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Hoffenheim auf der letzten Rille in die Mini-Pause

Die TSG Hoffenheim nimmt nach dem Pokal-Aus einige Hausaufgaben und Sorgen mit in die ganz kurze Weihnachtspause. Die ist wegen des Corona-Testzyklus sehr kurz.

Der letzte Sprint des Jahres begann, als Andrej Kramaric sein Trikot losgeworden war. Ein glücklicher Fürther sicherte sich am Mittelkreis sein persönliches Souvenir ans Happy End nach einem langen Pokal-Abend. In seinem blauen Unterhemd stürmte der Kroate los, das Hoffenheimer 6:7 (2:2 nach Verlängerung) im Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten war erst wenige Sekunden alt. Schnurstracks ging es vom Feld, als ob draußen vor der Arena die Mitfahrgelegenheit in den Urlaub warten würde.

Nur die TSG hat die Bayern besiegt

Dieser epische Abend mit einem ebenso langen wie kuriosen Elfmeterschießen vollendete ein Hoffenheimer Heimspiel-Jahr voller einprägsamer Erlebnisse wie das 0:6 und den Fast-Abbruch gegen die Bayern im Februar, vielen Heimniederlagen, drei Europa-League-Erfolgen und der Gewissheit, das einzige Team auf diesem Planeten gewesen zu sein, das den FC Bayern München im Jahr 2020 besiegt hat. Und zwar Ende September mit 4:1.

Am Dienstagabend war nicht nur der Tank leer, sondern auch die Reifen heruntergefahren. Florian Grillitsch (Bauchmuskelzerrung gegen Gladbach), Diadie Samassekou (Überlastungserscheinung) und Dennis Geiger (muskuläre Probleme) fehlten, weshalb beispielsweise Christoph Baumgartner spielen musste. "Der Baumi ist aber sowas von auf der letzten Rille gegangen", sagte Trainer Sebastian Hoeneß über den jungen Österreicher, der "die meisten Minuten in den Beinen hat", wie es sein Trainer formulierte.

Nur fünf Tage ohne Test sind drin

Das dringend notwendige Durchschnaufen und Regenerieren fällt kurz aus. Mehr als fünf freie Tage sind in der kurzen Weihnachtspause für die Hoffenheimer Profis nicht drin. Das hängt nicht nur mit dem nächsten Bundesliga-Heimspiel am 2. Januar gegen den SC Freiburg zusammen, sondern auch mit der Taktung bei den vorgeschriebenen PCR-Tests. "Es dürfen nicht mehr als fünf Tage zwischen zwei Tests vergehen", sagt Sebastian Hoeneß.

Am Mittwoch standen nochmals Corona-Tests auf dem Programm, das Pokal-Aus wollte auch noch besprochen sein. Am 28. folgt die nächsten Corona-Testreihe, am 29. Dezember startet die Vorbereitung aufs Freiburg-Spiel. Weihnachten in der Heimat ist nicht jedem vergönnt. "Bei Auslandsreisen sind wir an die Bestimmungen für die einzelnen Länder gebunden", sagt Sebastian Hoeneß. "Den Akku vollladen - und dann wieder zurückkommen", das ist die Devise vom Mijat Gacinovic.

National ist die TSG noch nie ohne Gegentor geblieben

Seinem Trainer dürfte es schwerer fallen, Abstand zu gewinnen. Das letzte Pflichtspiel ohne Hoffenheimer Gegentor gegen einen nationalen Kontrahenten datiert vom 34. Spieltag der Vorsaison (4:0 in Dortmund). Weder im DFB-Pokal, noch in der Liga gab es 90 Minuten ohne gegnerischen Wirkungstreffer.

Die mangelnde Defensivstabilität zieht sich wie ein langer Faden in Hoffenheim-Blau durch die bisherige Spielzeit. Die beiden ersten Fürther Chancen führten in jeder Halbzeit zu einem Gegentor. "Ob das Zufall ist? Das glaube ich nicht", sagt Sebastian Hoeneß: "Mit der ersten Situation holst du bei einer 1:0-Führung den Gegner zurück, einen Underdog, der dann das Gefühl hat, hier könnte was gehen." Und tatsächlich ging einiges für die insgesamt besseren klassentieferen Gäste. Der fehlende Hallo-Wach-Effekt ist TSG-Gesprächsthema: "Wir müssen uns mit diesem Thema auseinandersetzen", sagt Hoeneß.

Sorgen machen die beiden Außenbahnen

Andere Fragen betreffen das Personal. Den von Alfred Schreuder zum Linksverteidiger umgeschulten Robert Skov sieht Sebastian Hoeneß offensichtlich in offensiverer Rolle. Ryan Sessegnon war am Dienstagabend über 120 Minuten der große Schwachpunkt im TSG-Team. Hoffnung macht immerhin die baldige Rückkehr von Pavel Kaderabek (Wadenprobleme) rechts, denn Stefan Posch und Kevin Akpoguma sind eben gelernte Innenverteidiger. Joshua Brenet gehörte seit einem Monat nicht mehr zum Spieltagskader.

Auch die Offensive kennt Sorgenkinder. Neuzugang Mijat Gacinovic versäumte es auch gegen Fürth, Werbung in eigener Sache zu machen. Der erst 18-jährige Melayro Bogarde besaß den Mut, im Elfmeterschießen anzutreten (und zu scheitern), während der weitaus erfahrenere Stürmer Ishak Belfodil nicht zu den ersten acht TSG-Schützen im Elferschießen zählte.

Florian Huber
Gesenkte Häupter: Ishak Belfodil und seine Hoffenheimer Teamkollegen verlassen nach dem bitteren Elfmeter-Aus den Ort der Niederlage. Der DFB-Pokal-Wettbewerb ist für die TSG Hoffenheim beendet.
Gesenkte Häupter: Ishak Belfodil und seine Hoffenheimer Teamkollegen verlassen nach dem bitteren Elfmeter-Aus den Ort der Niederlage. Der DFB-Pokal-Wettbewerb ist für die TSG Hoffenheim beendet. (Foto: dpa)

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