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Mario Basler kommt ins Heilbronner Autokino

Vor seinem Comedy-Auftritt am 28. Mai im Autokino auf der Theresienwiese spricht Ex-Fußballstar Mario Basler über Bundesliga-Geisterspiele und sein Programm.

Das wird eine doppelte Premiere für Mario Basler. "Ich war noch nie in Heilbronn und noch nie im Autokino", sagt er vor seinem Auftritt mit seinem Programm "Basler ballert" am Donnerstag, den 28. Mai (20.30 Uhr) im Autokino auf der Theresienwiese. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler spricht im Interview über seine Karriere nach der Karriere und das aktuelle Fußball-Geschehen.

Herr Basler, für was wären Sie als aktiver Fußballer aus der Quarantäne im Teamhotel ausgebrochen?

Mario Basler: Sicherlich nicht für Hautcreme und Zahnpasta wie Augsburgs Trainer Heiko Herrlich neulich. Ich wäre wahrscheinlich für ein Bier ausgebüxt oder für Zigaretten. Wenn wir zu meiner Zeit so lange nicht hätten raus dürfen, dann wäre mir möglicherweise etwas eingefallen. In Trainingslagern ist früher ja jeder mal abgehauen.

Sie kommen am Donnerstag ja als Comedian nach Heilbronn ins Autokino. Das ist dann ein bisschen wie die Geisterspiele in der Bundesliga. Zwar mit Publikum, aber das sitzt im Auto.

Basler: Für mich ist das auch etwas ganz Neues, ich war überhaupt noch nie in einem Autokino. Es wird ungewohnt sein, wenn ich nicht sehen kann, wie die Leute lachen, sich freuen. Hupen oder die Lichthupe geben, das wird etwas anderes sein als sonst.

Die Interaktion wird fehlen.

Basler: Ich werde trotzdem bei dem einen oder anderen mal ans Auto herantreten. Das darf ich ja. Wenn da einer nicht hupt, dann frage ich schon, ob er eingeschlafen ist.

Ticketinfo:
Eintrittskarten für 29 Euro pro Person gibt es unter diginights.com, maximal zwei Personen pro Auto sind möglich.

Wie wären denn Geisterspiele für Sie als Profi gewesen?

Basler: Das ist schwer zu sagen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich den Samstag und Sonntag wieder vor dem Fernseher sitzen darf. Die letzten Wochenenden waren ja furchtbar, nix los. Und jetzt kommen ja Kracherspiele wie Dortmund gegen die Bayern am Dienstag.

Wer wird denn deutscher Meister?

Basler: Stuttgart auf jeden Fall nicht. Die Bayern natürlich.

Was ist anstrengender: Alle drei Tage ein Spiel oder ein Auftritt?

Basler: Wir hatten auch schon mal fünf Tage nacheinander mit Auftritten. Das ist ab der dritten Show sehr anstrengend. Da wird der Kopf müde, dann bringst du es nicht mehr so gut rüber. Da sagt der Kopf: Jetzt musst du schon wieder das Gleiche erzählen. Deshalb habe ich gerne immer ein paar Tage Pause zwischen den Auftritten. Eigentlich wollten wir vor zwei Jahren fünf Shows machen, jetzt sind es dann schon über 50.

Um was geht es denn?

Basler: Ich erzähle Anekdoten aus meiner Karriere. Unterhaltsames. Lustiges.

Ihre Lieblingsanekdote ist welche?

Basler: Die verrate ich nicht. Das ist ja sonst, als ob mir jemand den Anfang und das Ende eines spannenden 90-Minuten-Films verrät. Den will ich dann auch nicht mehr sehen.

Hat man denn als Profi-Fußballer mehr Groupies oder als Comedian?

Basler: Puh, schwierig. Ich glaube, dass man als Fußballer mehr Fans hat.

Gibt es einen aktuellen Bundesligaspieler, der Sie zumindest ein bisschen an Sie selbst erinnert?

Basler: Die Zeiten sind vorbei, in denen es so Typen gab wie Lothar Matthäus, Stefan Effenberg oder mich. Heute lassen sich die Jungs vorm Spiel den Friseur einfliegen, damit sie sich die Haare noch am Spieltag richten lassen können. Das wäre für uns nie infrage gekommen. Wir haben uns nur aufs Spiel konzentriert (lacht).

Da war aber auch schon anderes zu hören...

Basler: Ich wollte auch als Fußball-Profi immer noch ein bisschen Spaß in meinem Leben haben. Ich bin halt samstagabends raus. Manchmal auch schon freitags. Oder sogar auch schon donnerstags (lacht). Wenn du heutzutage den ein oder anderen Bundesliga-Profi so siehst, dann hast du das Gefühl: Die haben nie Spaß.

Vielleicht aber auch, weil es sich die heutige Generation nicht mehr erlauben kann. Stichwort: soziale Medien.

Basler: Das war natürlich ein großer Vorteil zu unserer Zeit, da hat keiner irgendwelche Handyvideos gedreht und irgendwo gepostet. Uns hat aber auch der eine oder andere telefonisch beim Verein verpfiffen. So hat man das halt zu meiner Zeit gemacht.

Ist Ihre Karriere als Trainer eigentlich vorbei?

Basler: Wenn etwas Vernünftiges käme, dann könnte ich mir das schon vorstellen. Vielleicht auch als Sportdirektor oder so. Aber ich sitze nicht mehr daheim vorm Telefon und warte, dass jemand anruft. Ich habe in der Vergangenheit immer für Freunde irgendwo übernommen, wo die Teams unten drinstanden, die Vereine wenig Geld hatten. Du brauchst als Trainer auch Glück bei der Wahl des Vereins.

Florian Huber
Mario Basler in Jubelpose: Zusammen mit Samuel Kuffour freut er sich im Champions League-Finale 1999 nach seinem Tor zum 1:0 gegen Manchester United. Am Ende drehte Manchester die Partie noch spät und gewann 2:1.
Mario Basler in Jubelpose: Zusammen mit Samuel Kuffour freut er sich im Champions League-Finale 1999 nach seinem Tor zum 1:0 gegen Manchester United. Am Ende drehte Manchester die Partie noch spät und gewann 2:1. (Foto: Archiv/dpa)

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