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Hoeneß-Auftakt in Hoffenheim beginnt mit Verspätung

Der neue Hoffenheimer Trainer hat beim Trainingsauftakt viel Gesprächsbedarf und schwärmt von Neuzugang Mijat Gacinovic. Das 18-jährige Heilbronner Talent Marco John trainiert unterdessen erstmals bei den Profis mit.

Geschichte wiederholte sich tatsächlich. Als Sebastian Hoeneß erstmals als Trainer der TSG 1899 Hoffenheim den Rasen in Zuzenhausen betrat, da war er rund eine halbe Stunde zu spät dran. Das war schon vor 14 Jahren ganz genauso. Damals war der Spieler Sebastian Hoeneß gemeinsam mit Sejad Salihovic von Hertha BSC II aus der Bundeshauptstadt zum damaligen Drittligisten gewechselt. Im Trainingslager im österreichischen Leogang sollte das Duo erstmals mitwirken.

"Wir haben dann prompt verschlafen", erinnerte sich Salihovic nun 14 Jahre später. Trainingsbeginn war um 10 Uhr. "Wir standen erst um 10.30 Uhr auf dem Platz." Für die beiden ausgeschlafenen Neulinge gab es damals von Trainer Ralf Rangnick keine Geldstrafe. "Wir mussten ein Mannschaftsessen ausgeben", sagte Salihovic.

Zunächst steht eine Besprechung an

Am Mittwoch war Sebastian Hoeneß nicht der einzige Zuspätkommer. Alle kamen zu spät. Wegen Hoeneß. Statt um 15 Uhr ging das erste Mannschaftstraining erst um 15.24 Uhr los. Schuld daran: eine Mannschaftsbesprechung. Um was es ging? "Ich wollte den Jungs einen Einblick geben, wo es hingehen kann", sagte Sebastian Hoeneß über die Sitzung - ohne damit konkret zu werden.

Erstmals stand Hoeneß am Mittwochmittag im Fokus von Fotografen und Kameramännern. Klick, klick. "Herr Hoeneß, bitte einmal hierher schauen." Sein blaues Hoffenheim Käppi wollte der TSG-Trainer allerdings nicht abnehmen, als er darum geboten wurde.

20 Minuten durften einige wenige Pressevertreter dabei sein beim Trainingsauftakt. Mit Mundschutz und Abstand natürlich. "So ein Medienaufkommen habe ich noch nie erlebt. Wenn man sich darauf vorbereitet, dann ist man nicht mehr so, wie man ist", sagte Hoeneß. In den vergangenen Tagen ging es viel ums Drumherum für den Neuen, Personen und Abläufe kennenlernen. Nun sei er froh, endlich auch mal auf dem Platz zu stehen: "Das ist mein Kernjob, den mache ich am liebsten." Gerne hätten ihm dabei auch die TSG-Fans zugeschaut. Sich Autogramme geholt. Fotos gemacht.

Die Fans müssen in der kompletten Vorbereitung draußen bleiben. Es geht eben eng zu am Rande des Trainingsplatzes. Abstandsregeln wären mit Zuschauern nicht einzuhalten. Deshalb hat sich der Verein entschieden, auf Zuschauer zu verzichten. Auch das Testspiel gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden am nächsten Mittwoch in Zuzenhausen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Ein Blick von draußen erhaschen

Rund zehn Getreue hatten sich draußen am Zaun versammelt, um einen ersten Blick auf den neuen Trainer, die neuen Trikots und den ersten Neuzugang Mijat Gacinovic zu erhaschen. Der kam auf ausdrücklichen Wunsch von Sebastian Hoeneß im Tausch mit Steven Zuber. "Ich war von Anfang an involviert. Er kann für uns ein wichtiger Spieler sein. Er hat schon bewiesen, dass er zwei Dinge verkörpert. Er hat fußballerische Qualitäten, kann aber auch aggressiv gegen den Ball arbeiten", lobte Hoeneß den offensiv vielseitig einsetzbaren Serben.

Ishak Belfodil (Kreuzbandriss) trainierte erstmals wieder mit. Mijat Gacinovic stach im ärmellosen Shirt hervor. Es fehlten die Verletzten Havard Nordtveit (Fußbruch), Sargis Adamyan (Sprunggelenk) und Maximilian Baier (Knie). Stürmer David Otto bleibt weiterhin leihweise in Heidenheim.

John darf mal reinschnuppern bei den Profis

Der Heilbronner Marco John, als 18-Jähriger gerade von der U19 in die U23 befördert, durfte beim Auftakt ebenfalls mit den Profis trainieren. Motivation, Belohnung und Ansporn für den offensivstarken Youngster, es bald auch zu den Profis zu schaffen. 30 Profis standen auf dem Platz. "Man muss wissen, was auf einen zukommt. Es wird eine komprimierte Saison mit sehr vielen Spielen in einem kurzen Zeitraum", sagte Sebastian Hoeneß.

Nach fünfeinhalb Wochen Urlaub geht es dem Trainer nun darum, die Fitness aufzubauen, seine Spielidee den Profis nahezubringen. Auf seiner Agenda stehen zudem das gegenseitige Kennenlernen und die Entwicklung eines Teamgeistes. Hoeneß will beim Training auf vieles zurückgreifen, das auch Vor-Vorgänger Julian Nagelsmann wichtig war: "Es werden viele Elemente in einer Einheit zu sehen sein." Es kann nur leider keiner zuschauen.

Florian Huber
"Ich wollte den Jungs einen Einblick geben, wo es hingehen kann": Sebastian Hoeneß (Mitte) nahm sich viel Zeit für die Mannschaftsbesprechung vor dem Training. (Foto: dpa)

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