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Neckarelz ist nur ein Sparringspartner

Der VfB Eppingen gewinnt seine Heimpremiere gegen einen harmlosen Gegner locker, aber doch glanzlos mit 3:0. Trainer David Pfeiffer hätte gerne ein deutlicheres Ausrufezeichen gesetzt.

Zwei, vielleicht sogar drei Treffer mehr. "Und dann hätten wir uns nicht über das gute Pferd unterhalten müssen", sagte David Pfeiffer nach dem 3:0-Sieg seines VfB Eppingen gegen die Spvgg Neckarelz. Gemeint war damit das Pferd, das nicht höher springt, als es muss.

Das traf auf die Kraichgauer bei ihrer Heimpremiere am Samstag zu: Von einem harmlosen Gegner zu keiner Zeit gefordert, spielte es der VfB entspannt runter, machte mit dem 2:0 kurz vor, und dem 3:0 kurz nach der Halbzeitpause den Deckel drauf - und ließ es ansonsten locker angehen. Was sollte schon passieren?

Neckarelz ist wie das Kaninchen vor der Schlange

Neckarelz hatte zu keiner Zeit Zugriff - weder auf den Gegner, noch aufs Spiel, musste ein "sehr enttäuschter" Gästetrainer Stefan Strerath gestehen. Jedenfalls sei von den guten Ansätzen, die sein Team beim 0:3 zum Start gegen den VfR Mannheim gezeigt hatte, nichts mehr zu sehen. Dabei hatte er seiner jungen Mannschaft mit einer defensiven Grundausrichtung helfen wollen.

"Am Ende waren wir das Kaninchen vor der Klapperschlange." Die Schlange aber: Sie biss nicht zu, ließ das Kaninchen am Leben. Schon zu Beginn ermahnte David Pfeiffer seinen VfB, sich mehr zu bewegen, dynamischer zu agieren. "Seid mal gieriger", rief er nach nicht einmal zehn Minuten aufs Feld.

"Wir haben ein bisschen langsam gespielt", urteilte Akin Akar, der als Torhüter einen guten Überblick hatte. Zu tun hatte er freilich wenig: Nur einmal musste der 19-Jährige in den ersten 45 Minuten sein ganzes Können aufweisen, als er einen 16-Meter-Schuss bravourös parierte.

Julius Reinbold erzielt seinen zweiten Saisontreffer

Kurz davor hatte Julius Reinbold die Kraichgauer mit seinem zweiten Saisontor in Führung gebracht: Die Eppinger hatten da mal über rechts Gas gegeben, einen Pass von Christopher Wild nahm Reinbold am Strafraum sauber an und hämmerte den Ball direkt in die Maschen. 1:0. Der Rest war nett, mehr aber auch nicht.

Immerhin: Alex Rudenko erzielte noch vor der Pause das 2:0. Nach einer kurz gespielten Ecke hatte sich der Kapitän in Richtung Mitte abgesetzt und den Ball rechts oben in den Winkel gezirkelt. Sonst hatte der VfB keine Chancen. "Das war mir zu wenig", sagte Pfeiffer.

Das 3:0 durch Neuzugang Christopher Wild, der nach Wiederanpfiff einen missglückten Querpass ablief und frei vor dem Keeper vollendete, machte es auch nicht besser. "Nach dem 3:0 waren wir zufrieden", ärgerte sich David Pfeiffer ein wenig über die Einstellung seiner Spieler.

Denn er hätte mehr gewollt. Er hätte vom Ergebnis her gerne ein deutlicheres Ausrufezeichen gesetzt. Was durchaus möglich gewesen wäre gegen einen Gegner, der in der Form nur ein Sparringspartner war.

Die Spielfreude war nicht sonderlich ausgeprägt

"Wir haben Neckarelz auf Distanz gehalten, den einen oder anderen Treffer gesetzt. Aber wir wollten keinen K.o.-Schlag landen", sagte Pfeiffer. Er vermisste, dass die Eppinger mehr investierten, "um auch Spaß zu haben". Die Spielfreude war an diesem Tag trotz der ansprechenden Kulisse beim VfB nicht sonderlich ausgeprägt. Aber das wichtigste Ziel war erfüllt, das wollte Pfeiffer auch nicht unterschlagen. "Wir haben nach zwei Spielen vier Punkte, können also von einem gelungenen Start sprechen."

Dieses Selbstvertrauen solle sein Team mitnehmen. Mit dem Wissen, dass die Leistung nicht gegen jeden Gegner in der Verbandsliga reichen wird. "Wir sind mit unserer Leistung auch nicht zufrieden", ließ Kapitän Rudenko wissen. "Aber vielleicht müssen wir auch nicht gleich übertreiben."

Nette Geste

Diese Nachricht hatte unter der Woche auch die Mannschaftskollegen schwer getroffen: Defrim Mustafa wird dem VfB Eppingen erneut länger fehlen. Bei einem Zweikampf in der Luft hatte sich der Offensivspieler des Verbandsligisten schwer an der Schulter verletzt. Eine Untersuchung unter der Woche ergab: "Ich muss wieder operiert werden", sagte der 22-Jährige. Dabei war er gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen. Die Teamkollegen ließen vor dem Spiel gegen Neckarelz von Stadionsprecher Michael Schröder eine aufmunternde Botschaft verlesen. "Wir als Mannschaft wünschen Dir eine schnelle Genesung und dass Du bald wieder unter uns bist."

VfB Eppingen: Akar - Zetzsche (63. Kradija), Fleck, Felk, Rauh - Palinkasch, Schweizer (68. M. Zigmantavicius) - Ayvaz, Rudenko, Wild (63. Hoyer) - Reinbold (85. Feder). Tore: 1:0 (19.) Reinbold, 2:0 (41.) Rudenko , 3:0 (49.) Wild. Schiedsrichter: Haris Kresser (SV Lobbach). Zuschauer: 220.

Martin Peter
Passt: Torhüter Maximilian Penz von der Spvgg Neckarelz ist gegen den Schuss von Alex Rudenko machtlos, es war der Treffer zum 2:0 für Eppingen.
Passt: Torhüter Maximilian Penz von der Spvgg Neckarelz ist gegen den Schuss von Alex Rudenko machtlos, es war der Treffer zum 2:0 für Eppingen. (Foto: Klaus Krüger )

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