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Da stand er nun, und wusste nicht recht, wie er das Geschehene zusammenfassen sollte. "Ein komisches Spiel", sagte Kai Sauer nach dem Derby gegen den FC Zuzenhausen, das alles war: nur kein Derby. Ganz schön verpennt habe sein Team die ersten 25 Minuten, meinte der Keeper des VfB Eppingen. Zwar hatte der VfB danach mehr Zugriff, aber zu behaupten, dass die Gastgeber ernsthaft besser wurden, bedarf einer blühenden Fantasie. Die fehlte selbst David Pfeiffer. "Das war heute mit unsere schlechteste Saisonleistung", so der Trainer. Dass es beim 2:2 trotzdem zu einem Punkt reichte: Das war in der Tat komisch.

Kack-frech ins kurze Eck

In diese Kategorie fiel der Treffer zum 0:1 nach gut einer Viertelstunde, den Sauer gleich auf seine Kappe nahm. Einen direkten Freistoß von der Außenlinie zirkelte ihm Christopher Wild kack-frech ins kurze Eck. Der Mittelfeldspieler musste gesehen haben, dass Sauer in Erwartung einer Flanke kurz den Ball aus den Augen verloren und sich auf die Spieler vor ihm konzentriert hatte. "Da sehe ich ganz schlecht aus", gestand Sauer, der sich in der Pause bei den Mitspielern entschuldigte. Aber es war nicht der Torwartfehler, der seinen Trainer ärgerte. Vielmehr fand er die Szenerie bezeichnend für die VfB-Leistung insgesamt. "Da ist keine Absprache, null Anspannung, keiner übernimmt das Kommando: Der Ball geht einfach rein."

Ein 1:1 aus dem Nichts

Dass Tobias Zakel frei vor dem Tor zuvor die VfB- Führung (13.) hätte erzielen müssen, passte an dem Tag genauso ins Bild, wie die Schulterprobleme, wegen denen der Doppeltorschütze von Mannheim in der 36. Minute vom Platz musste. Immerhin: Der eingewechselte Defrim Mustafa brachte so etwas wie Schwung, erzielte drei Minuten später das 1:0. Und das per Kopf. "Das passiert mir auch nicht oft", sagte der zierliche Dribbler. Es war ein Tor zur richtigen Zeit. Oder wie Zuzenhausens Trainer Dietmar Zuleger sagte: "Das 1:1 kam aus dem Nichts." Zumal die Gäste kurz zuvor schon zum 2:0 getroffen hatte, allerdings hatten die Unparteiischen auf Abseits entschieden - das wunderte vermutlich sogar die Eppinger. Denen gab das 1:1 Auftrieb. Kurz.

Eppingen in der Abwehr völlig offen

Pfeiffer hatte gedacht, dass nach der Pause ein Ruck durch sein Team gehen würde. "Da kam absolut gar nichts", stellte er enttäuscht fest. Zusätzlich zum weiter schlechten Pressing waren die Eppinger hinten völlig offen. Dass ihnen das nicht zum Verhängnis wurde, das lag allein am Gegner: Der FC ließ eine Reihe bester Chancen liegen. Allen voran Dominik Zuleger: Der Sohn des Trainers stand ein paar Mal frei vor Sauer, traf aber nicht. "Pech, Unvermögen: Keine Ahnung, was da los war", sagte er hinterher geknickt. "Es tut mir leid für die Mannschaft." Sauer machte dafür in der einen oder anderen Szene seinen Fehler wett. Denn: "Wenn wir 3:1 oder 4:1 führen, dann hätte sich wohl auch kein Eppinger beschwert", sagte Dietmar Zuleger. Immerhin: Sein anderer Sohn, Marcel, der machte es dem kleinen Bruder vor, besorgte nach einer Stunde das 2:1 für den FC Zuzenhausen, der an diesem Tag einfach besser war.

Das 2:2 als Zufallsprodukt

Aber das Spiel wäre nicht komisch gewesen, wenn der VfB nicht noch ausgeglichen hätte. Acht Minuten nach dem 1:2 wuchtete Soner Bostan den Ball aus fünf Metern ins Tor. "Ein Zufallsprodukt", fand Zuleger, aus seiner Sicht hatte ein Platzfehler erst den Weg zum Ausgleich geebnet. Glück hatte Eppingen, dass ein Freistoß von Tobias Keusch aus gut 25 Metern nur ans Lattenkreuz klatschte (79.). Mehr aber hatte die Schlussphase in einer fairen Begegnung auch nicht zu bieten. "Ein Sommerkick, anders kann man das nicht formulieren", fand Pfeiffer.

VfB Eppingen: Sauer - Kradija, Irrgang, Felk, Palinkasch - Bostan, (68. Gashi) - Fleck (90. Kirsten) - Zigmantavicius - Zakel (36. Mustafa), Rudenko - Haas. Tore: 0:1 (16.) Wild, 1:1 (39.) Mustafa, 1:2 (59.) M. Zuleger, 2:2 (67.) Bostan. Schiedsrichter: Philipp Hofheinz (Niefern). Zuschauer: 250.

Der Jubel bei den Akteuren und Zuschauern der Neckarsulmer Sport-Union war groß, die Erleichterung noch größer. Nach bisher fünf Niederlagen gegen den 1. CfR Pforzheim in drei Oberliga-Spielzeiten wurde die schwarze Serie endlich gestoppt. "Der Sieg ist verdient, von der Abfolge der Tore aber glücklich", bilanzierte NSU-Trainer Marcel Busch. Es war ein Last-Minute-Sieg, an den nur noch die wenigsten der rund 330 Zuschauer geglaubt hatten. Auf dem Pichterich-Kunstrasenplatz waren es die Gäste, die dem Sieg näher waren, zumindest bis kurz vor Spielende. Der Bad Friedrichshaller in Diensten der Pforzheimer, Kreshnik Lusthaku, hatte seine Mannschaft in der 19. Minute in Führung gebracht. Es war der erste Torschuss des bis dato Tabellenneunten und der erste Saisontreffer von Lusthaku.

Abwehrbollwerk der Gäste kaum zu überwinden

Verlief die erste Halbzeit weitgehend ausgeglichen, so dominierte die NSU das Geschehen nach der Pause. Doch die Gastgeber taten sich schwer das Abwehrbollwerk der Gäste ins Wanken zu bringen. Zahlreiche Flanken, Eckbälle und Freistöße der Platzherren flogen in den Strafraum ohne Schaden anzurichten. Dann war es Alexander Albert, in der 67. Minute eingewechselt, der nach 85 Minuten in der linken Strafraumhälfte an den Ball kam und zum 1:1 in lange Eck schoss. Albert zum Zweiten dann in der dritten Minute der Nachspielzeit. Die Pforzheimer Abwehrspieler schafften es mit zwei, drei Versuchen nicht den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, Albert stand goldrichtig und schloss zum um jubelten 2:1 ab.

Verdienter Sieg, aber nicht überzeugend herausgespielt

"Ich habe sehr leiden müssen, bin daher jetzt um so glücklicher", war Busch sichtlich erleichtert. Durch diesen Sieg hat sich Neckarsulm auf Platz dreizehn von den dahinter platzierten Vereinen abgesetzt. Der Vorsprung auf den 14. SV Linx beträgt fünf Punkte. Der Rückstand auf den jetzt Zehntplatzierten Pforzheim ist auf drei Zähler geschmolzen. "Die Art und Weise wie wir diesen Sieg noch geholt haben, steht über allem, da denke ich nicht an die Defizite", sagte NSU-Spordirektor Marco Merz. Der Erfolg war verdient, aber nicht überzeugend herausgespielt. Doch das Wie zählte am späten Samstagnachmittag nicht.

Per Katapult in den Olymp: So muss es sich für die Verbandsliga-Kicker des VfB Eppingen in Mannheim in etwa angefühlt haben. Mit den beiden späten Treffern, mit denen die Kraichgauer am Ende das ungleiche Duell beim großen, traditionsreichen VfR gedreht haben, hat Tobias Zakel die Eppinger auf Wolke sieben geschossen. Ein schönes Gefühl, verrät der Doppel-Torschütze, doppelt schön sogar, weil "in Mannheim zu gewinnen, schafft nicht jeder". Ja, besser geht es kaum, genau darin besteht die Gefahr.

Ein Spannungsabfall nur und der VfB würde diesen Samstag unsanft aus dem Olymp geschossen. Das wäre doppelt schmerzhaft, weil an dem Tag das Derby ansteht: Um 15.30 Uhr ist der FC Zuzenhausen in Eppingen zu Gast. Der Tabellenachte, der fünf Punkte mehr (34) auf dem Konto hat als der VfB. "Die spielen eine richtig gute Runde", findet VfB-Trainer David Pfeiffer.

Beide kommen mit zwei Siegen aus drei Spielen

Das Derby aber kommt aus seiner Sicht zur richtigen Zeit. Gar nicht einmal, weil die Eppinger gut drauf sind, das kann auch der FC Zuzenhausen guten Gewissens von sich sagen. Zwei Siege aus drei Spielen nach der Pause kann die Mannschaft von Dietmar Zuleger auch vorweisen. Gegen weniger namhafte Gegner zwar. "Aber auch diese Spiele muss man erstmal gewinnen", sagt Pfeiffer.

Dem VfB-Coach geht es vielmehr darum, dass nach dem "emotionalen Highlight" von Mannheim kein ganz normales Spiel folgt. "Sonst wäre die Anspannung vielleicht nicht ganz so groß." Beim Derby herrsche ein besonderes Flair, das passt besser zum Sieg in Mannheim. Ein weiterer Erfolg: Und die Eppinger dürften noch ein wenig im Olymp verweilen. Und dass mit gutem Gewissen.

Zuzenhausen ist ein unangenehmer Gast

Mit Zuzenhausen aber haben die Eppinger einen äußerst unangenehmen Gegner vor sich. "So wie wir im Moment: So spielt Zuzenhausen die ganze Saison schon." Angesichts der kompakten Defensive und des sehr schnellen Umschaltspiels des FC erwartet Pfeiffer eine eher komplizierte Aufgabe. Die Fünferkette, mit der der FC in der Abwehr normalerweise agiert, bedeute, dass sich der VfB auf ein anderes Spiel als zuletzt einstellen muss. "Wir werden ein Stück weit mehr im eigenen Ballbesitz gefordert sein."

Das werde zwar den VfB-Spielstil nicht auf den Kopf stellen, zumal der Trainer auch keinen Anlass sieht, an seiner Grundordnung etwas zu verändern. Es wird aber bedeuten, dass Eppingen sich nicht nur auf das eigene Umschalten konzentrieren kann, sondern mehr in der Rolle der Spielgestalters agieren muss. "Da gilt es, die Balance zu wahren, nicht zu ungeduldig werden." Ruhe bewahren, die Spannung hochhalten.

Drei Spieler haben einen Doppelpack geschnürt

Kein Problem, findet Tobias Zakel. "Wir sind gar nicht in der Position, um nachzulassen. Wir stehen noch immer direkt vor den Abstiegsplätzen." Was der VfB Eppingen zudem gezeigt habe: dass er eine spielstarke Mannschaft habe. "Wir haben die Qualität, auch unseren eigenen Fußball zu spielen."

Dazu kommt im Moment, dass der VfB vorne schwer auszurechnen ist: Die sechs Treffer in den drei Spielen nach der Winterpause waren zwar Doppelpacks. Sie wurden allerdings von drei verschiedenen Schützen erzielt: Kevin Haas, Alexander Rudenko und jetzt Tobias Zakel. "Solange jedes Wochenende ein anderer trifft, brauchen wir keinen, der 20 Tore schießt", sagt Trainer David Pfeiffer.

Insofern wird er das Offensiv-Trio auch gegen Zuzenhausen aufbieten, überhaupt wenig ändern. Einzig auf einer Position muss Pfeiffer reagieren: Außenverteidiger Mark Rauh steht nicht zur Verfügung. Sorgen macht ihm das keine, auch dabei hat der Sieg beim VfR geholfen: Jede Einwechselung hat für Schwung gesorgt. "Und nur, weil wir Mannheim geschlagen haben, denkt bei uns niemand, dass wir alle anderen im Vorbeigehen schlagen." Das wäre das sichere Ende im Olymp.

Schöne Erinnerung ans Hinspiel

Ans Hinspiel erinnern sie sich beim VfB Eppingen nur zu gerne: Vor einer stimmungsvollen Kulisse setzte sich das Team von Trainer David Pfeiffer im Abendspiel mit 2:1 durch. "Es war ein leidenschaftliches, sehr spannendes Spiel", sagt Pfeiffer. Zuzenhausen war früh in Führung gegangen, Eppingen tat sich schwer, kam aber zurück und drehte diese Partie noch. Es war zugleich der erste Saisonsieg des VfB.

Drei Punkte aus fünf Spielen zuletzt: Das klingt beileibe nicht nach der Bilanz eines Aufstiegskandidaten. Und doch ist die SpG Kirchardt/Grombach genau das, noch immer. Als Dritter der Kreisklasse A Sinsheim ist die Mannschaft von Nikolai Grgic weiterhin gut dabei, das darf indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kirchardter in einer Krise stecken.

In einer Ergebniskrise, schränkt Grgic aber ein. "Ich bin insofern entspannt, dass wir gut spielen." Das sei beim 0:0 gegen den wiedererstarkten FC Weiler genauso gewesen wie beim 0:2 im Spitzenspiel gegen den SV Gemmingen vor der Winterpause.

Druck klingt dem Trainer zu negativ

Zwar weiß auch der Trainer, dass die SpG unbedingt Punkte benötigt, um weiter an der Spitze mitmischen zu können, "was wir ja definitiv wollen". Aber von Druck mag er in dem Zusammenhang nicht sprechen, das klinge zu negativ. "Ich möchte es positiver formulieren: Wir wollen gute Ergebnisse abliefern." Das sei man sich selber schuldig. "Wir stehen allenfalls in der Pflicht, uns selber wieder zu belohnen." Gut zu spielen und nichts zu holen: Das sei auf Dauer irgendwie doch entmutigend. So darf es an diesem Sonntag beim SV Rohrbach II - immerhin einem potenziellen Abstiegskandidaten - dann doch gerne wieder ein Dreier sein.

Einen dreckigen Sieg aber würde Grgic nur in der momentanen Situation akzeptieren, um wieder die Kurve zu kriegen. "Ansonsten aber wollen wir uns ja spielerisch weiterentwickeln und guten Fußball zeigen." Und die Entwicklung sei im Moment auch zu erkennen. "Wir machen das gut, finden von Woche zu Woche immer besser zueinander." Das beruhige ihn. Nur die dazu passenden Ergebnisse: die fehlen. Ursache dafür scheint ausgerechnet der Abschluss zu sein. Das ist insofern paradox, als dass nur Gemmingen (54) mehr Treffer als die SpG (50) erzielt hat.

Vor dem Tor fehlt die letzte Konsequenz

Doch die Kirchardter brachten in den vergangenen fünf Partien nur fünf Treffer zustande. "Uns fehlt vor dem Tor im Moment die letzte Konsequenz, einfach die Kaltschnäuzigkeit", sagt Grgic. Ein nicht unerheblicher Teil dürfte dabei auf den Ausfall von Andreas Hilsenbeck zurückzuführen sein, der Torjäger riss sich in der letzten Aktion des Spiels gegen den SV Gemmingen das Kreuzband, fällt mindestens die komplette Rückrunde aus. 15 Mal hatte er bis dato in 15 Spielen getroffen. Seine Tore fehlen der SpG jetzt.

"Für mich ist er der kompletteste Fußballer der Liga, der den Unterschied ausmachen kann", sagt Grgic. Sein Fehlen müsse die Mannschaft geschlossen auffangen. "Jetzt haben andere die Möglichkeit, sich zu zeigen." Und mit Philipp Strähle, der in 19 Spielen 18 Mal traf, ist noch ein weiterer Torjäger da.

Sonntag, 13.30 Uhr: SV Rohrbach II - SpG Kirchardt/Grombach. Sonntag, 15.30 Uhr: FC Eschelbronn - SV Tiefenbach; SV Adelshofen - TG Sinsheim; FC Weiler - SV Gemmingen; SG Untergimpern - FVS Sulzfeld, FV Elsenz - SV Babstadt; Mühlbach - SV Daisbach; Angelbachtal - Neckarbischofsheim II.

Ein Glücksgriff

Der erfolgreiche Weg des SV Gemmingen soll auch über diese Saison hinaus weitergehen: Der Verein ist sich mit Trainer Daniel Kufner einig geworden, dass man weiterhin zusammenarbeiten will. "Daniel Kufner ist für uns ein Glücksgriff. Wir wollen unseren Trainer unbedingt behalten. Wenn wir sehen, wie sich unsere Spieler weiterentwickeln und Spaß am Spielbetrieb und Training haben, dann ist das eine wahre Freude", sagt Joachim Harasko. Der Vorsitzende des aktuellen Tabellenführers kann sich mit seinem Betreuerteam auch ein längerfristiges Engagement von Kufner vorstellen. wg

Nun doch früher als erwartet. Marc Hofacker, stellvertretender Abteilungsleiter des TSV Pfedelbach, rechnete erst mit einem Nachholtermin im Mai für das abgesagte Heimspiel der zweiten Mannschaft gegen den SC Michelbach/Wald. Doch nun ist für heute Abend bereits der Nachhospieltag angesetzt. Um 18.30 Uhr wird die Partie angepfiffen. Zur selben Zeit spielt auch der SV Dimbach gegen den TSV Gaildorf. Die Ansetzungen aller Ligen sind im Terminkasten auf Seite 24 zu finden.

Der Zweite gegen den Dritten

In der Bezirksliga kommt es am Sonntag (15 Uhr) zum Verfolgerduell. Der TSV Obersontheim empfängt den TSV Michelfeld. Vier Punkte trennen den Zweiten und den Dritten. Mit einem Sieg könnte Obersontheim einen ganz großen Schritt in Richtung Aufstiegs-Relegation machen und weiter auf Patzer des Spitzenreiters SG Sindringen/Ernsbach lauern, der acht Zähler mehr hat. Die Michelfelder stehen dagegen unter einem gewissen Siegzwang, um den Anschluss an das Spitzenduo nicht zu verlieren. Am vergangenen Wochenende brauchten die Michelfelder gegen Mulfingen bis zur zweiten Halbzeit, ehe Tore erzielt wurden. Aber letztendlich gab es einen verdienten und klaren 3:0-Heimerfolg. In der Hinrunde besiegten die Michelfelder zu Hause in einem umkämpften und spannenden Spiel den TSV Obersontheim. Zwar sind die Gastgeber Favorit, aber mit einer konzentrierten sowie engagierten Defensivleistung und variantenreichen Angriffen ist man auch dort nicht chancenlos. Spitzenreiter Sindringen/Ernsbach reist zum schwer einzuschätzenden TSV Ilshofen II, der auf Rang neun steht. Zur Mitte der Vorrunde hat sich der Aufsteiger Ilshofen an die Spielweise der Bezirksliga angepasst, wie fünf Siege aus den letzten sechs Spielen belegen. Nun kommt aber ein echter Prüfstein nach Ilshofen. Das Team mit den meisten Toren(65) und den wenigsten Gegentreffern(9) wird dem TSV alles abverlangen. Im Hinspiel hat eine Unachtsamkeit gereicht, um durch einen Treffer von Torjäger Fabio Roth mit 0:1 als Verlierer vom Platz zu gehen. In diesem Spiel kann das junge Ilshofener Team zeigen, dass es sich weiterentwickelt hat und die nötige Konstanz auch für 90 Minuten auf den Platz bringt.

Schritt nach vorne?

Auch ein Derby im hinteren Tabellenbereich steht in der Bezirksliga auf dem Programm. Die SGM Niedernhall/Weißbach empfängt den SV Mulfingen. Mit einem Heimsieg könnten sich die SGM in Richtung Mittelfeld absetzen. Mulfingen wäre dann wieder voll in den Abstiegskampf gezogen. Dies will Trainer Thomas Binder mit seiner Truppe vermeiden. Nur noch ganz kleine Sorgen machen muss sich der TSV Neuenstein, der auf Rang fünf steht und am Sonntag die SGM Markelsheim/Elpersheim empfängt.

TSV Schwabbach könnte der lachende Dritte sein

A3-Absteiger SV Berlichingen/Jagsthausen droht den TSV Bitzfeld etwas aus den Augen zu verlieren. Schon acht Zähler beträgt der Rückstand, dabei hat die Rückrunde eben erst begonnen. Am Sonntag kommt es nun zum Verfolgerduell gegen die TG Forchtenberg. Hierbei gilt es zumindest den Relegationsplatz abzusichern. Die Forchtenberger weisen nur vier Zähler weniger als Berlichingen/Jagsthausen auf. Lachender Dritter könnte der TSV Schwabbach (wie Forchtenberg 36 Punkte) sein, der eine vermeintlich leichte Aufgabe im Derby gegen das Schlusslicht ASV Scheppach hat.

Krautheim/Westernhausen neun Punkte hinter Platz zwei

Zum Auftakt nach der Winterpause kam die SGM Krautheim/Westernhausen in der Kreisklasse A Buchen nicht über ein 2:2 gegen die SpG Rippberg-Wettersdorf/Glashofen hinaus. Lukas Breunig (9.) und Tino Sauer (13.) hatten die Gastgeber in Führung gebracht. Eric Bieber (18.) und Felix Bissinger (88.) betrieben Krautheimer Schadensbegrenzung. Das Problem: Durch den Punktverlust ist der Tabellenzweite TTSC Buchen nun schon um neun Punkte enteilt. In Krautheim bittet die SGM nun am Sonntag (15 Uhr) zum Spiel gegen die SpG Sindolsheim I/Rosenberg II.

Futsal-Länderspiele mit Hohenlohern

Ein Futsal-Länderspiel-Doppelpack mit vier Württembergern steht im April an. DFB-Trainer Marcel Loosveld hat seinen 18-köpfigen Kader für den Futsal-Lehrgang inklusive zweier Länderspiele gegen Österreich am 12. und 14. April in Wien bekannt gegeben. Mit dabei sind Torspieler Philipp Pless, Mert Sipahi, Jonathan Baur und Manuel Fischer vom Regionalligisten TSV Weilimdorf Futsal. Sipahi spielt zudem Fußball für den Landesligisten TSG Öhringen, Baur beim SSV Gaisbach.

Erneut geht es für den FSV Hollenbach gegen den Verbandsliga-Letzten. Mit dem FC Albstadt ist am Samstag um 15 Uhr ein Angstgegner des FSV zu Gast in der Jako Arena. Zwar gab es erst drei Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten, doch keines davon gewannen die Hollenbacher. Das soll sich nun ändern.

"Wir spielen daheim, da ist es schwierig gegen uns zu gewinnen", sagt FSV-Trainer Martin Kleinschrodt. "Mit dieser Sicherheit gehen wir ins Heimspiel. Und auch für die Zuschauer wird es bei uns ja nie langweilig. Da ist immer etwas geboten." Personell hat der FSV keine Sorgen. Auch wenn ein Einsatz für Jan Ruven Schieferdecker nach seiner langen Verletzungszeit noch etwas zu früh kommt und Christoph Rohmer nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt sein wird. Dafür hat Samuel Schmitt seine Sperre abgesessen und steht wieder zur Verfügung.

Trainer Kleinschrodt hat keine guten Erinnerungen an das Hinspiel

"Albstadt ist ein zweikampfstarker Gegner. Das war schon im Hinspiel zu sehen", sagt Kleinschrodt, der keine guten Erinnerungen an die 2:4-Niederlage hat. "Da waren wir aber auch noch nicht in Form." Allerdings stimmt auch nach der Winterpause die Form noch nicht vollkommen. Die Hollenbacher holten in diesem Jahr noch keinen Sieg, spielten drei Mal unentschieden.

Albstadt-Coach Alexander Eberhart lobt Hollenbacher Offensiv-Wucht

"Klar ist, Hollenbach hat zwar einige erfahrene Oberligaspieler vor der Runde verloren, aber die junge Truppe ist trotzdem gefährlich und hat mit Fabian Czaker eine unheimliche Wucht in der Offensive", sagt Albstadts Trainer Alexander Eberhart. "Favorit ist natürlich der FSV, aber wir werden jedoch alles geben, um mit Punkten nach Albstadt zurückzukehren." Vergangenes Wochenende hatte sein Team spielfrei, da die Partie gegen den VfB Neckarrems abgesagt wurde. "Wir haben diese Woche gut und intensiv trainiert. Bis auf Andreas Hotz ist der Kader komplett. Torjäger Pietro Fiorenza hat sich nach seinem Innenbandanriss im Knie wieder gut erholt und ist am Samstag eine Option für die Startelf", sagt Eberhart. Seine Mannschaft rutschte am vergangenen Sonntag auf den letzten Tabellenplatz ab, da die Hollenbacher beim bisherigen Schlusslicht SV Breuningsweiler nicht über ein 3:3-Unentschieden hinauskamen. Nochmal will die Kleinschrodt-Truppe aber nicht Aufbauhilfe leisten.

FSV hat Charakter geziegt und einen 0:3-Rückstand aufgeholt

Das 3:3 nach einem 0:3-Rückstand ist mittlerweile per Videostudium analysiert und aufgearbeitet. "Schönzureden gibt es nichts, aber wir wollen das Positive daraus mitnehmen", sagt Kleinschrodt. "Die dummen Gegentore können wir abstellen." Er lobte den "absoluten Willen" und die "Mentalität" seiner Mannschaft. "Wir haben nach dem 0:3 Charakter gezeigt. Wir wissen jetzt, dass wir auch nach so einem Rückstand nochmal zurückkommen können. Es hat uns zwar zwei Punkte gekostet, aber vielleicht steckt jetzt in den Köpfen drin, was für uns auch nach einem Rückstand möglich ist. Vielleicht hilft uns das letztendlich sogar mehr", sagt Kleinschrodt. Seine Mannschaft entwickelte in der zweiten Halbzeit eine unheimliche Wucht im Spiel nach vorne. Gerade mit den bulligen Stürmern Fabian Czaker und Sebastian Hack hatte Breuningsweiler so seine Schwierigkeiten.

Junges Team muss noch lernen

In den ersten beiden Spielen hatten die Hollenbacher in diesem Jahr jeweils noch eine Führung aus der Hand gegeben. Da stellte sich nach dem frühen Treffer so eine Art Verlustangst ein. "Da merkt man, wie jung die Mannschaft ist. Das muss sie noch lernen", sagt Kleinschrodt.

Vielleicht setzt gegen Albstadt ja schon der Lerneffekt ein. Nicht dass der FSV erneut dem Schlusslicht eine Chance gibt, die rote Laterne abzugeben.

Ein bisschen färben seine Jungs dann doch auf ihn ab. Noch sei alles ganz gechillt, bedient sich Harald Wilkening der Jugendsprache. Wenn der Trainer und seine A-Junioren an diesem Samstag dann aber in den Bus steigen, "dann wird die Anspannung da sein".

Zum zweiten Mal nach dem Triumph von vor einem Jahr macht sich die U 19 des VfB Eppingen auf den Weg ins nordrhein-westfälische Gevelsberg nahe Dortmund, um am Sonntag den Titel bei der deutschen Meisterschaft im Futsal zu verteidigen.

Die Vorfreude: riesig. "Es ist für jeden Fußballer das Größte, sich mit den Besten zu messen", sagt Wilkening. Allein die Teilnahme an dieser Finalrunde sei schon ein riesiger Erfolg. "Trotzdem fahren wir nicht nur dahin, um teilzunehmen." Ein Stückchen mehr darf es dann gerne sein. Immerhin sei der VfB als Titelverteidiger da.

"Also Brust raus: Die anderen müssen erstmal beweisen, dass sie besser sind und uns aus der Halle schießen." Die Schale zu gewinnen: das sei so unwahrscheinlich wie im vergangenen Jahr auch. "Aber wenn wir es wieder packen, jubelt ganz Eppingen." Und der VfB stünde wieder auf dem Rathaus-Balkon.

Flott ins Halbfinale oder ist rasch Schluss?

Der Weg dahin führt in der Dreiergruppe in der Vorrunde über den JFV Bremerhaven und den SC Heiligenstadt. Genauso schnell, wie man einen Schritt in Richtung Halbfinale machen kann, kann in der Konstellation auch Schluss sein. "Jede Nachlässigkeit kann am Sonntag spielentscheidend sein", hat Harald Wilkening seinen Jungs in der Woche eingebläut. Aus gutem Grund: Die Generalprobe hat der VfB am Wochenende richtig verbockt. Im Topspiel der Verbandsliga gegen den FC Nöttingen ist Eppingen mit 1:5 baden gegangen. "Einstellung, Wille, Biss: alles nicht da. Eine Katastrophe."

Wilkening gab seinem Team daraufhin zwei Tage frei, um die Köpfe wieder freizukriegen. Es scheint gewirkt zu haben. Die Trainingswoche mit drei Einheiten stimmt den Trainer wieder positiv. "Vielleicht zeigen die Jungs am Sonntag ja ihr wahres Gesicht." Welche zwölf Spieler er genau für den Kader nominiert, wusste Wilkening bis Donnerstagabend nicht abschließend.

Torhüter Timo Klaußnitzer fällt aus

Klar ist nur, dass Torhüter Timo Klaußnitzer nicht im Kader ist, weil er sich gegen Nöttingen verletzt hat und wohl bis Saisonende ausfällt. Er wäre in Gevelsberg aber ohnehin Backup gewesen, schon bei der süddeutschen Meisterschaft in Eppelheim wurde er von U17-Torhüter Noah Conz vertreten.

Es könnte darauf hinauslaufen, dass der VfB ganz auf einen Backup verzichtet - und einen Feldspieler mehr aufbietet. Der Rest des Teams bleibt aber nicht zu Hause: Es fahren wieder alle mit. Zudem bricht wieder ein ganzer Tross in Richtung Gevelsberg auf. Auf 70 Mann schätzt Wilkening den Anhang. Der Trainer ist sich sicher: "Die VfB-Wand wird wieder brodeln."

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