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Fremdeln ist für Hoffenheim strengstens verboten

Nur mit einem Auswärtssieg beim Schlusslicht SC Paderborn dürfte die TSG Hoffenheim im Rennen um die Europapokalplätze bleiben. Andrej Kramaric fehlt mindestens noch zwei Wochen.

Die TSG Hoffenheim fremdelt in dieser Saison nicht, ganz im Gegenteil - so richtig heimelig ist es nur außerhalb von Sinsheim. Während die bisherige Saison im eigenen Stadion eine einzige Heimsuchung war, läuft es außerhalb des Kraichgaus ganz ordentlich. 34 Gegentore kassierte die TSG 1899 auf eigenem Platz, nur zwölf in der Fremde. Warum ist das eigentlich so, Herr Schreuder? "Da gibt es schon Gründe dafür. Die Heimbilanz ist nicht gut, das weiß ich", sagt Hoffenheims Trainer, vermeidet es aber, konkret zu werden.

"Dass die Auswärtsbilanz gut ist, das weiß ich auch." Das sollte tunlichst auch so bleiben. An diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gastieren die Kraichgauer bei Schlusslicht SC Paderborn. Setzt es die nächste Niederlage, geraten die Europapokalränge in weitere Ferne, Hoffenheim zementiert den Platz im tabellarischen Nirwana.

Fragiles Gebilde ist zu heimschwach für Europa

Schreuder selbst hat nie von Europa als Ziel gesprochen, im Gegensatz zu etlichen seiner Spieler. Wohl wissend, wie groß der Umbruch im vergangenen Sommer war und wie fragil das neue Gebilde deshalb ist. "Wir brauchen nicht über Europa zu sprechen, wenn man so unnötig die Spiele verliert wie zuletzt gegen Hertha", sagt der Niederländer.

Auf das 0:3 folgte eine tiefergehende Analyse. Unter anderem mit Match-Loser Kevin Akpoguma, der an allen drei Gegentoren beteiligt war: "Wir haben mit ihm über die Situation gesprochen, was bei den Toren passiert ist", sagt Alfred Schreuder. "Er hat sehr gut gearbeitet im Training."

Fehlen wird beim Tabellenschlusslicht weiterhin Top-Stürmer Andrej Kramaric. Der Kroate stand schon ein paar Mal auf dem Trainingsplatz, ein Einsatz käme aber noch zu früh. Schreuder klingt nicht wirklich optimistisch: "Wir hoffen, dass er noch spielt in dieser Saison. Ich gehe aber nicht davon aus, dass das in den nächsten zwei Wochen der Fall ist."

Nach seiner Zwangsumschulung zum linken Außenverteidiger fehlt es beispielsweise Robert Skov noch an Torgefahr auf seiner eigentlichen Position, rechts in der Offensive. Schreuder bittet auch hier um Geduld: "Er braucht das Vertrauen, vorne zu spielen." Heißt: Steven Zuber bleibt hinten links gesetzt, Skov vorne rechts.

Ohne Kramaric hapert es an der Chancenverwertung

Vertrauen ist allen Hoffenheimern im Jahr 2020 irgendwie abhandengekommen, angesichts von lediglich zwei Pflichtspielsiegen. "Die Jungs sind genervt, dass wir die Spiele leicht verlieren. Ein Problem hätten wir, wenn wir keine Chancen mehr herausspielen würden", glaubt Schreuder. Die Hoffenheimer Problemzonen liegen nicht zwischen den beiden Strafräumen, sondern genau dort. "Bis zum Sechzehner haben wir es gut gemacht", sagt Schreuder. Vorne hakt es ohne Andrej Kramaric bei der Chancenverwertung, hinten kommen immer wieder kapitale Patzer dazu.

Da Munas Dabbur und Ihlas Bebou wieder zur Verfügung stehen, hat Schreuder in Paderborn mehr Offensivoptionen, trotz der fehlenden Sargis Adamyan und Andrej Kramaric. Im Training wurde intensiv am Umschaltspiel gearbeitet. Aus dem Abwehr- in den Angriffsmodus zu kommen, das gilt nicht nur beim Blick auf die Tabelle. Was der TSG-Mut macht: Alle drei Partien gegen Aufsteiger endeten bisher mit einem Hoffenheimer Dreier. So auch das Hinspiel. Das war bereits nach 25 Minuten und einem Hoffenheimer 3:0-Vorsprung entschieden. Die TSG hatte leichtes Spiel.

Bei Paderborn soll notfalls der Torwart treffen

Schreuder gefällt die Herangehensweise des Kollegen Steffen Baumgart. "Sie machen es sehr gut mit den Spielern, die sie haben", sagt Schreuder: "Paderborn wird auch auf Sieg spielen, das musst du auch, wenn du da unten stehst." Baumgart sieht seine Männer unter Zugzwang: "Wir müssen mindestens ein Tor machen. Wer das macht, ist mir egal", sagt Baumgart. Notfalls müsse Torhüter Leopold Zingerle mit "nach vorne laufen", sagte Paderborns Trainer.

Florian Huber
Hoffenheims Stürmer Ihlas Bebou hat seine Oberschenkelprellung aus dem Hertha-Spiel überwunden und ist einsatzbereit.
Hoffenheims Stürmer Ihlas Bebou hat seine Oberschenkelprellung aus dem Hertha-Spiel überwunden und ist einsatzbereit. (Foto: dpa )

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