Paul Bocuse haben sie das Rezept für Spitzenfußballer heraus. Aktuell 35 Profis in den fünf europäischen Top-Ligen (England, Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich) wurden einst in der Nachwuchsakademie von Olympique Lyon ausgebildet. Einer davon kickt übrigens auch in Hoffenheim: Stürmer Ishak Belfodil. "Er hat sich zu einem Top-Spieler entwickelt", sagte Bruno Genesio gestern. Nur Real Madrid liegt in Sachen Ausbildung mit 36 Profis international vor den Franzosen.

Bei so viel fundierter Jugendarbeit passt der Vereins-Spitzname ganz gut. OL, das sind in Lyon "Les Gones", die Kinder. In den vergangenen zwei Jahren nahmen die Franzosen satte 210 Millionen Euro durch Transfers ein, der Transferüberschuss im Sommer betrug über 48 Millionen Euro. Bei Olympique Lyonnais wurden Kicker wie Karim Benzema (Real Madrid), Corentin Tolisso (Bayern München) oder Alassane Pla (Borussia Mönchengladbach) ausgebildet.

Dank der veritablen Jugendarbeit ist OL höchst profitabel. Dabei hilft auch das neue, vereinseigene Stadion. Von außen schaut das Stade Groupama aus wie ein gigantisches, weißes Zelt. Verankert mit unsichtbaren Heringen im grauen Asphalt ringsherum. Es erinnert ein bisschen an das neue Muse des Confluences, ein Wissenschaftsmuseum, das direkt am Zusammenfluss von Rhone und Saone liegt.

Anfang 2016, ein halbes Jahr vor der Fußball-Europameisterschaft, zog Olympique Lyon aus dem Süden der Stadt in den Osten, wo sich jetzt auch das schmucke Trainingszentrum befindet. Es ging zwölf Kilometer raus in die Vorstadt Dcines-Charpieu. 410 Millionen Euro hat die neue Heimat für knapp 60?000 Zuschauer gekostet. Im vergangenen Mai fand hier das Europa-League-Finale statt, am 7. Juli 2019 wird der nächste Frauen-Weltmeister gekrönt. Es fehlt nun aber der Charme des alten Stade Gerland, in dem es früher eine Radrennbahn gab.

Seit dem Jahr 2000 hat sich OL 15 Mal für die Champions League qualifiziert. Häufiger als jeder andere Club aus dem Land des aktuellen Weltmeisters. Mehr als eine Halbfinalteilnahme war allerdings noch nie drin in der Königsklasse. National liegt der letzte Meistertitel nun auch schon wieder zehn Jahre zurück. Zwischen 2002 und 2008 war OL sieben Mal in Folge französischer Meister, damit das Maß der Dinge. Im Selbstverständnis des Clubs ist man das immer noch. Daraus resultiert gerade auch die Kluft zwischen sportlichem Anspruch und Wirklichkeit.

Tatsächlich dominiert der katarische Scheichclub PSG die nationale Liga seit Jahren. Auch aktuell: Zwölf Spiele, zwölf Siege. Da kann OL nicht Schritt halten und liegt bereits 15 Punkte hinter Paris Saint-Germain auf Rang vier. "Wir müssen unseren Fans etwas zurückgeben", sagt Bruno Genesio, der unter sichtbarem Druck steht, in der Champions League mehr zu erreichen.

"Wir sollten nicht an eine Serie in der Liga denken, wir sollten uns jetzt auf die Champions League konzentrieren", hat deshalb auch Lyons Präsident Jean-Michel Aulas als Ziel ausgegeben. Die Prioritäten sind klar: Das Achtelfinale in der Champions League ist das große Ziel. Wird es verpasst, dann wird es für Pokerface Bruno Genesio wohl eng.

Es wäre nicht der Manager, wenn er nicht wenigsten einem kleinen Kritikpunkt gefunden hätte. "Nur die Tore haben wir nicht gemacht", sagte Karl-Heinz Sprügel. "Wir haben uns aber auch nicht aus der Ruhe bringen lassen." Wenn es läuft, dann läuft es eben. "Wir haben den absoluten Willen. Wir haben nur im Kopf, dass wir gewinnen wollen", sagte Trainer Martin Kleinschrodt. "Das macht es gerade auch aus."

Mit einem 3:1-Heimsieg im Verfolgerduell gegen den SSV Ehingen-Süd hat sich der FSV Hollenbach am Samstag auf den zweiten Platz der Verbandsliga geschoben. Punktgleich mit dem Spitzenreiter SKV Rutesheim. Vor einigen Wochen noch war nicht daran zu denken, dass sich die Hollenbacher noch vor der Winterpause in der Spitzengruppe festsetzen. Doch nun ist der Teamgeist da, der zu Beginn der Saison noch vermisst wurde. Die Mannschaft funktioniert mittlerweile als kompakte Einheit. Das ist der große Unterschied zu den schwankenden Leistungen in den ersten Spielen.

"Ich bin sehr zufrieden", sagte Sprügel dann auch nach dem fünften Sieg in Folge. "Wir haben von Anfang an gut gespielt." Nur ließen die Hollenbacher ihre Möglichkeiten liegen. Teils fahrlässig. Ein Heber von Lorenz Minder wurde gerade noch von der Linie gekratzt, Michael Kleinschrodt zielte aus sechs, sieben Metern zu hoch, Fabian Czaker verfehlte aus zehn Metern das Tor. Nach einer Viertelstunde hätte es 3:0 stehen können. Der FSV hätte zumindest führen müssen. "Dann konnten wir uns befreien", sagte Gästetrainer Michael Bochtler. "Das Spiel war ähnlich wie wir es erwartet haben. Aber wir haben den Kampf angenommen."

Und seine Mannschaft bestrafte die Hollenbacher Fahrlässigkeit. In der 26. Minute ging Ehingen-Süd mit 1:0 in Führung. Mit der ersten Chance. Stefan Hess stand nach einem Freistoß aus dem Halbfeld sträflich frei und traf per Kopf. "Wir dürfen da nicht so weit weg von den Männern sein", kommentierte Kleinschrodt. "Danach waren wir etwas aus dem Spiel raus, aber wir haben uns zurückgefightet." Aber der FSV benötigte die Unterstützung der Gäste, um in der 39. Minute zum Ausgleich zu kommen. Fabian Sameisla lenkte den Ball per Kopf passgenau ins lange Eck.

Ein Eigentor sorgte für das 1:1.

Nach der Pause zeigten die Hollenbacher die entschlossenere Körpersprache. Sam Schmitt (50.) traf aus 18 Metern den Pfosten, Jan Ruven Schieferdecker (54.) schoss aus ähnlicher Position vorbei. Dazwischen rettete FSV-Torhüter Philipp Hörner gegen Filip Sapina (53.). In der 66. Minute wurde ein Kopfball von Michael Kleinschrodt zur Ecke geblockt. Den Hollenbachern wollte einfach kein Tor gelingen. Dann kam die Zeit der Joker Robin Dörner, in der 59. Minute eingewechselt traf in der 80. Minute zum 2:1. Nach einem weiten Einwurf klärte Ehingen schlecht und Dörner zog aus dem Rückraum einfach ab. Zwei Minuten später brachte Hörner bei einem Schuss von Semir Telalovic gerade noch die Fäuste hoch. Timo Barwan (86.) verfehlte mit dem Hinterkopf knapp, bevor Markus Herkert (in der 81. Minute eingewechselt) in der 87. Minute mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte. Auch das zeichnet den FSV in den letzten Wochen aus: Auf die Joker ist Verlass, die Einwechselspieler trafen immer wieder.

"Wir haben zurzeit aber auch einen überragenden Torwart", sagte Kleinschrodt. "Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie immer weitermacht und dazu Fußball spielt. Unverdient war der Sieg nicht."

FSV Hollenbach: Hörner, Hutter, Minder (59. Dörner), Kleinschrodt, Schmitt (68. Götz), Schieferdecker (81. Herkert), Hofmann, Rohmer, Uhl, Brenner, Czaker (76. Schülke).

SSV Ehingen-Süd: Gralla, Sameisla, Hess, Sutalo (75. Gnandt), Kästle, Talalovic (88. Sarigiannidis), Vöhringer (52. Haas), Barwan, Sapina, Pöschl (27. Akhabue), Daur

Tore: 0:1 (28.) Stefan Hess, 1:1 (40.) Fabian Sameisla (Eigentor), 2:1 (80.) Robin Dörner, 3:1 (87.) Markus Herkert.

Schiedsrichter: Tobias Faißt; Zuschauer: 300

Die Leistung stimmte, das Ergebnis nicht ganz. Auch wenn mit dem TSV Schwaikheim der Landesliga-Zweite zu Gast bei der TSG Öhringen war, es wäre mehr drin gewesen als ein 0:0.

"So hat man Öhringen in dieser Saison noch nicht gesehen, das war kein Punkt gewonnen, das waren zwei verlorene", sagte der Sportliche Leiter Jürgen Birkert. Vor der Partie wäre er zufrieden gewesen, hinterher schwang nun etwas Enttäuschung mit.

"Wir waren das gesamte Spiel die bessere Mannschaft und hatten Riesenchancen", sagte Birkert. "Schon verrückt, dass wir nicht gewonnen haben. Die Mannschaft hat sich nicht belohnt. Was mir gefallen hat, war, dass der Tabellenzweite da war und wir keinen Respekt hatten, dass wir mit breiter Brust aufgetreten sind und auch spielerisch überzeugt haben." Und trotzdem hatten die Öhringer Glück. "In der letzten Minute hätten wir auch verlieren können", sagte Birkert. Nach einem langen Pass nahm der Gästestürmer den Ball mit der Hand mit und wurde zurück gepfiffen. Er wäre durch gewesen.

Auf der anderen Seite erzielten Die Öhringer gleich zu Beginn ein Abseitstor. In der 9. Minute wäre ein Schwaikheimer Rückpass beinahe schief gegangen und nach einer halben Stunde vergab Mert Sipahi eine große Möglichkeit.

Direkt nach dem Seitenwechsel wäre dann wieder die TSG-Führung möglich gewesen. Robin Kreuzer brachte den Ball nicht im Tor unter. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits Torwarttrainer Ruben Götz zwischen den Pfosten. Lucas John musste wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. In der 78. Minute streifte dann ein Schuss von Moritz Lauser den Außenpfosten. "Auch wenn wir dem Sieg etwas nachtrauern, macht das Spiel Hoffnung auf mehr", sagte Birkert.

TSG Öhringen: John (46. Götz), Lauser, Weryreter, Rup, Kreuzer, Deibert, Scholta (87. Turnikow), Bäuerle, Della Rocca, Schropp, Sipahi

TSV Schwaikheim: Hieber, Pilih (90. Seibel), Beier, Bartholomä, Seitz, Weiblein, Bernert (72. Reeves), Milojkovic (57. Solyom), Dik (81. Charpentier), Pfender, Laudon

Schiedsrichter: Michael Hieber

Zuschauer: 120

Die Torjägernot tat dem Toreschießen keinen großen Abbruch. Bei den Gästen fiel Torjäger Rehklau wegen Leistenproblemen aus. Bei Pflugfelden fehlten auch mit Karagiannis und Gervalla zwei Spieler, die zusammen schon 13 Treffer in der laufenden Spielzeit erzielt hatten. Die Pflugfeldener gewannen trotzdem mit 3:1 das Verfolgerduell gegen den TSV Pfedelbach und sind nun Landesliga-Zweiter.

Pflugfelden ging von Anfang an gleich drauf und störte früh den Pfedelbacher Spielaufbau. In der sechsten Minute bereits ging an der Außenlinie Sergen Uzuner nach einem Kopfballduell zu Boden. Er hatte eine klaffende Platzwunde erlitten und musste ins Krankenhaus. Pfedelbach musste also früh wechseln. Sein Bruder Kaan kam nun auf den Platz.

In den ersten 15 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen. Ab der 22. Minute kam dann Pfedelbach besser ins Spiel und sechs Minuten später war dann der Ball im Netz der Gastgeber. Ein toller Angriff der Gäste, Ausgangspunkt war Michael Blondowski, der den Ball auf die linke Seite zu Julian Krämer leitete. Dieser konnte sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und lief bis zur Grundlinie. Dann spielte er den Ball wieder nach innen. Dort stand der mitgelaufene Blondowski und musste den Ball nur noch über die Linie zur 0:1-Führung drücken. In der 37. Minute stürmte De Carvalho in den Strafraum und wurde von Pfedelbachs Kapitän Markus Schilling mit einem Foul gestoppt. De Carvalho selbst verwandelte zum 1:1. Es war der Pausenstand.

Gleich nach der Halbzeit hatte Pflugfelden die Chance zur Führung: De Carvalho kam an den Ball und spielte Torhüter Petrowski aus, schaffte es dann aber nicht den Ball im Tor unter zu bringen.

Nach einem Konter in der 50. Minute hätte es einen Elfmeter geben können, als Blondowski zu Boden ging. Nun war jedenfalls Tempo in der Partie. Es ging hin und her. Beide Mannschaften versuchten nach vorne zu spielen und einen weiteren Treffer zu erzielen. In der 56. Minute hatten die Gäste Glück, als erst ein Schuss von de Carvalho geblockt wurde und dann Kaan Uzuner beim Nachschuss auf der Linie rettete. Nach einer Stunde ging dann Pflugfelden in Führung. Hannes Obert nahm einen Ball in die Gasse auf und spitzelte ihn am herauseilenden Petrowski vorbei ins Netz. Sieben Minuten nach der Führung fiel fast das 3:1 nach einem Freistoß, aber Petrowski klärte im letzten Moment. Der Torhüter der Pfedelbacher geriet nun immer mehr unter Beschuss, hielt aber seinen Kasten zunächst sauber.

In der 73. Minute verlor Nico Hütter den Ball im Aufbauspiel und dann ging es wieder schnell nach vorne. De Carvalho kam zum Abschluss, schoss den Ball jedoch am Tor vorbei. Der TSV Pfedelbach stellte nun auf eine Dreierkette um. Zwei Minuten vor Ende der Partie hatte der TSV dann auch die große Chance zum Ausgleich, doch Krämer verpasste den Ball. Das hätte der Ausgleich sein können. Kurz vor dem Ende traf Schilling. Abseits, das Tor galt nicht. In der Nachspielzeit machte Pflugfelden dann mit dem 3:1 durch Erkan Orak alles klar.

TV Pflugfelden: Hess, Sirianni, Härter, Strobel, Dülger, Feyhl, Kap, Härter, Obert (79. Orak), Chatzis (68. Kalan), Caldas De Carvalho.

TSV Pfedelbach: Petrowski, Matthias Cebulla, Hütter, Lück (71. Kevin Schmidgall), Schilling, Jens Schmidgall, Sergen Uzuner (8. Kaan Uzuner), Gebert, Andreas Cebulla, Blondowski, Krämer.

Die Sportfreunde Schwäbisch Hall kassierten beim TSV Heimerdingen eine bittere 1:4-Niederlage und gaben damit die Tabellenführung wieder an Germania Bietigheim (3:0 gegen Aramäer Heilbronn) ab. Mit einem Tor in der Schlussminute rettete Philipp Minder dem SSV Gaisbach beim 1:1 gegen den SV Fellbach einen Punkt. Einen ganz wichtigen Dreier holte sich die Spvgg Satteldorf beim 2:1 gegen den TSV Schornbach, währen der TSV Crailsheim mit 1:2 beim TV Oeffingen unterlag.

SSV Gaisbach: "Fellbach war der erwartet starke Gast", meinte Gaisbachs Abteilungsleiter Fritz Zott. "Die haben taktisch sehr gut gespielt und hatten gefährliche Spitzen." Zum Spiel meinte er: "Es war in der ersten Halbzeit lange ein Abtasten mit wenigen Chancen, wobei Fellbach die reifere Spielanlage hatte." Nach der Pause hatte das Spiel dann ein hohes Tempo. Die Fellbacher hatten dabei Feldvorteile und gingen verdient durch Samuel Wehaus (60.) in Führung. "Gaisbach hat dann die letzten Reserven nochmals frei gemacht und konnte auch Druck aufbauen. Aber die Fellbacher standen gut und haben uns kaum zur Entfaltung kommen lassen", sagte Zott. Zum Schluss war dann Glück auf der Seite des SSV: Pietro Palumbo, ließ zwei, drei Spieler aussteigen und zog ab. Torhüter Josef Weitzel konnte den Ball nicht festhalten und Minder staubte in der 90. Minute zum 1:1-Endstand ab. "Wir spielen mittlerweile mit. Aber so ein Spiel hätte man auch genauso gut verlieren können", sagte Zott. "Die Klasse ist wirklich ausgeglichen. Wenn man zwei, drei Mal verliert, hängt man wieder hinten drin. Was mich positiv stimmt ist, dass wir in der Lage sind, mitzuspielen. Deshalb sehe ich es nicht mehr so kritisch wie noch zu Beginn der Saison."

Schwäbisch Hall: Keine Chance hatten die Sportfreunde gegen den TSV Heimerdingen, der so langsam in Tritt kommt. 4:1 hieß es am Ende. Antonio Di Matteo (22.) und Michele Ancona (41.) sorgten für die Hallen Halbzeitführung. Selcuk Vural (67.) verkürzte noch, ehe Pascal Dos Santos Coelho (78., 82.) mit einem Doppelschlag für die Entscheidung sorgte.

Satteldorf: Wichtige drei Punkte holten sich die Satteldorfer. Dabei ging Schornbach durch Timo Morawietz (27.) mit 1:0 in Führung. Tobas Becker (70.) und Patrick Beck (86.) drehten mit ihren Treffern die Partie.

Crailsheim: Domenico Russo (20., 22.) sorgte mit einem Doppelschlag für die Oeffinger Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel gelang Tamas Herbaly (53.) der Anschlusstreffer. mars/red

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