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VfB Stuttgart muss wieder die Abwehr umbauen

In Waldemar Anton und Konstantinos Mavropanos fehlen Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo wichtige Defensivspieler vor der Bundesliga-Partie am Samstag bei Hertha BSC Berlin.

Er hätte laut schimpfend mit dem Schicksal hadern können oder den Fußballgott verfluchen, was auch immer. Aber Pellegrino Matarazzo hat sich ziemlich gelassen vor die Kamera gesetzt und bei der Videoschalte vor dem Bundesliga-Spiel des VfB Stuttgart bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) viel Gelassenheit ausgestrahlt.

Trotz des Ausfalls von Abwehrchef Waldemar Anton.

Trotz der Verletzung von Konstantinos Mavropanos, der beim 1:1 gegen Leverkusen gerade erst sein Pflichtspieldebüt in der VfB-Defensive abgeleistet hatte.

Wechselnde Formationen

Drei Ligaspiele hat der Aufsteiger bislang absolviert, jedesmal hatte der Trainer seine Abwehrbesetzung ändern müssen. Matarazzo hat also Übung darin, mit wechselnden Formationen klar zu kommen. Aber für das Bemühen, die defensive Stabilität des VfB weiter zu verbessern, sind die aktuellen Ausfälle der beiden Neuzugänge ganz sicher ein Nachteil.

Der Grieche Mavropanos, ausgeliehen vom FC Arsenal und im Duell mit Bayer Leverkusen positiv aufgefallen, hatte sich während der Länderspielpause im VfB-Testspiel beim SC Freiburg verletzt. In der Saisonvorbereitung hatten ihn Leistenprobleme geplagt, jetzt ist es ein Knieschaden. Ein Meniskusriss, der eine Operation erfordert.

Pellegrino Matarazzo ist keineswegs zuversichtlich, was die Rückkehrprognose angeht: "Er fehlt mehrere Wochen, wenn nicht mehrere Monate."

Verletzung zunächst nicht erkannt

Zuerst, gleich nach dem Test-3:0 in Freiburg, war die Verletzung gar nicht erkannt worden. "Aber dann kam Flüssigkeit ins Knie." Im Training zeigte sich, dass etwas nicht in Ordnung sein konnte.

Bei Waldemar Anton war es eine Trainingsverletzung in der Montags-Einheit, die ihn lahm legte. Ein Außenband im Sprunggelenk ist lädiert. "Ich hoffe, dass er gegen Köln auf dem Platz stehen kann", sagte nun der Trainer. Am 23. Oktober steht das VfB-Heimspiel auf dem Programm.

Sollte Matarazzo bei der zuletzt von ihm bevorzugten Abwehr-Dreierkette bleiben, wofür viel spricht, wäre Ex-Kapitän Marc Oliver Kempf wohl das einzige Überbleibsel aus der Formation des letzten Bundesliga-Spiels.

Karazor Option für Innenverteidigung

Gute Chancen auf einen Innenverteidiger-Einsatz hat ein VfB-Profi, der gegen Leverkusen in der 84. Minute ins Spiel kam, Atakan Karazor. Er sei "natürlich" eine Option für die Abwehrmitte, sagte Pellegrino Matarazzo. Der lange Defensivmann, der zu Saisonbeginn wegen eines Fitnessdefizits keine wesentliche Rolle spielen konnte, war im Test beim SC Freiburg als zentraler Mann der Stuttgarter Dreierkette aufgelaufen.

Sein linker Nebenspieler in dieser Partie war Marcin Kaminski. Der Pole hatte seinen Startelf-Platz beim VfB nach dem wackeligen Heim-2:3 zum Bundesliga-Auftakt gegen die Freiburger verloren. Jetzt könnte er zurückkehren. Aber der Trainer hat weitere Möglichkeiten: "Pascal Stenzel ist eine Option." Matarazzo könnte auch Wataru Endo aus dem zentralen Mittelfeld zurückziehen. Der kleine Japaner taugt auch als Mittelmann in der letzten Reihe, das hat er bereits eindrucksvoll bewiesen.

Die Stuttgarter Abwehr-Nachwuchskraft Antonis Aidonis wird wohl auf der Ersatzbank sitzen, aber "nicht in der ersten Elf stehen", wie Pellegrino Matarazzo sagte.

Quantitativ starker Kader

Dem Trainer kommt nun zu Gute, dass der Stuttgarter Bundesliga-Kader umfangreich bestückt ist. "Wenn du viele Verletzungen hast, ist das natürlich ein Plus. Ich freue mich über die Optionen, die ich habe." Unmut über fehlende Einsatzchancen gibt es derzeit eher bei den Offensivkräften. Wobei es auf den Außenbahnen fürs Spiel in Berlin auch eine gewisse Knappheit geben könnte. Roberto Massimo (Knieprobleme), Borna Sosa und Darko Churlinov (beide Prellung) sind angeschlagen, Erik Thommy war lange verletzt.

Aber Pellegrino Matarazzo schimpft nicht über die vielen Blessuren. Er hadert nicht, zumindest nicht öffentlich. "Aber man ärgert sich über jeden Spieler, der fehlt."

Andreas Öhlschläger
Nachdenklich: Atakan Karazor wurde beim 1:1 gegen Leverkusen spät eingewechselt. Nun könnte er einen Startelf-Platz beim VfB zugesprochen bekommen.
Nachdenklich: Atakan Karazor wurde beim 1:1 gegen Leverkusen spät eingewechselt. Nun könnte er einen Startelf-Platz beim VfB zugesprochen bekommen. (Foto: dpa)

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