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Bundesliga-Frauen der TSG Hoffenheim plötzlich im Fokus

Die Bundesliga-Frauen der TSG Hoffenheim spielen ihre bislang beste Saison, stehen nach einer famosen Hinrunde auf Platz zwei und sind auf dem Weg in die nationale Spitze.

Jürgen Ehrmann war vergangene Woche ein gefragter Mann, hing häufig am Telefon. Die Medien. Mehr als doppelt so viele Anrufe wie sonst hatten den Trainer der Hoffenheimer Frauen vor dem Start in die Rückrunde der Bundesliga erreicht. Ehrmann störte das nicht, vielmehr empfand er das ungewöhnlich hohe Interesse als Auszeichnung. "Durch unsere Leistungen in der Hinrunde sind wir in einer ungewohnten Position", sagt Ehrmann.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit haben bei der TSG die Frauen den Männern ihren Rang abgelaufen - tabellarisch gesehen. Während die Elf von Trainer Alfred Schreuder derzeit um den Anschluss an die internationalen Plätze kämpft, ist das Team von Ehrmann ein ernsthafter Titelkandidat in der Frauen-Bundesliga.

Am Freitag steigt das Spitzenspiel gegen Wolfsburg

An diesem Freitag (19.15 Uhr/Eurosport) kommt es zu einem Duell, das bei den Männern Fußball-Deutschland elektrisieren würde: Die Hoffenheimerinnen empfangen im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim als Tabellenzweite den Spitzenreiter und Titelverteidiger VfL Wolfsburg.

Da wundert es kaum, dass das Interesse so groß ist. Für die Wolfsburgerinnen, die in der Champions League zu den Favoriten gehören, ist es normal, derart im Fokus zu stehen. Für Ehrmann und Co. ist das in dieser Dimension Neuland. Eines, dass sie mit einer famosen Hinrunde jedoch selber betreten haben.

Mit 34 Punkten hatten sie zur Winterpause bereits mehr Punkte eingefahren als am Ende der Vorsaison (33), als die TSG Sechster in der zwölf Teams umfassenden Liga wurde. "Wir hatten schon damit gerechnet, dass wir uns verbessern", meint Ehrmann. "Aber wir haben nicht gedacht, dass uns das so eindrucksvoll gelingt."

Viele sehen in Hoffenheim die neue dritte Kraft

Viele sehen in den Hoffenheimern die neue dritte Kraft im Frauenfußball hinter Wolfsburg und dem FC Bayern. Das Team von Ehrmann profitiert dabei genau wie die Männer von technischen Innovationen sowie dem hochprofessionellen Umfeld. "Das macht sich jetzt nach und nach bemerkbar", meint Jürgen Ehrmann. Wobei er sein Team noch weit weg von den Wolfsburgerinnen wähnt. "Der VfL hat eine ganz andere Qualität, die Positionen sind fast immer doppelt oder dreifach mit Nationalspielerinnen besetzt."

Daher ist es für den Meister auch normal, als Favorit in so ein Spitzenspiel zu gehen. "Wir müssen schauen, wie wir das mental hinbekommen", sagt Jürgen Ehrmann. Da war auch Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, inzwischen Teampsychologin der Hoffenheimerinnen gefordert. "Sie trägt ihren Teil dazu bei, dass wir unsere Lockerheit nicht verlieren." Zumal die Fallhöhe gestiegen ist. Und das Auftaktprogramm kein Spaß wird.

Die Champions League ist erst nächste Saison Ziel

Nach Wolfsburg folgen die Spiele beim Tabellenvierten SGS Essen, das Derby gegen Freiburg sowie das Auswärtsspiel beim FC Bayern. "Da könnten wir ruckzuck abrutschen." Ohnehin sieht der Plan der Hoffenheimer in diesem Jahr noch nicht vor, einen der zwei Champions-League-Plätze zu erreichen. "Im nächsten Jahr gibt es einen Platz mehr für die Champions League, dann wollen wir um die Top drei mitspielen", sagt Ehrmann. Auch vor dem Hintergrund, dass die Konkurrenz aus Frankfurt und Potsdam aufrüsten will.

Jetzt geht es erstmal gegen Wolfsburg - und den dunklen Fleck in der Bilanz: Noch nie hat die TSG Hoffenheim dieses Duell für sich entschieden. "Aber in einem Spiel ist immer alles möglich", sagt Ehrmann.

Martin Peter
Jürgen Ehrmann hat sein Bundesliga-Team weiterentwickelt, spielt plötzlich vorne in der Liga mit. Gegen Wolfsburg aber hat die TSG noch nie gewonnen.
Jürgen Ehrmann hat sein Bundesliga-Team weiterentwickelt, spielt plötzlich vorne in der Liga mit. Gegen Wolfsburg aber hat die TSG noch nie gewonnen. (Foto: dpa)

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