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Auf Rang drei hat sich Fußball-Verbandsligist FSV Hollenbach in die Winterpause verabschiedet. Trainer Martin Kleinschrodt machte sich nach dem letzten Spiel auf, um in Dubai etwas Sonne zu tanken. "Ich bin insgesamt zufrieden mit der Vorrunde. Gerade wenn man bedenkt, wie viele junge Spieler wir in der Mannschaft haben", sagte der FSV-Coach am Telefon, während er nach dem Rückflug auf seinen Zug wartete.

Herr Kleinschrodt, wie waren Ihre Eindrücke in Dubai?

Martin Kleinschrodt: Es war interessant, wenn man bedenkt, dass alles auf Sand gebaut ist. Die Menschen waren sehr freundlich. Jetzt habe ich eine Woche Sonne getankt, dann geht es weiter.

Wo geht es weiter?

Kleinschrodt: Im Geschäft und beim Hausbau.

Fußballerisch können Sie abschalten?

Kleinschrodt: Zumindest etwas. Denn mit den Ergebnissen und den Resultaten in der Vorrunde war ich zufrieden. Deshalb kann die Weihnachtspause auch kommen. Aber so richtig abschalten kann ich nie, da ich auch den taktischen Plan bei Spielen hinterfrage, die ich anschaue. Gerade die englische Liga ist da interessant, wenn man sieht, was da taktisch gemacht wird − oder eben auch nicht. Für uns geht es am 6. Januar beim EBM-Papst Hallenmasters weiter, unserem einzigen Hallenturnier. Die Vorbereitung startet dann am 25. Januar.

Wird es bis dahin personelle Veränderungen geben?

Kleinschrodt: Wenn sich etwas ergibt, ja. Aber sicher keine allzu großen.

Für Sie war es das erste halbe Jahr als Trainer. Wie haben Sie es erlebt?

Kleinschrodt: Es ist ein immenser Aufwand, macht aber Spaß. Die ganzen Analysen kosten viel Zeit. Man muss immer mit dem Kopf dabei sein. Was ich bemerkt habe, ist, dass man immer nur ein Puzzlestück in der Woche legen sollte. So dass das Puzzle am Ende der Saison gelegt ist. Sonst kommt vieles durcheinander. Das habe ich gelernt.

Das heißt, Sie wollten zu viel?

Kleinschrodt: Es ist doch normal, dass man seine Handschrift reinbringen will. Wir wollten mehr spielen, den Ball haben, statt hinterherzurennen. Da haben wir am Anfang Lehrgeld bezahlt, weil wir in Konter gerannt sind. Das ist ein Prozess. Wir wussten ja gar nicht, was Gegenpressing ist. So müssen wir Step für Step weitermachen. Wie die Eckballvarianten, die wir zum Schluss reingebracht haben.

Auf was legen Sie als Trainer wert?

Kleinschrodt: Ich versuche spielnah zu trainieren. Das ist ein großer Punkt. Manchmal werfe ich eine Trainingseinheit kurzfristig um, mache, was ich denke. Ich bin auch froh, dass ich meinen Co-Trainer Jens Breuninger habe. Ich bin der Kreative, er der Organisierte. Jens hat immer eine Uhr dabei, ich mache es nach Gefühl.

Das heißt, Sie ergänzen sich mittlerweile?

Kleinschrodt: Ja, klar. Das war am Anfang auch neu und musste sich finden. Jetzt ist es extrem wichtig, dass wir die ganze Zeit kommunizieren. Das macht auch einen Co-Trainer aus, dass man mit vier Augen sieht. Er ist auch in der Mannschaft voll angesehen und ein ganz wichtiger Faktor.

Nach den ersten Spielen, in denen es noch nicht richtig lief, war es unruhig im Umfeld. Kritik an der Mannschaft kam auf. Wie schwer war diese Phase für Sie?

Kleinschrodt: Für mich persönlich gar nicht schwer. Weil ich mir dachte, dass man zu diesem Zeitpunkt von der Mannschaft nicht mehr verlangen kann. Wir hatten ja einen Umbruch im Team, mussten die vier hochkarätigen Abgänge Boris Nzuzi, Sebastian Walz, Nico Nierichlo und Hannes Volk kompensieren. Ich wusste genau, wo ich ansetzen muss. Wenn man keine Lösungen mehr hat, dann wird es gefährlich. Wenn es sich nicht verbessert, hätte ich gezweifelt.

Das heißt, Sie sind immer ruhig geblieben ...

Kleinschrodt: Ich war jederzeit positiv gestimmt. Es wäre schlimmer gewesen, wenn wir schlecht gespielt hätten. Wir haben ja gut gespielt. Darauf konnten wir aufbauen. Ich habe den Spielern das immer weiter eingeprägt. Wir hatten dann das absolute Kampfspiel gegen Heiningen, mit dem wir die Serie gestartet haben. Dann sind wir ins Rollen gekommen.

Warum?

Kleinschrodt: Jeder wusste, was er zu tun hat. Einen Ausrutscher in Wangen gab es noch. Ich bin insgesamt zufrieden mit der Vorrunde. Gerade wenn man bedenkt, wie viele junge Spieler wir in der Mannschaft haben. Die sind in die Bresche gesprungen, als die erfahreneren Spieler ausgefallen sind. Aber die Zufriedenheit darf jetzt nicht zur Bequemlichkeit werden. Wir hatten dann auch eine super Achse mit Philipp Hörner, Manuel Hofmann, Michael Kleinschrodt und auch Fabian Czaker. Dazu Christoph Rohmer und Dennis Hutter, die immer besser reingekommen sind. Die Mannschaft muss jetzt mal zwei Jahre zusammen bleiben, dann mal sehen.

Was muss der nächste Schritt sein?

Kleinschrodt: Wir müssen unsere schnellen Außen noch besser in Szene setzten. Müssen noch etwas spielsicherer werden. Jetzt haben wir uns vorne festgesetzt und wollen dort auch bleiben.

An einem großen funkelnden Exemplar würde es nicht mangeln. Ein riesiger, hell erleuchteter Weihnachtsbaum steht vor dem Vip-Eingang des Etihad Stadions in Manchester. Da ließe sich prima drumherum tanzen. Dazu wird es aber nicht kommen. "Wenn wir gewinnen, werde ich nicht nackt um den Tannenbaum tanzen", sagt Hoffenheims Trainer Julian Nagelmann vor dem Gruppenfinale beim englischen Fußball-Meister. Mit dem Gastspiel bei Manchester City (21 Uhr/DAZN) endet heute die erste Champions-League-Gruppenphase für die TSG 1899 Hoffenheim.

Ausgangslage

Ein Hoffenheimer Premieren-Dreier heute Abend in Manchester ist schließlich allein nicht genug, um noch Dritter zu werden und die Europa-League-Zwischenrunde zu erreichen. "Es ist eine schwierige Situation, das darf man auch als Optimist sagen", weiß Julian Nagelsmann, seines Zeichens Berufsoptimist. Schachtjor Donezk reicht schon ein Punkt für Rang drei, für ein TSG-Weiterkommen muss Donezk zwingend verlieren. Die Ukrainer (5 Punkte) können sich gegen Olympique Lyon (7) selbst noch fürs Achtelfinale der Champions League qualifizieren.

Manchester City (10) ist bereits durch, braucht aber für den Gruppensieg auch mindestens noch einen Punkt gegen Schlusslicht Hoffenheim (3). Ziemlich vertrackt. "Wir haben schon oft Wunder im Fußball erlebt. Wir glauben an uns", sagt Andrej Kramaric, der Hoffenheimer Stürmer.

Hoffnungsträger

Die Langzeitverletzten Nadiem Amiri (Ermüdungsbruch im linken Mittelfuß) und Dennis Geiger (Sehnenverletzung im Oberschenkel) sind mit nach Manchester geflogen. Beide haben in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für die TSG-Profis bestritten. "Ich sehe Dennis nahe 100 Prozent", sagt Nagelsmann über den jungen Mittelfeldmann aus Mosbach. Das klingt nach einem baldigen Comeback bei den Profis.

Kapitän

Kevin Vogt fehlt überraschend im Kader der TSG. Trainer und Spieler entschieden gemeinsam, dem Kapitän eine Pause zu geben. Ausruhen soll sich der Mann mit den meisten Einsatzminuten, der zuletzt weit entfernt war von der Topform der vergangenen zwei Jahre. "Sein Akku ist gerade nicht so voll, dass er die Position so ausfüllen kann, wie ich mir das vorstelle. Und wie er sich das vorstellt", sagt Julian Nagelsmann. Zudem patzte Vogt häufiger bei der Spieleröffnung.

Herangehensweise

"Wir machen die besten Spiele nicht, wenn wir uns hinten reinstellen", betonte Julian Nagelsmann gestern Abend im Keller der Arena mit Blick aufs finale Gruppenspiel. Der Blick zurück aufs Hinspiel und das späte 1:2 bestärkt ihn in dieser Sichtweise: "In Phasen, in denen wir Mut hatten Fußball zu spielen und den Ball hatten, da konnten wir mithalten." Es gilt allerdings die richtige Balance zu finden, was in der Champions League ja nicht so gut geklappt hat: "Wenn wir das Visier von Sekunde eins öffnen, berauben wir uns der Chance gewinnen zu können. Dafür ist der Gegner zu gut."

Torjäger

Acht Pflichtspiele in Serie hat Andrej Kramaric immer ein Tor erzielt. In der Bundesliga, in der Champions League und für die kroatische Nationalmannschaft. Eine durchaus beeindruckende Serie, oder? "Ich will nicht über meine Serie sprechen. Ich würde gerne so weitermachen", sagt der Kroate. Mehr Lob gibt es hingegen von seinem Trainer: "Andrej kann jedem Gegner wehtun, er spielt sehr mannschaftsdienlich, läuft viel auch auf Positionen, die er eigentlich nicht so gern spielt."

Gegner

Im Hinspiel Anfang Oktober hatte Hoffenheim allergrößte Personalsorgen. Kevin Akpoguma, Justin Hoogma und Stefan Posch bildeten die Abwehrreihe. Jetzt hat Manchester City große Verletzungssorgen. "Ich habe noch genau 15 Spieler zur Verfügung", sagte Trainer Pep Guardiola gestern. Das Problem aus Hoffenheimer Sicht: Die 15 sind halt fast ausnahmslos trotzdem weltklasse.

Rot oder blau. Andere Farben lässt diese Stadt nicht zu. United-Rot oder City-Himmelblau, das ist Manchester. Ganz im Norden der 510 000-Einwohner-Stadt ist da noch ein dritter Verein. Wesentlich kleiner, weniger glamourös, aber nicht minder ambitioniert. Sein Name: Salford City.

Vom Bahnhof Piccadilly aus braucht der Expressbus X41 rund eine halbe Stunde aus der Innenstadt in den Norden Manchesters, in die angrenzende Stadt Salford. Vorstadt-Idylle sieht anders aus. Aber englischer ist keiner der großen Manchester-Clubs.

Fünf Weltstars halten 50 Prozent

Während Manchester United im Besitz der US-amerikanischen Glazer-Familie ist, gehört Manchester City mehrheitlich einer Investorengruppe aus Abu Dhabi. Vereinsboss ist Scheich Mansour. Salford City ist da anders: 50 Prozent am aufstrebenden Fünftligisten besitzen zu je zehn Prozent Gary Neville, Paul Scholes, Ryan Giggs, Nicky Butt und Phil Neville. Die ehemaligen Manchester-United-Profis übernahmen den Club 2014 gemeinsam mit dem Investor Peter Lim, dem die andere Hälfte des Vereins gehört.

Das ist ein bisschen so, als ob Oliver Kahn, Stefan Effenberg, Lothar Matthäus und Mehmet Scholl einen Münchner Vorortverein gemeinsam mit einem milliardenschweren Geschäftsmann nach oben führen würden.

Ziel: Binnen 15 Jahren in der zweithöchsten Liga spielen

350 Millionen Euro wie einst Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp haben die englischen Ex-Profis und einstigen Champions-League-Sieger noch nicht ausgegeben. Aber ähnlich wie die TSG 1899 Hoffenheim vor zehn, 15 Jahren sollen höherklassige Fußballer den Club voran bringen. Das geht nicht ohne einige Millionen Pfund. 2014 gaben die neuen Vereinsbesitzer das Ziel aus, innerhalb von 15 Jahren in der zweithöchsten Liga zu spielen. Damals dümpelte der Club in der achten Liga herum. Auch die TSG Hoffenheim fing einst ganz unten an.

2019 könnte Salford City als aktuellem Tabellenzweiten der National League der Sprung in den Profibereich gelingen. Das dürfte nur eine Zwischenstation sein. "Wir wollen natürlich so hochklassig wie möglich spielen", hat Paul Scholes, aufgewachsen in Salford, neulich ESPN verraten.

Parallelen zum Dietmar-Hopp-Stadion

Das Peninsula-Stadion erinnert ein bisschen ans Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim. Eng. Klein. Relativ neu. 5100 Zuschauer passen rein, 2500 kommen mittlerweile pro Fünftliga-Spiel. Auch weil die Tickets wesentlich günstiger sind als für die beiden Premier-League-Größen der Stadt.

Im vergangenen Sommer hat Salford City vier Spieler aus höheren Ligen verpflichtet. Dazu einen schottischen Erstligaspieler aus Aberdeen für rund 300 000 Pfund. Andere Clubs und Fans schauen voller Argwohn auf das Projekt Salford. Das war und ist bei der TSG Hoffenheim nicht anders.

"Schade, dass so eine Mannschaft einen der 36 Plätze im Profifußball wegnimmt", echauffierte sich der damalige Mainzer Manager Christian Heidel vor mehr als zehn Jahren über die TSG Hoffenheim. Genau so geht es Salford City in England aktuell.

Phil Neville versteht Kritik als Kompliment

Als "Manchester City der fünften Liga" wird Salford gern von den Fans der Konkurrenz geschmäht. "Ich habe Kritik dieser Art schon immer als Kompliment verstanden", sagt Phil Neville. Geliebt wird man nicht, wenn man durch die Spielklassen nach oben pflügt.

Beim englischen Meister mit Starcoach Pep Guardiola hilft den Kraichgauern am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) nur ein Sieg weiter, um doch noch Rang drei zu erreichen. Gleichzeitig muss die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann darauf bauen, dass Schachtjor Donezk gegen Olympique Lyon verliert.

Hoffenheim hat in bisher 13 Europacup-Spielen nur einen einzigen Sieg gelandet. Die TSG klammert sich auch daran, dass sie im Hinspiel gegen Manchester mit einem ersatzgeschwächten Team lange überzeugte und nur unglücklich 1:2 verlor. Donezk (5 Punkte) kann sich gegen Lyon (7) noch fürs Achtelfinale qualifizieren. Manchester (10) ist bereits durch.

Die noch immer sieglosen Hoffenheimer haben in fünf Spielen nur drei Punkte gesammelt. Neben den gesperrten Kerem Demirbay und Adam Szalai fehlen auch die verletzten Havard Nordtveit und Lukas Rupp. Dafür sind die Langzeitverletzten Nadiem Amiri und Dennis Geiger erstmals in dieser Saison im Kader.

Live-Blog

In diesem Live-Blog blickt Stimme-Redakteur Florian Huber auf die Geschehnisse in und um die Arena in Manchester.

Vor zwei Jahren zogen die Verantwortlichen des TGV Dürrenzimmern eine ernüchternde Bilanz aus dem ersten Halbjahr Verbandsliga. Mit lediglich drei Punkten hielt man die Rote Laterne, der Abstieg war so gut wie besiegelt. Ohne Umwege schafften die TGV-Frauen in der vergangenen Saison den direkten Wiederaufstieg unter Trainer-Novizin Victoria Mayer. Die ehemalige Zweitliga-Spielerin schaut nun auf eine erfolgreichere Hinrunde zurück als ihr Vorgänger: "Wir sind auf jeden Fall angekommen in der Liga. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und können spielerisch gegen jeden mithalten."

Mit 13 Punkten aus elf Partien steht der Aufsteiger auf Rang sieben und damit im Soll. Ein Wermutstropfen sind die vielen "unnötig hergeschenkten Punkte", sagt Mayer. So wurde im letzten Spiel vor der Winterpause beim Tabellenletzten TSV Frommern verloren und damit ein beruhigendes Polster verspielt. Lediglich ein Punkt trennt Dürrenzimmern vom Relegationsplatz. "Die Liga ist sehr ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen", sagt Mayer.

Höhepunkt: 3:2-Heimsieg gegen den Tabellenführer

Exemplarisch dafür steht der 3:2-Heimsieg gegen Tabellenführer VfL Herrenberg Mitte November. Abteilungsleiter Alexander Hügler ist zufrieden mit den gezeigten Leistungen, "trotzdem ist der Abstand zur Abstiegszone keineswegs beruhigend. Aber wir sind Aufsteiger und wollen die Erwartungen nicht zu hoch schrauben."

Nicht schön nennt Mayer das Gefühl, in Schlagdistanz zum Tabellenkeller zu überwintern. "Fehler werden in der Verbandsliga schnell ausgenutzt, der Weg nach unten ist kurz. Aber wir kennen jetzt unsere Gegner und werden auf der Leistung aufbauen."

Tessa Siller ist mit elf Treffern die beste Torjägerin

Vor allem im Offensivbereich entfaltet der TGV sein Potenzial. Lediglich zwei Teams trafen häufiger, niemand überbot die elf Treffer von Tessa Siller. Ihr hat der Wechsel vom Flügel ins Angriffszentrum einen Schub gegeben. "Dafür bekommen wir noch zu viele einfache Gegentore", sagt Mayer. Viele Punkte seien durch Leichtsinnsfehler in der Schlussphase verloren gegangen. Auch physisch sei noch Luft nach oben. Mehr Konstanz ist gefragt und viel körperliche Arbeit stehen also auf dem Programm, wenn im Frühjahr die Vorbereitung beginnt.

"Das Potenzial ist vorhanden, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern", ist sich Hügler sicher. Auch Mayer ist "zuversichtlich, die sicherlich schwere Aufgabe zu schaffen". Sie weiß aber auch, "dass wir in der Rückrunde einen Zahn zulegen müssen".

Klares Ziel: Klassenerhalt

Positiv stimmt sie die durchweg gute Entwicklung ihrer Spielerinnen. Die unliebsame Doppelbelastung durch den Verbandspokal ist seit dem 0:6 gegen Regionalligist TSV Crailsheim pass. Ins Pflichtspieljahr 2019 startet der TGV im März zudem gegen den TSV Münchingen, das zum Auftakt mit 4:1 geschlagen wurde. "Es wird kein Selbstläufer", bekennt Mayer, "aber am Ende werden wir den Klassenerhalt schaffen."

12. Dezember 2018

Raus mit Applaus

Durch die 1:2 (1:1)-Niederlage bei Manchester City ist die TSG 1899 Hoffenheim aus der Champions League ausgeschieden. Wie immer auf unterhaltsame Art und Weise.

Das US-amerikanische Magazin "The Ringer" hat unlängst die europäischen Vereine auf ihren Unterhaltungswert statistisch untersucht und eine Rangliste erstellt. So duellierten sich gestern Abend die Top-Entertainer von Manchester City mit dem Sechstplatzierten dieses Rankings aus Hoffenheim. TSG, das ist im Champions-League-Englisch die Abkürzung für "the spectacular Germans". Aber das "S" in TSG, es bedeutet eben auch Sieglosigkeit. Auch gestern Abend, beim sechsten sieglosen Gruppenspiel vor 50?411 Zuschauern in Manchester.

Manchester City steht durch das 2:1 gegen Hoffenheim als Gruppensieger im Achtelfinale, Schachtjor Donezk buchte mit dem 1:1 gegen Olympique die Europa League. Lyon verteidigte Rang zwei und das zweite Ticket fürs Achtelfinale der Königsklasse. Falls das ein Trost ist: Selbst ein Hoffenheimer Sieg in Manchester hätte nicht für die Zwischenrunde der Europa League gereicht.

"Wir haben nicht extrem viel zu verlieren, wir haben davor schon etwas verloren", hatte Julian Nagelsmann vorher gesagt. "Wir dürfen das jetzt auch etwas genießen", erklärte Nagelsmann angesichts der fast aussichtslosen Ausgangslage. Gesagt. Getan. Und zwar mit fünf neuen Spielern in der Startformation. Dazu paarte sich Pressing mit jener Grundaggressivität, wie sie Benjamin Hübner und Dennis Geiger verkörpern. Der 20-Jährige gab nach neun Monaten Verletzungspause sein Comeback.

Hoffenheim tat das, was es am besten kann. Mutig, offensiv spielen. Andrej Kramaric brauchte zwei Versuche, ehe der dritte zum 1:0 für die Kraichgauer führte.

Manchesters Aymeric Laporte riss Benjamin Hübner im Strafraum um. Hübner wäre ansonsten im Strafraum frei zum Schuss gekommen. Schiedsrichter Andeas Ekberg zeigte umgehend auf den Elfmeterpunkt. Andrej Kramaric verwandelte nach 16 Minuten eiskalt zentral zum 1:0 für die TSG Hoffenheim. Julian Nagelsmann ballte beide Fäuste, sein Stürmer traf auch im neunten Spiel nacheinander.

City hatte eine Antwort. Sie passte fast nach 21 Minuten. Jesus Gabriel köpfte eine wuchtige Ecke von Leroy San nicht minder wuchtig an den Pfosten. Hoffenheim hatte bei City-Standards mächtig Glück, das war auch nach 34 Minuten so, als Joelinton fast ein Eigentor erzielt hätte − und die Torlatte zum Wackeln brachte. Manchester machte das Spiel − und traf nach einem Freistoß. Ein Freistoß von Leroy San kombinierte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Kraft mit Genauigkeit. Allererste Sahne, dieses 1:1.

In Durchgang zwei drängten die Gastgeber gewaltig aufs 2:1. Oliver Baumann bekam viele Möglichkeiten zu zeigen, dass er ein fähiger Torhüter ist. So wie nach 55 Minuten, als nach einer Hoffenheimer Ecke plötzlich drei (!) Cityzens (die Herren Sterling, Sane und Bernardo Silva) allein auf Oliver Baumann zuliefen, der Ball aber trotzdem nicht im Tor landete. Joker Reiss Nelson (58.) hätte die Wendung und das Hoffenheimer 2:1 bringen können.

Dann sangen die City-Fans erneut lautstark "Leroy- Leroy-Leroy", weil der deutsche Nationalspieler den nächste City-Konter zum 2:1 für Manchester vollendete (61.). Wieder verlor Hoffenheim den Ball vorm Tor der Engländer und wurde als Gastmannschaft ruckzuck ausgekontert. Beide Teams agierten auch in der Schlussphase offensiv. Dementsprechend gab es jede Menge Chancen. Aber keine weiteren Tore.

Manchester City: Ederson - Stones (46. Walker), Otamendi, Laporte, Zinchenko (64. Delph) - B. Silva (85. Kompany), Gündogan, Foden - Sterling, Gabriel Jesus, L. San.

1899 Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Adams Nuhu, B. Hübner, N. Schulz - Geiger (63. Amiri), Grillitsch, Bittencourt (70. Belfodil) - Brenet (46. Nelson), Kramaric, Joelinton.

Schiedsrichter: Andreas Ekberg (Schweden).

Zuschauer: 50411.

Tore: 0:1 Kramaric (16./Foulelfmeter), 1:1 L. San (45.+1), 2:1 L. San (61.).

Gelbe Karten: - / Grillitsch (3), Joelinton (2).

Beste Spieler: Gabriel Jesus, L. San / Baumann, Grillitsch.

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