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Jahres-Endspurt für den FSV Hollenbach. Noch drei Spiele stehen in der Verbandsliga vor der Winterpause an. Zwei davon in der heimischen Jako Arena − sofern es die Witterungsverhältnisse erlauben. Zunächst geht es aber am Samstag ins Allgäu zum FC Wangen. "Dort haben wir meist verloren, die warten immer, bis wir kommen", sagt Manager Karl-Heinz Sprügel. Auch diese Saison scheinen die Wangener pünktlich zum Spiel gegen Hollenbach in Tritt zu kommen. Die vergangenen vier Spieltage blieben die Gastgeber ungeschlagen, stehen aber trotzdem nur auf Rang 14 mit elf Punkten.

Noch länger ist die Erfolgsserie der Hollenbacher. Acht Spiele am Stück haben sie nicht mehr verloren, sind nach einem wechselhaften Saisonstart Verbandsliga-Zweiter. "Es sind fünf, sechs Mannschaften, die vorne mitmischen können", sagt Sprügel. "Da gibt es diese Saison keinen, der den Durchmarsch machen wird."

Nach der Partie gegen Dorfmerkingen (1:1) gab es ein Sonderlob von Trainer Martin Kleinschrodt für seine Abwehr. "Was die Innenverteidigung gemacht hat, war exzellent. Aber auch Marius Uhl und Dennis Hutter waren stark." Umso bitterer, dass es gleich hinter dem Einsatz von zwei Verteidigern ein Fragezeichen gibt. Dennis Hutter hat Leistenprobleme, Timo Brenner einen entzündeten Zeh. Dabei fallen mit Marc Zeller, Lukas Ryl und Tizian Amon schon drei Abwehrspieler längerfristig aus. Auch von Angreifer Torben Götz gab es eine Hiobsbotschaft: Er zog sich einen Anriss des Kreuzbandes zu. "Deswegen könnte es schon etwas schwieriger werden", sagt Kleinschrodt. "Aber da müssen wir durch."

Gerade die stabilere Defensive ist ein Grund für den Hollenbacher Aufschwung. In den letzten acht Spielen ließen die Hollenbacher gerade mal fünf ihrer insgesamt 16 Gegentore zu. "Wir waren zu Beginn der Saison zu naiv. Wir wollten zu schnell zu viel. Dazu waren die Abstände oft zu groß, das macht es dem Gegner einfacher", sagt Timo Brenner, der in allen 13 Partien auf dem Platz stand. Er erinnert an das Spiel gegen Rutesheim, als die Hollenbacher viel zu früh nach dem 0:1 die Abwehr entblößten. "Wir sind geduldiger geworden", sagt Brenner. Oft erzielten die Hollenbacher zuletzt in der Schlussphase entscheidende Treffer − ohne dabei zu viel zu riskieren.

"Hinten raus sind wir fit. Da schlägt die harte Arbeit im Training durch", sagt Kleinschrodt. Dies ist auch der Fall, weil er einen sehr ausgeglichenen Kader hat. Die Einwechselspieler bringen meist neuen Schwung und können gegen langsam müde werdende Gegner Akzente setzen. "Durch den Umbruch sind wir in der Breite stärker besetzt als vorher, auch wenn der Kader dünner ist", sagt Kleinschrodt. Qualität statt Quantität heißt zumindest derzeit das Erfolgsrezept − sollten nicht noch mehr Verletzte hinzu kommen. "Es ist der Trend, dass wir auch daheim attraktive Spiele zeigen. Gegen Dorfmerkingen konnten wir in der zweiten Halbzeit eine Schippe drauflegen. Man muss bedenken, dass wir mit unserer jungen Truppe gegen eine relativ erfahrene Mannschaft gespielt haben. Wir wollen nun den Schwung nach Wangen mitnehmen", sagt Kleinschrodt.

Dort wird vermutlich auf Kunstrasen gespielt. Aber auch mit dem einstmals ungeliebten Untergrund kommen die Hollenbacher mittlerweile meist gut zurecht.

"Ich hoffe, wir holen dort drei Punkte", sagt Brenner und warnt: "Die haben in den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt und haben einen Aufwärtstrend. Ich bin trotzdem guter Dinge. Wir könnten den Punkt vom Spiel gegen Dorfmerkingen vergolden." Ähnlich sieht es auch der Trainer.

"Die sind schwach in die Saison gestartet und kommen nun immer besser rein", sagt Kleinschrodt über den nächsten Gegner. "Das wird eine schwierige Aufgabe gegen eine gute Verbandsliga-Mannschaft. Die können an einen guten Tag jeden schlagen. Wenn wir aber so auftreten, wie in den letzten Spielen ist für uns etwas drin. Dann können wir das packen." Er rechnet mit einem robusten, kampfstarken Gegner. "Das ist eine Truppe, die die Tugenden an den Tag legt, die man im Allgäu braucht", sagt Kleinschrodt.

16. November 2018

Das Wunder von Bitzfeld

Mit seinen 44 Jahren wird Goran Dosenovic in dieser Saison immer mehr zum Spielertrainer. Beim 2:0-Sieg des TSV Bitzfeld in Scheppach stand er gar in der Startelf. "Es ist ein Wunder, dass es bei uns so gut läuft", sagt Dosenovic. Mit nur einer Niederlage in zwölf Spielen führen die Bitzfelder die Tabelle der Kreisliga B2 mit sechs Punkten Vorsprung an. "Wir haben in jedem Spiel drei, vier Veränderungen drin und können nicht richtig trainieren. Dienstags machen wir nur eine Laufeinheit, damit sich niemand verletzt, weil der Trainingsplatz so schlecht ist", sagt Dosenovic. Reihenweise sind die Spieler verletzt, krank, beruflich verhindert oder wie zuletzt statt in Scheppach auf einem Junggesellenabschied. Dabei verließ schon vor der Saison mit Denny Scholta und Robin Kreuzer ein 80-Tore-Sturm den TSV in Richtung Landesligist TSG Öhringen. "Dazu ging noch Julian Henn, das war nicht so einfach", sagt Dosenovic. Doch die Bitzfelder schafften es, das im Kollektiv zu kompensieren. 47 Treffer erzielten sie in 13 Spielen. Wichtiger ist Dosenovic aber die Zahl dahinter. Und diese lautet vier. Nur vier Gegentore kassierte der B2-Spitzenreiter. "Das ist entscheidend. Das war vor der Runde auch das Ziel, die Defensive zu stärken", sagt Dosenovic. "Es hilft natürlich, dass mit Steffen Keicher ein guter Torhüter dazu gekommen ist." Deshalb sagt Dosenovic zur momentanen Situation: "Das ist sogar ein Megawunder. Aber die Mannschaft hat jetzt einen anderen Charakter. Die Spieler haben begriffen, was nötig ist, wenn man Erfolg haben will. Wenn man die richtige Einstellung hat, reicht es in der Liga." Und die richtige Einstellung haben seine Mannen. "Jeder kämpft für den anderen", sagt Dosenovic, "das war vergangene Saison nicht immer so. Aber man muss abwarten, die Runde ist noch lang. Wir haben in diesem Jahr noch zwei schwere Spiele." Am Sonntag kommt die TSG Öhringen II nach Bitzfeld. Zum Jahresabschluss geht es zur SGM Niedernhall/Weißbach II. Beides Teams aus dem erweiterten Spitzenbereich. "Bei Öhringen muss man mal abwarten, wer aus dem Kader der ersten Mannschaft dabei ist. Aber wenn wir mit der richtigen Einstellung reingehen, ist auch das egal. Wir haben Selbstvertrauen. Wir sind der Tabellenführer. Alle gehen mit breiter Brust ran."

Die breite Brust fehlte zu Saisonbeginn bei einigen Konkurrenten. Auch davon profitieren die Bitzfelder momentan noch etwas. Da ist beispielsweise der SV Sindelbachtal, der zu den großen Favoriten gezählt wurde und sich bisher schwer tat. Vielleicht war das 6:0 gegen den Tabellenzweiten SV Berlichingen/Jagsthausen die Trendwende. Die Bitzfelder profitierten jetzt schon davon − sie bauten ihren Vorsprung dadurch auf sechs Punkte aus.

Es werden zwei richtungsweisende Kellerduelle am Sonntag in der Kreisliga A1: Das noch sieglose Tabellenschlusslicht FV Künzelsau (2 Punkte) empfängt den TSV Untersteinbach (6 Punkte) Parallel dazu treffen nicht weit entfernt der TSV Kupferzell und die SGM Bretzfeld/Verrenberg aufeinander. Beide Teams haben acht Punkte auf dem Konto. Bei dann noch einem ausstehendem Spiel in diesem Jahr ist klar: Die Verlierer gehen mit großen Sorgen in die Winterpause.

Einen Tag vorgezogen wurde das Bezirksliga-Derby zwischen der SG Sindringen/Ernsbach und der SGM Niedernhall/Weißbach. Es findet am Samstag um 14.30 Uhr statt. Für die SGSE ist es die Möglichkeit, den Druck auf die Verfolger zu erhöhen. Nach dem 1:0-Sieg gegen den TSV Michelfeld beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters neun Punkte auf den TSV Obersontheim. Noch sind die Sindringer ungeschlagen, dies soll auch nach dem Derby so bleiben. Allerdings ist Niedernhall/Weißbach schwer einzuschätzen. An einem guten Tag ist die SGM in der Lage, auch Spitzenteams zu ärgern. Eine Serie will auch der TSV Ilshofen II fortsetzen. Nach einem durchwachsenen Saisonstart ist der Bezirksligist nun seit vier Spielen ungeschlagen. Die letzten Erfolge machen nun auch für das Spiel gegen die Sportfreunde Bühlerzell Mut. Zuletzt wurde mit dem SV Wachbach der Vizemeister der vergangenen Saison bezwungen. Ilshofen II zeigte die nötige Aggressivität, die zu Saisonbeginn noch gefehlt hat. Nach der Niederlage im Spitzenspiel wollen die Michelfelder den Anschluss an die Spitze halten. Am Sonntag geht es zum Aufsteiger Markelsheim/Elpersheim. In der Mannschaft zurück sein wird Spielertrainer Nico Nierichlo nach seiner Gelb/Rot-Sperre.

Marc Schmerbeck

In den A- und B-Ligen stehen bis zum 2. Dezember noch zwei Spieltage auf dem Programm. Traditionell spielfrei ist der Totensonntag am 25. November. Die Bezirksliga-Vereine kicken in ihrer 17er Staffel zusätzlich am Samstag vor dem Totensonntag sowie nochmals am 9. Dezember.

Die kuriose Besonderheit in der Bezirksliga: Der Spieltag am 9. Dezember ist der Rückrundenspieltag der Hinrunden-Begegnungen vom Samstag, 24. November. Somit spielen die Vereine in zwei Wochen zwei Mal gegen den selben Gegner.

Für den FC Union Heilbronn heißt das: zwei Mal spielfrei. "Diese Idee ist auf meinem Schreibtisch entstanden", klärt der Fußball-Bezirksvorsitzende Ulrich Preßler auf. Er wurde damit den Wünschen der Bezirksliga-Vereine gerecht, die zwei Mannschaften im Spielbetrieb haben und diese jeweils am gleichen Sonntag daheim spielen lassen wollen. "Da die A-Ligen nach einem 16er-Schlüssel spielen und die Bezirksliga nach einem 17er-Schlüssel, wäre das auf normalem Weg nicht möglich gewesen", so Preßler.

Einzige Lösung: den Bezirksliga-Vorrunden-Spieltag vom 24. November − an diesem Wochenende pausieren die A-Ligen − einfach im Dezember anzuhängen, wenn sich die A- und B-Ligisten bereits in die Winterpause verabschiedet haben. Kompliziert und dennoch einfach.

Einen Trainerwechsel in seinen Mannschaften der Bezirksliga und Kreisliga B2 vermeldet der SV Heilbronn am Leinbach. Am Dienstag vergangener Woche sind Chefcoach Marco Tedesco und der spielende Co-Trainer Sandro Reinecke beim Bezirksliga-Vorletzten zurückgetreten. "Die Abteilungsführung wollte an uns festhalten", erzählt Tedesco. "Sandro und ich haben die Situation reflektiert. Wir haben uns hinterfragt und viel nachgedacht." Das Ergebnis war: "Wir sind für das Projekt SV Heilbronn die falschen Trainer und es ist besser, einen Schlussstrich zu ziehen." Zu wenige Spieler haben mitgezogen. "Wenn die Jungs keinen Bock auf Training haben, bringt das nichts", sagt Tedesco.

Die Zusammenarbeit mit dem SVH hat somit ein schnelles Ende gefunden. Dabei hätte es in diesem Sommer für Tedesco durchaus Alternativen gegeben. "Es wäre besser gewesen, erst das Gespräch mit meinem Heimatverein SC Amorbach zu suchen, bevor ich beim SVH unterschrieben habe", sagt Tedesco. Bei den Heilbronnern ist die Nachfolge derweil geregelt. "Ab sofort stehen bis zum Saisonende Agron Xhaferi und Mittelfeldspieler Billi Barmani in der sportlichen Verantwortung", berichtet Michael Strom, Technischer Leiter des SVH. "In der Winterpause wird die Situation neu bewertet und überdacht, da auch der ein oder andere Spieler den Verein zur Rückrunde verlassen will. Wir werden daher auf Spielersuche gehen müssen. Interessierte Akteure dürfen sich gerne bei uns melden."

Grund der abwanderungswilligen Akteure ist die fehlende Einstellung anderer Spieler sowie eine geringe Trainingsbeteiligung. "Auf uns wartet über den Jahreswechsel viel Arbeit. Wir werden aber alles dafür tun, die Liga zu halten", sagt Strom. Doch auch der Technische Leiter selbst ist amtsmüde. "Ich beende meine Tätigkeit zum Saisonende", verkündet Strom. Weitere personelle Veränderungen wird es auf der Abteilungs-Hauptversammlung Ende Februar, Anfang März geben.

"Abteilungsleiter Michael Allinger, sein Stellvertreter Klaus Schanzenbach und Kassiererin Ilona Noller stellen sich nicht mehr zur Wahl", klärt Strom auf. "Wir sind jetzt auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Verantwortung übernehmen wollen." Agron Xhaferi war bis zuletzt Trainer der zweiten SVH-Mannschaft. Neue Trainer des B2-Ligisten sind die Spieler Ivo Matijevic und Patrick Rungas.

Nach eineinhalbjähriger Pause hat sich die TG Offenau zu Beginn dieser Saison wieder in den Spielbetrieb eingliedert und geht in der Kreisliga B2 auf Punktejagd. Es gab viele, die diesem Neustart skeptisch gegenüberstanden und ihm wenig Überlebenschancen gaben. Doch die TGO hat sich im Ligabetrieb wieder etabliert und bei acht Niederlagen schon drei Spiele gewonnen. Auch das Torverhältnis des Tabellendrittletzten von 23:39 kann sich sehen lassen.

Immerhin haben sieben Mannschaften der Staffel weniger Tore als die Offenauer erzielt. "Wir haben neun Punkte eingespielt, das sind definitiv zu wenig, es hätten drei oder vier mehr sein können. Diese Zähler wurden teils unglücklich, teils leichtfertig verschenkt", ist Abteilungsleiter Jürgen Bader mit der Bilanz nicht ganz zufrieden. "Unsere Ergebnisse stimmen nicht immer, aber es sieht bei unserem bunt zusammengewürfelten Haufen ganz gut aus. Uns war bewusst, dass wir mit dem Neuanfang auf einen schweren Weg begeben." Es gab Spiele, in denen es funktionierte, und andere, in denen nichts klappte. "Das ist bei uns nicht anders als beim VfB Stuttgart, nur halt neun Ligen tiefer", scherzt Bader.

Spielertrainer Ilyas Sahin leistet gute Arbeit, doch auf dem Weg in den einstelligen Tabellenbereich ist Geduld gefragt. "Leider hat uns schon der ein oder andere Spieler wieder verlassen. Unser Kader ist mit mehr als 20 Spielern aber immer noch gut besetzt", sagt Bader. Das Problem ist, die Jungs, die nicht zum Einsatz kommen, bei Laune zu halten. Pro Spieltag können nicht mehr als 15 Akteure eingesetzt werden. Und ein Reserveteam gibt es nicht.

Das war bitter. Auch noch Tage danach schmerzt die 3:4-Niederlage des Oberligisten Neckarsulmer Sport-Union beim SSV Reutlingen. "Den nächsten Schritt" hatte NSU-Trainer Marcel Busch vor dem Spiel beim Tabellenzweiten von seinen Jungs gefordert. Endlich einmal sollte gegen eines der Topteams gepunktet werden. Diesen Schritt hatte die NSU bei einer 3:1-Führung nach 73 Minuten auch schon gemacht. Doch dann geriet die Mannschaft unerwartet ins Stolpern. Nun nimmt das Team den nächsten Anlauf für den nächsten Schritt.

Diesen Samstag (14.30 Uhr) wird im letzten Heimspiel vor der Winterpause der Fünftplatzierte FSV 08 Bissingen erwartet. Eine Woche später wird freitags beim FC Nöttingen gespielt, bevor am 1. Dezember das Sportjahr mit der ersten Rückrundenpartie beim SV Oberachern abgeschlossen wird.

"Die Jungs sind schon gefestigt, ich musste sie nach dem Spiel in Reutlingen aber schon etwas aufbauen und habe ihnen gesagt, dass uns so eine Niederlage stärken muss", erzählt Marcel Busch. "Wir haben das am Montag nochmals thematisiert. Das war schon ein Tiefschlag, der nur verarbeitet werden kann, wenn man die Mentalität an den Tag legt, daraus Kraft zu schöpfen und sich weiter zu entwickeln."

Gegen Bissingen hat die Mannschaft Gelegenheit, es besser zu machen. "Der Wille und der Mut ist von unserer Seite definitiv vorhanden", sagt Busch. "Die Historie hat gezeigt, dass wir gegen diesen Gegner immer unsere Möglichkeiten bekommen. Klar ist aber, da muss bei uns alles passen. Und das nicht nur über 75, sondern über 90 Minuten."

Mit welcher Taktik gegen Bissingen gepunktet werden soll, lässt der Trainer offen. In Reutlingen trat die Mannschaft so auf, wie man es von der NSU eher nicht gewohnt ist. "Wir haben deutlich tiefer und passiver gespielt. Das Hauptaugenmerk lag auf Ballgewinn und dem schnellen Umschaltspiel", erzählt Busch von seinem 4-1-4-1-System. "Das wurde dann 75 Minuten lang richtig gut umgesetzt, Reutlingen war schon der Verzweiflung nahe."

Diese taktische Variante wäre auch gegen Bissingen möglich. "Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher. Es ist auch denkbar, dass wir wieder mehr in das Spiel investieren", macht es Busch auch davon anhängig, welches Personal am Samstag zur Verfügung steht.

Maxi Gebert und Jesse Weippert standen bereits vergangene Woche auf dem Sprung zurück in den Kader. Auch für Bissingen ist ihre mögliche Rückkehr mit einem Fragezeichen versehen. "Die Jungs müssen sich fit fühlen, da gehen wir kein Risiko ein", sagt Busch. Gleiches gilt für Sebastian Kappes, der sich im Abschlusstraining für das Reutlingen-Spiel verletzte.

Im ersten Oberliga-Jahr jubelten die Neckarsulmer gegen den FSV über zwei Siege, vergangene Saison trennte man sich zwei Mal unentschieden. Ein Dreier wäre wichtig, um den Kontakt zu den einstelligen Rängen aufrecht zu erhalten. Aktuell ist die NSU Elfter, der Rückstand auf den Neunten Ilshofen beträgt drei Punkte und der Vorsprung auf die mit Platz 13 beginnende abstiegsgefährdete Tabellenregion vier Zähler. "Es ist das letzte Heimspiel in diesem Jahr, da ist es eine zusätzliche Motivation für uns, vor eigenem Publikum nochmals zu punkten", sagt Trainer Busch. "Ein Sieg gegen Bissingen wäre die richtige Medizin gegen die schmerzliche Niederlage in Reutlingen."

10. November 2018

Teams mit ähnlichen Anlagen

Man kennt sich. Man schätzt sich. Aber man wird sich diesen Samstag auch bekämpfen. Das Nachbarschaftsduell zwischen dem TSV Pfedelbach und dem SSV Gaisbach wird um 14.30 Uhr sicherlich kein Freundschaftsspiel. Beide Teams benötigen in der Landesliga noch ihre Punkte.

Die Parallelen sind groß. Sowohl die gastgebenden Pfedelbacher als auch die Gaisbacher haben nach zwölf Spielen 19 Punkte − also nur drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Germania Bietigheim.

Der Sieger wird dementsprechend den Anschluss an die Spitzengruppe halten. "Sollten wir gewinnen", sagt Gaisbachs Trainer Florian Megerle, "vergrößern wir damit den Abstand nach hinten." Beim Absteiger wird in Richtung Abstiegsplätze geschaut, nicht in Richtung Spitze. "Es ist zwar schön, oben dabei sein zu können, aber es sind auch nur sechs Punkte auf Satteldorf." Das Landesliga-Klassement ist so eng beisammen wie selten. Platz eins und neun trennen nur vier Zähler. Platz zwei und 13 acht. "Man muss immer wieder punkten, auch gegen starke Mannschaften, darf keine Niederlagenserie haben", sagt Megerle.

Beide Teams starteten schwach in die Saison, legten dann zu, um im Moment schwankende Ergebnisse abzuliefern. "Unser Lauf war nach dem Start gut. Gegen Oeffingen haben wir dann etwas unglücklich nicht gewonnen. Pflugfelden am vergangenen Spieltag war dann einfach gut", sagt TSV-Trainer Martin Wöhrle. Für ihn war Pflugfelden das bisher stärkste Team gegen das seine Mannschaft spielte. Nun steht das Nachbarschaftsduell an. Im Januar trennten sich Pfedelbach und die Gaisbacher in einem Testspiel 1:1. "Da haben wir gesehen, dass wir auch in Pfedelbach bestehen können. Ansonsten haben wir dort noch nicht viel geholt", sagt Megerle. Und so gibt ein Freundschaftsspiel Selbstvertrauen für den Ernstfall. "Das Spiel wird sicher was hergeben. Die sind spielstark, beide Mannschaften sind offensivstark", sagt Wöhrle.

Bei den Pfedelbachern wird Sergen Uzuner pausieren müssen. In Pflugfelden zog er sich eine Platzwunde an der Augenbraue zu. "Das war einfach unglücklich, ein Zusammeprall", sagt Wöhrle. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Matthias Cebulla, dafür ist Marvin Hilkert wieder einsatzbereit. Ein Fragezeichen steht hinter Toptorjäger Marco Rehklau. "Er hatte immer wieder muskuläre Probleme und ist noch noch nicht bei 100 Prozent", erklärt Wöhrle. Bei Gaisbach fällt weiter Kevin Gfrärer auf unbestimmte Zeit aus und David Kalis muss pausieren. Über Gaisbach sagt Wöhrle: "Das ist eine Mannschaft, die gewachsen ist. Die haben sich ähnlich wie wir entwickelt. Sie sind relativ konstant und kompakt. Das wird jedenfalls ein enges Spiel."

Megerle sagt über Pfedelbach: "Ich bin mir sicher, dass es ein sehr intensives Spiel wird. Beide Mannschaften haben unter Beweis gestellt, dass sich sehr viel durch Fitness ausrichten lässt. Pfedelbach ist keine Mannschaft, die sich nach einem Torerfolg ausruht. Es ist schon beeindruckend, was bei denen im Verein für eine Energie frei gemacht werden kann. Wir haben beide eine ähnliche Spielanlage, Pfedelbach besitzt aber vielleicht eine etwas bessere individuelle Klasse."

Spannung scheint im Nachbarschaftsduell vorprogrammiert.

10. November 2018

VfR vor Spitzenspiel und Derby

Nachdem der VfR Gommersdorf mit sieben Siegen in die Saison der Landesliga Odenwald gestartet war, kassierte das Team Ende September mit dem 2:3 gegen den FV Mosbach die erste Niederlage. Damals meinte VfR-Teammanager Daniel Gärtner: "Dann starten wir eben eine neue Serie". Und das taten die Gommersdorfer dann auch. Der 2:1-Arbeitssieg vergangenen Sonntag gegen den Vorletzten SV Neunkirchen war der siebte Sieg in Folge für die Jagsttäler im Rahmen ihrer zweiten Erfolgsserie.

Am heutigen Samstag (14:30 Uhr) steht nun das Lokalderby beim TSV Oberwittstadt an. Endet nun auch die zweite Serie im achten Spiel? Der gastgebende Tabellendritte liegt zwar mit 33 Punkten gebührend auf Abstand zum Führungsduo VfR Gommersdorf (42 Punkte) und SpVgg Neckarelz (40), doch sind die "Wittschter" ein unangenehmer Gegner für den VfR. Wenn jemand dem VfR die nächste Niederlage beibringen kann, dann die Grün-Weißen aus dem Ravensteiner Stadtteil.

Und just vor diesem Spiel haben die Gommersdorfer Personalsorgen. "Eins zu eins die Angreifer Markus Gärtner und Max Schmidt zu ersetzen ist nicht einfach", sagte VfR-Trainer Thomas Nohe vor dem Spiel gegen Neunkirchen und bekräftigte dies nochmals vor der Partie in Oberwittstadt.

Tom Stöckel war ein guter Vertreter von Torjäger Schmidt (12 Tore)und erzielte seinen vierten Saisontreffer. Da Patrick Mütsch wegen einer Grippe ebenfalls passen musste, war Trainer Nohe erneut zu Umstellungen gezwungen. "Personell haben wir aus dem letzten Loch gepfiffen", sagte Nohe. "Aus dem Kader standen aus unterschiedlichen Gründen acht Feldspieler nicht zur Verfügung."

Auf der Feier vergangenen Samstag des TSV Oberwittstadt "Zehn Jahre Landesliga" hielten sich deren Spieler zurück, am Tag darauf holten sie beim SV Königshofen einen verdienten 2:0-Sieg. Namhafte Neuzugänge mit Sebastian Walz (FSV Hollenbach), Jan Reuther (U19 Hollenbach) und Andreas Beckmann (SV Osterburken) stießen im Sommer zu den Grün-Weißen. Dazu noch Andreas Rüttenauer vom Fusionsverein SV Ballenberg.

Er ist mit seinen zehn Treffern in der Spitzengruppe der Torschützenliste. Durch die Auffrischung hat jetzt TSV-Trainer Dominik Lang öfters die Qual bei der Wahl. Der letztjährige Vizemeister hat zwei Niederlagen einstecken müssen, bei der SpVgg Neckarelz (0:4) und gegen den TSV Tauberbischofsheim (1:2). Die "Wittschter" präsentieren sich im bisherigen Saisonverlauf so, wie sich das viele Fußballexperten vorgestellt hatten.

VfR-Trainer Nohe hofft auf die Rückkehr von Mütsch. Unter der Woche kehrte Sascha Silberzahn von seiner Reise um den Globus zurück und Julian Reuther hat nach seinen Leistenproblemen das Training aufgenommen.

"So reduziert sich die Ausfallquote zumindest teilweise. Oberwittstadt ist ein Titelanwärter. Insgesamt erkennt man, dass man sich in O-Town schon was vorgenommen hat", sagt der Gommersdorfer Trainer und fügt noch an, dass es ein sehr schweres Spiel für seine Mannschaft wird.

Im Achtelfinale des badischen Verbandspokals vor wenigen Wochen haben es die Gommersdorfer schon einmal vorgemacht wie es nun erneut klappen könnte. Da siegten die Jagsttäler in Oberwittstadt mit 4:1. "Wir werden trotz der personellen Probleme natürlich versuchen was mitzunehmen", gibt sich VfR-Trainer Nohe noch längst nicht geschlagen.

Die Fußball-Landschaft in Heilbronn hat sich gewaltig verändert. Türkspor Heilbronn, Amaselo Heilbronn und der VfB Sontheim sind Geschichte. Ebenso der ESV Heilbronn (aufgegangen in der TG Böckingen). Der TSV Sontheim und die TG Heilbronn sind zur TSG Heilbronn fusioniert, der VfL Neckargartach und die Spvgg Frankenbach zum SV Heilbronn am Leinbach.

Die Heilbronner Spvgg und der VfR Heilbronn sind im FC Heilbronn aufgegangen, der mit den Kickern der Union Böckingen zum FC Union Heilbronn verschmolz. Auch den DJK/SB Heilbronn gibt es als Fußballclub nicht mehr.

Weiterlesen: Abstiege, Pleiten und Affären im Heilbronner Fußball

Übrig geblieben sind der ASV Heilbronn, SC Böckingen, SSV Klingenberg sowie der FC Kirchhausen und TSV Biberach. In den WFV-Spielbetrieb eingegliedert haben sich Plavi Heilbronn (heute Blau-Weiß Heilbronn), FC Botan Heilbronn und die Aramäer Heilbronn. Der neugegründete VfR Heilbronn 96/18 ist ein neuer Verein, der die Tradition des alten VfR 1896 aufgegriffen und verinnerlicht hat.

Stolz darüber, weiterhin zu existieren

"Wir sind einer der letzten noch existierenden Heilbronner Fußball-Traditionsvereine", sagt Cengiz Aydügün, Sportkoordinator des SC Böckingen nicht ohne Stolz. Gegen Ende der 1920er Jahre war der SCB vier Mal württembergischer Meister. Aktuell ist der Club Tabellendritter der Kreisliga A3. Geht es nach Aydügün, soll sich das zum Ende dieser Saison ändern. "Unser Ziel ist der Aufstieg in die Bezirksliga. Platz drei wäre eine Enttäuschung", sagt der umtriebige Funktionär.

Schon in der vergangenen Saison wollte der SCB ganz vorne mitspielen, ein schwacher Saisonstart verhinderte dies jedoch. Auch in die aktuelle Punktrunde ist die Mannschaft unter dem neuen Spielertrainer Timo Schwab enttäuschend gestartet. Das Team hat sich inzwischen jedoch gefangen. "Die Auswirkungen unseres Fehlstarts sind diesmal weitaus geringer", sagt Aydügün. "Die Kreisliga A3 ist in dieser Saison in der Spitze wesentlich ausgeglichener besetzt. So dominante Teams wie zuletzt der FC Union Heilbronn und der TGV Dürrenzimmern gibt es nicht. Es wird diesmal keinen Alleingang geben. Wir tun alles, um aufzusteigen."

Und so sind in der Winterpause weitere Verstärkungen eingeplant. Vermeldet werden kann bereits der Wechsel von Mittelfeldspieler Alagie Faye vom VfB Eppingen II. "Wir sind zudem mit zwei Spielern aus der Landesliga und Bezirksliga im Gespräch", berichtet Aydügün. In der Bezirksliga hat der SC Böckingen letztmals in den 90er Jahren gespielt. 1996 wurde der Verein Meister der B-Liga und 1997 der Kreisliga A. Doch es folgte direkt ein zweifachen Abstieg zurück in die B-Liga. "Das soll uns nicht wieder passieren", ist Aydügün zuversichtlich, sich nach dem Aufstieg in der Bezirksliga auch halten zu können.

FC Union blickt nach oben

Wie der SC Böckingen, so schaut auch Platznachbar FC Union Heilbronn zumindest mittelfristig in der Tabelle ganz nach oben. "Wir wollen in den nächsten Jahren die Nummer eins in Heilbronn werden", sagt Werner Schmidt, zweiter Vorstand des FCUH und seit dem Rücktritt von Michael Grond im August kommissarischer Vereinschef. "Ob und wann das eintrifft, wird man sehen. Es sollte aber in den nächsten zwei oder drei Jahren möglich sein. Das wird kein Selbstläufer, sondern ein harter und steiniger Weg."

Aktuell belegt das Team in der Bezirksliga Platz zwei hinter dem VfL Brackenheim. "Der Aufstieg in die Landesliga schon zum Ende dieser Runde wäre wünschenswert, ist aber kein Muss, das Potenzial dazu ist jedoch vorhanden und es wäre somit keine Überraschung." Was den neuen VfR Heilbronn betrifft, ist Schmidt der Meinung: leben und leben lassen.

"Was dort geleistet wird, ist beachtenswert. Wir verfolgen das Geschehen mit Interesse, sehen den Verein aber nicht als Nachfolger des alten VfR", macht Schmidt deutlich, dass der neue VfR über keine Tradition verfügt. "Die Tradition des ehemaligen VfR Heilbronn ruht beim FC Union Heilbronn."

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