News

Bloß nicht unterschätzen: Hoffenheim vor dem letzten Kraftakt des Kalenderjahres gegen Fürth

Als die TSG Hoffenheim zuletzt im Pokal den Zweitligisten Fürth empfing, musste danach der Trainer gehen. Dieses Schicksal droht Sebastian Hoeneß nun nicht. Ein schöner Schluss soll das komplizierte Jahr 2020 zieren.

Ob Holger Stanislawski im Weihnachtstrubel seines Supermarkts in Hamburg kurz innehält und an seine Trainer-Vergangenheit denkt, wenn am Dienstagabend die TSG Hoffenheim die SpVgg Greuther Fürth (18.30 Uhr/Sky) im DFB-Pokal empfängt? Klingelt sein Handy bei einem TSG-Tor? Übertönt der Toralarm die betriebsame Hektik in den Gängen seines Rewe-Markts in Winterhude?

Hoffenheim und der DFB-Pokal, das war mal eine Liebesbeziehung. Damals, als die Kraichgauer noch kein Erstligist waren, der Trainer Hansi Flick hieß und man als Drittligist für Furore sorgte.

Als Stani winkte und gehen musste

Als Erst- und Zweitligist war immer spätestens im Viertelfinale Endstation. Sieben Mal schon. Am bittersten dabei sicher das TSG-Aus im Februar 2012. Ein Heimspiel gegen Fürth sorgte für mächtig Frust. Nach dem 0:1 wurde Trainer Holger Stanislawski als Fan-Liebling gefeuert und durch Markus Babbel ersetzt. "Stani, wir lieben dich", sangen die TSG-Anhänger damals in der Südkurve nach dem Abpfiff.

Es nutzte nix. Nur ein Sieg in zehn Ligaspielen war zu wenig, dazu noch das Pokal-Aus gegen den Zweitligisten aus Fürth. Auch in Köln wurde der kauzige Trainer-Typ später nicht dauerhaft glücklich. Dafür nun aber als Herr über 120 Supermarkt-Mitarbeiter. Feuer-Gefahr, wie im Februar 2012, besteht Ende 2020 bei Hoffenheims Sebastian Hoeneß nicht. "Wir haben ein klares Ziel, wir wollen im Pokal weit kommen. Dafür muss man Fürth schlagen", sagt der 38-Jährige vor der finalen Partie des Kalenderjahres und der folgenden Mini-Pause mit gerade einmal fünf trainingsfreien Tagen. Für die TSG ist es das erste Heimspiel im DFB-Pokal seit mehr als sechs Jahren, der Gegner von damals (Zweitligist FSV Frankfurt, 5:1) kickt mittlerweile in der Regionalliga Südwest.

Das 2:1 in Gladbach habe seiner Elf sehr gutgetan. "Das war spürbar", sagt der Trainer. Nun stehen die letzten 90 plus x Minuten an, der späte Schwung von Gladbach soll die Kraichgauer erstmals in drei Wettbewerben überwintern lassen. Wobei Winter ja nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren.

Sebastian Hoeneß lag mit seiner Vorhersage richtig

In der Saison-Vorbereitung gewann Hoffenheim ein Testspiel gegen Fürth mit 1:0. Hilfreich sei das, sagt Hoeneß, der sich an eine anspruchsvolle Begegnung und seine Worte danach erinnerte. "Ich hab damals schon gesagt, dass die Fürther eine sehr gute Rolle in der 2. Liga spielen werden", sagt der 38-Jährige. Fürth spielt mit um den Erstliga-Aufstieg. "Sie sind ein ernsthafter Aufstiegskandidat. "Ich glaube, dass sie tatsächlich die Leistungsfähigkeit für die Bundesliga hätten", lobt Hoeneß die Elf von Stefan Leitl, die sich als taktisch klug agierende und über die Jahre zusammengewachsene Mannschaft präsentiert. Vor allem bei Auswärtsspielen. Die Fürther haben im gesamten Kalenderjahr 2020 noch kein einziges Spiel in der Fremde verloren. "Das gibt uns natürlich Selbstvertrauen", sagt Fürths Trainer Leitl.

Kaderabek könnte bald zurückkehren

Ein, zwei Fragezeichen macht sein Kollege Sebastian Hoeneß unterdessen bei seiner Elf in Sachen Aufstellung noch aus. Von den Langzeitverletzten wie Kapitän Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Kostas Stafylidis und Pavel Kaderabek wird letzterer als erstes zurückkehren. Möglicherweise schon zum Frühstart in 2021 am 2. Januar gegen Freiburg. Für Dienstagabend soll hingegen das Motto lauten: Ein schöner Schluss ziert alles. Das war in der Europa League so (4:1 gegen Gent), am Samstag in Mönchengladbach (2:1) auch. Da passt nur ein Erfolg im DFB-Pokal, um die Trilogie eines komplexen Hoffenheimer Fußballjahres zu beenden.

Florian Huber
Holger Stanislawski verabschiedet sich am 8. Februar 2012 nach dem 0:1 gegen Greuther Fürth winkend von den Fans der TSG Hoffenheim. Am nächsten Tag wird er als Trainer entlassen.
Holger Stanislawski verabschiedet sich am 8. Februar 2012 nach dem 0:1 gegen Greuther Fürth winkend von den Fans der TSG Hoffenheim. Am nächsten Tag wird er als Trainer entlassen. (Foto: dpa )

zurück alle News

Error message here!

Error message here!

Passwort vergessen?

Registriere dich (natürlich kostenlos) und werde Teil der fussball-in-bw.de-Community!

Als Rasen-Reporter kannst du:
- Bilder und Videos hochladen
- Spielberichte veröffentlichen
- Ticker schreiben
- und vieles mehr.
Gestalte fussball-in-bw.de, dein Portal für den Amateurfussball der Region, mit!

Error message here!

Error message here!

Error message here!



Bitte beachte unsere Datenschutzerklärung sowie unsere Informationspflichten.

Passwort vergessen?
Trage die Email Adresse, mit der du dich registriert hast, in das Feld ein. Du erhältst dann einen Link, über den du dein Passwort zurücksetzen kannst.

zurück zur Anmeldung

schließen