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Heilbronner Pilotprojekt öffnet sich für andere Vereine

Anpfiff ins Leben Heilbronn ist künftig nicht nur auf den FC Union beschränkt. Wie die Förderung mit Sport, Schule, Beruf und Soziales aussieht, darüber spricht Ex-Profi Martin Lanig.

Es war im Jahr 2001 als Dietmar Hopp, Mäzen des Bundesligisten TSG Hoffenheim, über seine Stiftung das Jugendförderkonzept Anpfiff ins Leben an den Start brachte. Die Philosophie des gemeinnützigen Vereins basiert auf den vier Säulen Sport, Schule, Beruf und Soziales. In der Metropolregion Rhein-Neckar wächst seitdem die Zahl der Vereine, die dieses Konzept als Kooperationspartner übernehmen. Seit 2019 zählt der FC Union Heilbronn als erster Verein in Württemberg dazu.

"Es ist ein Pilotprojekt", berichtet Ex-Profi Martin Lanig, neben Dominik Hager einer von zwei Koordinatoren in Heilbronn. Der frühere Bundesliga-Spieler (Hoffenheim, VfB Stuttgart, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt) ist seit Sommer 2020 dabei. "Alles, was sich beim FC Union Heilbronn in der Jugendarbeit abspielt, geschieht unter der Regie und Verantwortung von Anpfiff ins Leben im Rahmen einer 360-Grad-Förderung", erzählt Lanig.

Auf Wachstumskurs in Heilbronn

Das Projekt ist nach knapp zwei Jahren den Kinderschuhen entwachsen und befindet sich nun auch in Heilbronn auf Expansionskurs. "Aktuell ist es noch so: Nachwuchsspieler, die an der speziellen Förderung teil haben wollen, müssen Mitglied des FC Union Heilbronn sein", sagt Lanig. Dies soll sich ändern, vielleicht schon in diesem Sommer, spätestens aber 2022.

"Die Vision war schon immer, dieses Projekt beim FCUH zu starten, um sich dann zu gegebener Zeit für andere Vereine in Heilbronn zu öffnen, so dass auch diese davon profitieren können. Die Jugendspieler bleiben dann bei ihrem Verein", macht Lanig zudem deutlich. Anpfiff sei nicht der FC Union Heilbronn, sondern arbeite vereinsübergreifend und sportartenunabhängig. "Auch Handball- oder Eishockey-Vereine können die Angebote von Anpfiff ins Leben nutzen. Junge Sportler in Heilbronn sollen im Rahmen dieser 360-Grad-Förderung begleitet werden."

Künftig noch mehr Trainer

Wird Anpfiff ins Leben in der Metropolregion Rhein-Neckar durch die Dietmar-Hopp-Stiftung finanziert, steht hinter Anpfiff Heilbronn die Dieter-Schwarz-Stiftung. "Da gibt es den sportlichen Bereich. Wir werden zum Beispiel ab Sommer mindestens zwölf lizenzierte Trainer zur Verfügung haben", berichtet Lanig. Mit dabei sind dann auch Günter Major (Nachwuchs-Scout TSG Hoffenheim), Kevin Häußer und Viktor Enns - drei langjährige Fördertrainer des DFB-Stützpunkts Heilbronn.

"Der Sport ist unser Einstieg. So können wir die Kinder an unsere pädagogischen Themen heranführen. Im schulischen Bereich bieten wir unter der Leitung von Lehrkräften eine Nachhilfe, Hausaufgaben- und Prüfungsbetreuung an", sagt Lanig. "Es ist ein Angebot, das jeder Jugendspieler für sich in Anspruch nehmen und flexibel auf jeden einzelnen abgestimmt werden kann." Darüber hinaus werden Jugendliche auch nach dem Schulabschluss beim Übergang ins Studium, Duales Studium oder in eine Berufsausbildung begleitet, sofern sie das wollen. "Wir haben beim Arbeitsamt einen direkten Ansprechpartner und durch die Schwarz-Unternehmensgruppe einen weiteren Partner im Hintergrund, der mit seinen anhängenden Unternehmen viele Bereiche abdeckt."

Man kümmert sich um die Belange abseits des Spielfelds

Es ist eine umfassende, eben eine 360-Grad-Förderung. "Wir bauen ein berufliches Netzwerk auf, helfen bei der beruflichen Orientierung, bei Bewerbungen, vermitteln Praktika. Es ist unser Konzept, Kinder von jungen Jahren bis ins Berufsleben hinein bestmöglich zu unterstützen", erklärt Lanig. "Dies alles ist problemlos auf andere Vereine skalierbar. Wie dieses Andocken an die Anpfiff-Welt in Heilbronn aussehen kann, muss mit den weiteren Kooperationspartner individuell geplant werden." Die Anpfiff-Trainer kommen zu den Vereinen, bieten neben der Jugendförderung auch Trainerfortbildungen an.

"Wir haben den Anspruch, allen Kindern aus Heilbronner Vereinen dieses Angebot anbieten zu wollen", macht Lanig deutlich, dass es unerheblich ist, ob in der Kreis- oder Landesstaffel gespielt wird. Die Fluktuation von Jungs raus aus Heilbronn soll verhindert werden. Bereits abgewanderten Akteuren sollen Anreize für eine Rückkehr gesetzt werden. "Wir wollen Plattformen bieten für den Breitensport, wie auch für den leistungsorientierten Fußball, diese Strukturen haben wir geschaffen. Jeder wird bestmöglich in seiner Entwicklung gefördert, sportlich wie auch in den gesellschaftlich-sozialen Bereichen."

Alexander Bertok
Das Projekt
Das Projekt "Anpfiff ins Leben Heilbronn" ist nicht mehr allein auf den FC Union Heilbronn beschränkt. Martin Lanig (Mitte) und sein Team sind auf der Suche nach weiteren Kooperationsvereinen. (Foto: privat)

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