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Da zappt keiner weg

Die Tor-Serie von Fußballprofi Andrej Kramaric soll am Samstag auch gegen den Hoffenheimer Lieblingsgegner Borussia Dortmund anhalten.

Männer sind ja Meister des Zappings, des planlosen Herumschaltens durch zig TV-Programme. Immer auf der Suche, ohne zu wissen, nach was eigentlich. Das war in den vergangenen Tagen im Hause Hoeneß genauso. Irgendwo spielt ja mittlerweile immer ein Hoffenheimer Profi mit, 15 waren in der Bundesligapause international gefordert - und jedes Spiel läuft irgendwo im TV. "Ich habe einiges angeschaut, nebenher noch aufs Handy geblickt. Wer spielt? Wer ist aus- oder eingewechselt worden?", erzählte Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß am Donnerstagnachmittag, keine 50 Stunden vorm Bundesliga-Topspiel in der Sinsheimer Arena gegen Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Keine Verletzten aus Länderspielen

Die wichtigste Erkenntnis? Die Hoffenheimer Handlungsreisenden sind ohne größere Blessuren durch die Länderspiele gekommen, der Großteil der Spieler steigt allerdings erst am heutigen Freitag überhaupt wieder ins Mannschafttraining ein. Eine ziemlich herausfordernde Vorbereitung, wenn die meisten Profis nicht da sind.

Am Samstag gegen den BVB dürfen 6030 Zuschauer mit in der Sinsheimer Arena dabei sein. Da zappt keiner weg, sondern ist 90 Minuten bei der Sache. So wie gegen die Bayern. Der Rhein-Neckar-Kreis ist noch kein Corona-Risikogebiet, die Zahlen stimmen hier (noch). Wohl aber ist die Region ein sportliches Risikogebiet für den BVB, der hier seit 2012 auf einen Sieg wartet. Borussia Dortmund liegt den Kraichgauern, nicht nur in der Vorsaison (2:1, 4:0) gab es TSG-Siege. Als Mutmacher dient zudem das Hoffenheimer 4:1 gegen die Bayern im ersten Heimspiel. "Die Stärken sind schon ähnlich angesiedelt", vergleicht Sebastian Hoeneß die beiden deutschen Branchenriesen: "Genau wie gegen die Bayern, werden wir versuchen, ihnen das Leben schwer zu machen." Dortmund wird sich nicht in der eigenen Hälfte verbarrikadieren. "Sie kommen über das Spielerische, das gibt schon Räume hinter der Kette", hofft Hoeneß.

Duell Kramaric gegen Haaland

Hoffenheim gegen Dortmund, das ist auch das Duell Andrej Kramaric gegen Erling Haaland. Ein Vorteil für Hoffenheim: Der Kroate kam gegen Schweden (2:1, Siegtor Kramaric) und Frankreich (1:2) nur zu Kurzeinsätzen. "Das war nicht abgesprochen. Das hat er in Zusammenarbeit mit dem Trainer so entschieden", erzählte Sebastian Hoeneß bei der Video-Konferenz am Donnerstag. Im Duell mit Dortmunds wuchtigem Norweger sieht er den "noch variableren" Kramaric aufgrund seiner Vielseitigkeit im Vorteil. "Andrej ist heiß", sagte Hoeneß. Heiß darauf, seine Tor-Serie auszubauen, die im Juni begann - und vier Tore gegen Borussia Dortmund beinhaltet. Seither hat er in jedem Hoffenheimer Pflichtspiel mindestens einen Treffer erzielt.

Haaland zu stoppen, das wird zu einem Gemeinschaftsprojekt, weiß Hoeneß. "Grundsätzlich müssen wir das als Team lösen. Ich halte nichts davon, einen abzustellen, der ihm hinterherläuft", erläuterte der 38-Jährige.

Rudy wieder im TSG-Trikot

Sein Debüt/Comeback im Hoffenheim-Trikot dürfte am Samstag Sebastian Rudy geben. "Es ist, als wäre er nie weg gewesen. Die Freude bei ihm und bei mir war groß", sagte Sebastian Hoeneß über den zwei Mal verlorenen und zum zweiten Mal wiedergefundenen TSG-Sohn. Sebastian Rudy konnte im Gegensatz zum anderen Last-Minute-Neuzugang, Ryan Sessegnon, zwei Wochen im Kraichgau trainieren. Der englische U21-Linksverteidiger machte immerhin mit seinem Heimatland die EM-Qualifikation perfekt. Wie man große Engländer besiegt, weiß hingegen jetzt Robert Skov, der mit seinen Dänen im Wembleystadion mit 1:0 gewann. Das Herumgezappe auf der TV-Fernbedienung hat übrigens auch Nachteile, wie Sebastian Hoeneß festgestellt hat: "Man verpasst halt doch immer das Wichtigste."

Florian Huber
Hoffenheimer Freude gegen den BVB hat Tradition. Hier wird das 3:0 beim 4:0-Sieg Ende Juni bejubelt.
Hoffenheimer Freude gegen den BVB hat Tradition. Hier wird das 3:0 beim 4:0-Sieg Ende Juni bejubelt. (Foto: Archiv/dpa )

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