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Landesliga-Rückkehr nach elf Jahren für Türkspor Neckarsulm

Türkspor Neckarsulm ist Bezirksliga-Meister und steht nach Abstieg 2009 vor der insgesamt siebten Landesliga-Saison.

Der Fußballbezirk Unterland wird in der Saison 2020/2021 durch zwei Vereine in der Landesliga Württemberg Staffel I vertreten. Neben dem SV Leingarten, der sein Verbleiben wohl dem coronabedingten Saisonabbruch zu verdanken hat, ist nun auch wieder Türkspor Neckarsulm in der siebthöchsten Spielklasse vertreten. Anhand der Quotienten-Regelung wurden die Neckarsulmer Bezirksliga-Erster.

Am vergangenen Samstag überreichte Bezirksliga-Staffelleiter Uli Friedenauer im Pichterich-Stadion den Meister-Wimpel. Was die nächste Spielrunde betrifft zeigen sich die Türkspor-Verantwortlichen durchweg optimistisch.

Klassenerhalt mit einstelligem Tabellenplatz ist das Ziel

Ziel ist der Klassenerhalt. "Wir wollen uns aus dem Abstiegskampf heraushalten und werden damit nichts zu tun haben. Ein einstelliger Platz ist möglich, das ist auch unser Ziel", präsentiert sich der Sportliche Leiter Bayram Gögmez ambitioniert.

Der türkische Verein aus Neckarsulm ist in der Landesliga kein Unbekannter, bereits in den Jahren 2001 bis 2005 war Türkspor überbezirklich am Start, stieg nach den Plätzen sechs, sieben und neun in der vierten Saison als Schlusslicht ab. 2007 bis 2009 folgten zwei weitere Landesliga-Spielzeiten, wobei die Mannschaft in der Runde 2007/2008 im Relegationsfinale gegen den Unterländer Bezirksliga-Zweiten SV Neckarsulm nur knapp den Abstieg verhinderte.

Beigeschmack wegen Corona-Bezirksliga-Meistertitel

"Ein ganz kleiner Beigeschmack ist schon dabei", antwortet Gögmez auf die Frage, ob es als Makel empfunden wird, als Corona-Bezirksliga-Meister in die Unterländer Fußball-Geschichte einzugehen. "Aber ich bin mir aber sicher, so gut, wie wir zuletzt drauf waren, wären wir auch nach 34 Spieltagen Tabellenerster gewesen. Nach einem schwachen Saisonstart wurden von den letzten Begegnungen zehn gewonnen und eins unentschieden gespielt. Da ist es gelaufen, wie bei einer Maschine."

Dass Vereinen aus dem Unterland in der Landesliga überwiegend das Schicksal einer Fahrstuhlmannschaft mit dem direkten Wiederabstieg anhaftet, bedauert Gögmez und sagt: "Wir möchten diese Negativbilanz durchbrechen. Wir hatten schon in der vergangenen Saison einen überdurchschnittlich besetzten Kader, der jetzt zielgerichtet verstärkt wurde." Die Türkspor-Verantwortlichen setzen hierbei auch auf die deutsche Mentalität. "Der Kampfgeist bis zur 90. Minute, der fehlte uns ein wenig." Um hier Abhilfe zu schaffen wurden Joshua Baur, Leander Wallmann, Marvin Reitz und Jan Kast geholt.

Elf Zugänge und deutschen Tugenden für die Landesliga

Insgesamt verstärken elf Zugänge das Landesliga-Team, fünf Akteure haben den Verein verlassen. Stand jetzt sind die Personalplanungen von Türkspor Neckarsulm abgeschlossen. "Unsere Mannschaft sollte nun über eine gesunde Mischung mit deutschen Tugenden und türkischem Spielwitz verfügen", ist Gögmez mit dem neu zusammengestellten Team zufrieden. "Mit unserem Kader brauchen wir vor keinem Gegner zu verstecken."

Zu einem Rückhalt dürfte Leander Wallmann werden. Der ehemalige Keeper des Oberligisten Neckarsulmer Sport-Union ist vom FC Union Heilbronn auf den Pichterich zurückgekehrt. "Leo ist hungrig, hat richtig Appetit auf Fußball. Er ist ein starker Torhüter, der von hinten laut dirigiert."

Von den Corona-Lockerungen überrascht

Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß. "Das ging jetzt alles sehr schnell", wurde Bayram Gögmez von den Corona-Lockerungen zum Ende der vergangenen Woche völlig überrascht. Die Erleichterung darüber, dass jetzt wieder Testspiele

ausgetragen werden können, ist groß. Bereits am 8. August steht zum Pflichtspiel-Auftakt die erste Runde im württembergischen Verbandspokal auf dem Programm. Die Saison mit 19 Mannschaften und einem deutlich verschärften Abstieg beginnt am Wochenende des 22. und 23. August. Diesen Sonntag startet Türkspor offiziell in die Vorbereitungsphase.

Alexander Bertok
Meisterehrung und Wimpelübergabe am vergangenen Samstag bei Türkspor Neckarsulm durch Staffelleiter Uli Friedenauer (vorne rechts). In Coronazeiten natürlich im Abstandsmodus.
Meisterehrung und Wimpelübergabe am vergangenen Samstag bei Türkspor Neckarsulm durch Staffelleiter Uli Friedenauer (vorne rechts). In Coronazeiten natürlich im Abstandsmodus. (Foto: Alexander Bertok)

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