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Hoffenheim zwischen Europa-League-Frust, Corona-Angst und aktuen Personalsorgen

Im Heimspiel gegen Werder Bremen muss Trainer Sebastian Hoeneß fast auf die gesamte Abwehrformation verzichten. Taktische Umstellungen sind denkbar.

Die Hoffenheimer Spieler wurden ihren Frust noch im Estadio de la Cermica des FC Villarreal los. Mal kurz und knapp wie Oliver Baumann. "Das geht gar nicht", grantelte der TSG-Torwart nach dem 3:3 bei Molde FK. Unerklärlich sei es, die 3:1-Führung noch aus der Hand gegeben zu haben. Christoph Baumgartner wählte lieber deftige Worte. "Wenn man gefühlt ein Prozent weniger macht, dann ist es scheißegal gegen welche Mannschaft, dann reißen die dir den Arsch auf."

Autsch. Schmerzhaft war der Trip in den Süden, weil die TSG Hoffenheim mal wieder fahrlässig eine bessere Ausgangssituation verspielte. Sie ist immer noch gut mit Blick auf das Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League am Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN), aber eben nicht so brillant wie sie sein müsste. Angesichts von 25:9-Torschüssen und einer leichtfertig verspielten 3:1-Führung, die Doppeltorschütze Munas Dabbur (8./28.) und Christoph Baumgartner (45.) ermöglichten. Eirik Ulland-Andersen (70.) und David Datro Fofana (74.) trafen für die Norweger zum Ausgleich. Oliver Baumann bekam als ärmster TSG-Tropf exakt vier Schüsse auf sein Tor - und durfte drei Mal den Ball aus dem Tornetz holen.

Erst Rudy, nun Dabbur: Individuelle Aussetzer verhindern bessere Ergebnisse

Es passt zu dieser Hoffenheimer Saison, dass zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ausgerechnet der Beste im TSG-Trikot entscheidend patzte. "Es ist unglücklich für die Jungs, das gehört aber zum Fehlerspiel Fußball dazu", sagt Trainer Sebastian Hoeneß. Am vergangenen Samstag beim 2:2 gegen Borussia Dortmund erwischte es Sebastian Rudy mit einem Fehlpass, nun kostete der Elfmeter-Fehlschuss von Munas Dabbur in der 63. Minute das mögliche 4:1.

"Darauf herumtreten, das halte ich für nie gut", sagte Hoeneß am Freitagnachmittag, rund 17 Stunden nach dem 3:3. Der TSG-Trainer muss seine verbliebenen Schützlinge ja auch vorsichtig behandeln. Sind ja nimmer so viele da. Die Qual der Wahl in Sachen Personal, Sebastian Hoeneß hätte sie gerne mal wieder. Stattdessen ist es wie in einem Kinderabzählreim: Immer noch einer geht verschütt.

Hoeneß" Personalsorgen nehmen nicht ab

Zehn TSG-Profis fehlten schon vor dem Trip nach Spanien, dazu gesellen sich jetzt noch Mijat Gacinovic, der gegen Molde umknickte. "Er wird aller Voraussicht nach ausfallen", sagt der TSG-Coach mit Blick auf das Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag (18 Uhr/Sky). Abwehrchef Kevin Vogt fehlt aufgrund einer Sperre (fünfte Gelbe Karte). Und Stefan Posch musste nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne. Dem 23-Jährigen geht es gut, er ist ohne Symptome.

Heißt: Drei von fünf Akteuren, die zuletzt die Abwehrformation bildeten, fallen nun auch noch aus. "Die Abwehr stellt sich fast von alleine auf", sagt Hoeneß mit Blick auf acht verletzte Defensivspezialisten. Der akute Mangel an einsatzfähigen Innenverteidigern (nur Kasim Adams, Chris Richards und Melayro Bogarde sind fit) führt zu Überlegungen, ob eine Viererkette mit nur zwei Innenverteidigern die Lösung sein könnte. Der Österreicher Posch wurde zuletzt zum elften Hoffenheimer Covid-Patienten dieser Saison. Noch so eine Statistik, bei der man im Kraichgau liebend gerne darauf verzichten würde, sie anzuführen. Droht nun die nächste Corona-Welle, die nächste Hotspot-Kabinen-Inzidenz? "Ich hoffe sehr, dass es keine Corona-Welle wird", sagt Hoeneß. Die Spieler werden nun wieder täglich getestet. "Wir gehen sensibel mit dem Thema um", sagt Hoeneß: "Natürlich können wir das nicht gebrauchen, aber das hatten wir ja schon."

Zweckoptimismus gegen den Tabellennachbarn

So bleibt dem 38-Jährigen nicht mehr, als irgendwie Optimismus auszustrahlen. "Wir wollen versuchen, das Spiel zu nutzen, um an ihnen vorbeizuziehen", sagt er mit Blick auf das Heim-Duell mit den punktgleichen Tabellennachbarn aus Bremen.

Leichter als gegen die europäischen Nordlichter aus Molde wird es gegen die deutschen Nordlichter gewiss nicht. "Es ist nicht so einfach gegen sie Chancen zu kreieren, sie kassieren wenig Gegentore." Letzteres würde er gerne auch mal wieder über seine Mannschaft sagen.

Florian Huber
Hoffenheims Torwart Oliver Baumann (links, hier im Duell mit Moldes Björn Bergmann Sigurdarson) war am Donnerstag der ärmste Tropf. Vier Schüsse kamen auf sein Tor, drei davon waren drin.
Hoffenheims Torwart Oliver Baumann (links, hier im Duell mit Moldes Björn Bergmann Sigurdarson) war am Donnerstag der ärmste Tropf. Vier Schüsse kamen auf sein Tor, drei davon waren drin. (Foto: dpa )

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