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Sulzfeld hadert nach großem Kampf mit dem Referee

Sulzfelds Spielertrainer Philipp Müller gibt dem Unparteiischen zumindest eine Mitschuld am Halbfinal-Aus seines Teams. Beim 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Zuzenhausen II habe der doch sehr einseitig gepfiffen, sagte Müller und fand deutliche Worte.

Kraft hatte Philipp Müller eigentlich keine gespart. Aber nach 120 Minuten im Pokal gegen den FC Zuzenhausen II hatte der Sulzfelder Spielertrainer noch genug Luft, um sich ausgiebig über Schiedsrichter Yannick Schmidt auszulassen.

"Wir haben dieses Spiel heute nicht verloren. Der Schiedsrichter hat es für Zuzenhausen gewonnen", echauffierte sich der 38-Jährige nach dem bitteren 1:2 nach Verlängerung im Halbfinale des Kreispokals. "Es war eine unterirdische Leistung, das habe ich in meinen 35 Jahren Fußball so noch nicht erlebt."

Müller wählt seine Worte mit Bedacht

Klar, Müller war kurz nach dem Spiel noch voller Adrenalin, der 38-Jährige wählte seine Worte aber mit Bedacht. Müller und der FVS fühlten sich angesichts einer Roten, einer Gelb-Roten sowie sechs Gelben Karten ungerecht behandelt. Zumal der FC mit zwei Gelben Karten relativ glimpflich davonkamen.

Das Fass zum Überlaufen brachte aus Müllers Sicht vor allem die Ampelkarte in der 114. Minute gegen Marco Sautter. In einer hektischen Schlussphase räumte der Mittelfeldspieler seinen Platz für Emre Kaya. Allerdings vergaßen die Sulzfeldern, den Wechsel beim Assistenten anzumelden und vollzogen ihn in einer Unterbrechung fliegend.

Zur Verwunderung des Schiedsrichtergespanns. Schmidt fragte perplex nach, schritt dann zur Tat: Gelb für Kaya wegen unerlaubtes Betreten des Platzes, Gelb für Sautter wegen unerlaubten Verlassens. Der jedoch hatte schon Gelb - und musste mit Gelb-Rot raus. Der Wechsel war damit hinfällig, der FVS Sulzfeld die letzten Minuten nur noch zu neunt - in der 99. Minute hatte Kevin Hildebrand bereits Rot gesehen.

Mit zwei Mann weniger wurde es schwer

Dass Sulzfeld den Wechsel selber verbockt hatte, das wollte Müller so nicht stehen lassen. "Wir spielen A-Klasse und nicht Bundesliga", sagte der FVS-Spielertrainer mit Blick darauf, dass er die Auswechslung beim Schiedsrichter-Assistenten hätte anmelden müssen. "Bis der mit seinen 35 Kilo Übergewicht an der Mittellinie gewesen wäre, wären fünf Minuten vorbei gewesen", sagte Müller.

Mit zwei Mann weniger wurde es natürlich noch einmal schwerer, das 2:2 noch zu erzielen. Dennoch hatte Sulzfelds Auffälligster, Tarek Aljokhadar, kurz vor Schluss die Chance zum Ausgleich - schoss jedoch über das Tor. "Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass der Ball bei mir landete", sagte der 22-Jährige, der Tobias Zakel im Sturm vertrat.

Sulzfeld gleicht per Strafstoß aus

Auch ohne den Co-Trainer machte der FVS ein gutes Spiel, ein Unterschied zum Kreisligisten war nie erkennbar. Wenngleich Zuzenhausen mehr Spielanteile hatte - und folgerichtig in Führung ging. Einen Freistoß köpfte Johannes Steinbrenner zum 0:1 ein. Als Aljokhadar vier Minuten später im Strafraum zu Fall gebracht wurde, traf Heckler per Strafstoß zum 1:1. Nach der Pause dominierte Zuzenhausen, doch das junge Team fand kein Mittel, das Abwehrbollwerk um Müller zu knacken.

Das musste ein Erfahrener erledigen: Marcel Groß traf in der 92. Minute zum 2:1. Erneut per Kopf. Groß, der das Verbandsliga-Team des FCZ trainiert, war erst in der 89. Minute eingewechselt worden. Entgegen aller Absicht "Das war vorher so nicht geplant, zumal ich seit einem halben Jahr nicht mehr trainiert habe", sagte Groß. Und so schnell wie beim Torjubel habe er sich noch nicht rennen sehen. Die Freude bei Zuzenhausen über den Finaleinzug war groß.

FVS Sulzfeld: Stoklasek - Pfefferle, Simmel, Müller, S. Aljokhadar - Bilger (67. Maiwald), Sautter, Laskowski, Hildebrand - Heckler, T. Aljokhadar.

FC Zuzenhausen II: Cuyler Rockwell - Gutzeit, Obländer, Selz, Zuber (78. Polotzek) - Erhard, Misia (119. Schweickert), Härle, Steinbrenner, Wagenbach (89. Groß) - Fellhauer (114. Bender).

Tore: 0:1 (29.) Johannes Steinbrenner. 1:1 (33.) Patrick Heckler, Foulelfmeter, 1:2 (92.) Marcel Groß. Karten: Rot (100.) Hildebrand, FVS Sulzfeld; Gelb-Rot (114.) Sautter, Sulzfeld. Schiedsrichter: Yannick Schmidt (Hüffenhardt). Zuschauer: 250.

Martin Peter
Er brüllt seine Freude über das 1:0 hinaus: Johannes Steinbrenner (Mitte) köpfte den FC Zuzenhausen II in der 29. Minute in Sulzfeld in Führung. Die Gastgeber glichen schnell aus, mussten sich am Ende aber geschlagen geben.
Er brüllt seine Freude über das 1:0 hinaus: Johannes Steinbrenner (Mitte) köpfte den FC Zuzenhausen II in der 29. Minute in Sulzfeld in Führung. Die Gastgeber glichen schnell aus, mussten sich am Ende aber geschlagen geben. (Foto: Klaus Krüger)

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