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Die gute Stube des VfL Brackenheim

Sieben Mal hat der VfL Brackenheim das Turnier in Kirchardt gewonnen. Doch auch abseits des Super-Seriensiegers hat der KS-Cup, wie er nun heißt, viele Geschichten geschrieben. Eine kleine Auswahl von Anekdoten aus der jüngeren Vergangenheit.

Das Hallenfußballturnier der SG Kirchardt gibt es schon lange: Zum 27. Mal wird es am 19. Januar ausgetragen, zum zwölften Mal als Kraichgaustimme-Cup. Anekdoten gibt es zu Genüge. Eine kleine Auswahl aus der jüngeren Vergangenheit.

Beschäftigungstherapie: Als das Turnier noch etwas größer war und über zwei Tage ausgetragen wurde, kam es für die Teilnehmer mitunter zwischen den Spielen zu Pausen von zwei Stunden. Um die Wartezeit besser zu überbrücken, fuhren die Fußballer aus Obergimpern 2014 in der einen Pause ins Wettbüro nach Sinsheim und in der nächsten zu Teamkollege Fabian Schwaiger ins nahegelegene Grombach. Da wurde Fifa auf der Playstation gezockt. Trainer Alexander Breunig, heute Coach in Kirchardt, nahm es locker. "Ich kann die Jungs hier ja nicht einsperren." Er spielte derweil Karten.

Glück gehabt: Nur einen kleinen Moment nicht aufgepasst, schon war sie hinüber, die Brille des Kollegen Alexander Bertok. Der Sportredakteur der Heilbronner Stimme war im Jahr 2017 zum Fotografieren vorbeigekommen. Nah am Feld hinter der Bande positioniert, klingelte auf einmal sein Handy. Als er ranging, war es auch schon passiert: Der Ball landete an seinem Kopf − die Brille war hinüber. Glück im Unglück: Es war ja nur eine Lesebrille vom Discounter. Und die neue steht ihm super.

Super Seriensieger: Der Halle in der Schillerstraße in Kirchardt kann getrost als gute Stube des VfL Brackenheim bezeichnet werden. Insgesamt sieben Mal hat der ehemalige Landesligist das Turnier gewonnen. So oft wie niemand anderes. Als einziger Verein bislang durfte Brackenheim den Cup 2014 für immer in seine Schatzkammer mitnehmen. "Dieser Pokal macht sich sehr gut in unserem Sportheim", sagte der damalige Trainer VfL-Trainer David Pfeiffer, der heute Verbandsligist VfB Eppingen trainiert. Immerhin: Seitdem gibt es einen neuen, noch viel schöneren Pokal. Die Brackenheimer indes waren seit ihrem Triumph 2016 nicht mehr in Kirchardt gesehen.

Endlich Erster: Damit hatte keiner gerechnet: Die SG Kirchardt hat 2018 das eigene Turnier gewonnen, nach zehn Jahren wieder. Passender hätte es kaum sein können: Denn es war das Jubiläumsjahr des Turniers, das zum 25. Mal ausgetragen wurde, zum zehnten Mal als Kraichgaustimme-Cup. Dabei sah es zu Beginn düster aus für die SG: Nach zwei Niederlagen zum Auftakt drohte der SG das gleiche Schicksal wie 2017, als man mit null Punkten sang- und klanglos rausgeflogen war. "Im dritten Spiel haben wir dann den Schalter umgelegt", meinte Trainer Mike Altschuh damals. "Danach lief es dann."

Mister Stimme-Cup: Seit 27 Jahren gibt es das Turnier in Kirchardt nun schon, der seit 2008 auch als KS-Cup bekannt ist. Immer ganz vorne dabei gewesen ist Alfons Geiger. Noch im Jubiläumsjahr 2018 führte der 76-Jährige als Turnierleiter durch den Tag − und erlebte damals den doch überraschenden Turniersieg seiner SG mit. Ein besonderer Tag auch für Alfons Geiger, der für seine langjährigen Verdienste im Vereinswesen ein Jahr zuvor noch mit dem Ehrenamtspreis bedacht wurde. Auch wenn er inzwischen mehr Unterstützung hat: Geiger ist und bleibt Mister-KS-Cup.

Leichtfüßige Kicker: Als Trainer staunte Nikola Grgic bei der traditionellen Winterfeier der SG Kirchardt am Abend vor dem Turnier vergangenes Jahr Bauklötze über die tänzerisch leichtfüßige Darbietung seiner Fußballer. "Ich wusste nicht, dass sie so beweglich sind", sagte Grgic, inzwischen Co-Trainer der Neckarsulmer Sport-Union. Auch die Kreativität seiner Kicker hatte es ihm durchaus angetan. "Die hätte unserem Angriffsspiel auch nicht geschadet", so Grgic. Immerhin: Es reichte noch zu Platz drei für die SG.

Dicker Eklat: Viel hatte im vergangenen Jahr nicht gefehlt und der KS-Cup hätte zum ersten Mal in seiner Geschichte keinen Gewinner gehabt. Auch kein Finale. Nachdem ausgerechnet ein erst neu verpflichteteter Spieler des Gastgebers nach dem Halbfinale ausgerastet war und einen Spieler des SV Reihen mit flacher Hand schlug, überlegte Reihen kurz, das Endspiel sausen zu lassen, entschied sich dann aber schnell dagegen. "Solchen Leuten gehört keine Aufmerksamkeit", sagte Co-Trainer Martin Schenk. Gute Entscheidung, Reihen gewann das Finale mit 7:6 nach Neunmeterschießen gegen Türkiyemspor Obereisesheim. Und der Übeltäter flog hochkant raus.

Stephan Sonntag
Das Turnier in Kirchardt ist seit bald drei Jahrzehnten fester Bestandteil im Kraichgau. Am 19. Januar werden wieder neue Geschichten geschrieben.
Das Turnier in Kirchardt ist seit bald drei Jahrzehnten fester Bestandteil im Kraichgau. Am 19. Januar werden wieder neue Geschichten geschrieben. (Foto: Archiv/Krüger)

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