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Im Landesliga-Derby geht es auch um Emotionen

Aufsteiger SG Sindringen/Ernsbach empfängt die TSG Öhringen zum hohenlohischen Landesliga-Derby. Dabei trifft der ehemalige Öhringer Trainer Marius Müller auf seinen Nachfolger Wolfgang Guja.

Es ist eine ganz besondere Konstellation. Vor allem für Marius Müller. Die TSG Öhringen war seine erste Trainerstation. Nun coacht er den Landesliga-Aufsteiger SG Sindringen/Ernsbach. Am Samstag (Spielbeginn 16 Uhr in Sindringen) empfängt er nun die Öhringer zum Derby. Zum ersten Mal überhaupt stehen sich die beiden Teams in einem Landesligaspiel gegenüber.

Vor eineinhalb Jahren machte er dort Schluss, nachdem er den Club von der Bezirksliga bis in die Verbandsliga geführt hatte. "Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter", sagt Müller. Allerdings gibt es kaum noch Spieler in den Öhringer Reihen, die unter Müller spielten. Kapitän Philipp Schropp ist noch übrig geblieben. Dazu die reaktivierten Nothelfer Andreas Hofmann und Johannes Deibert.

Vorfreude ist auf beiden Seiten vorhanden

Die Vorfreude auf das Derby ist jedenfalls vorhanden. "Das beste wäre, wenn sich die Spieler genauso auf solche Derbys freuen würden wie die Trainer", sagt Öhringens Coach Wolfgang Guja. Für ihn geht es in solchen Spielen in erster Linie um die Emotionen. "Ich will sehen, dass die Jungs für das Spiel brennen und zeigen wollen, was sie können", sagt Guja. "Jeder muss hinterher vom Platz gehen und mit sich zufrieden sein. Unabhängig vom Ergebnis. Jeder muss alles gegeben haben."

Aus gemeinsamen Bezirksliga-Zeiten kennen sich die Clubs noch gut. "Wir haben uns gegen die immer schwer getan", sagt Öhringens Sportlicher Leiter Jürgen Birkert. Er selbst wird die Partie allerdings nicht sehen, da er im Urlaub ist.

Beide Trainer haben großen Respekt vor dem anderen Team

"Beide Teams werden großen Respekt haben", sagt Müller. Öhringen ist in der Landesliga etabliert, hat gute Strukturen und eine gute Mannschaft." Allerdings werden beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung antreten. Bei der TSG fehlen Mert Sipahi und Jona Baur, weil sie mit dem TSV Weilimdorf momentan in der Futsal-Champions-League spielen. Marc Hütter ist im Urlaub. Noch größere Sorgen hat Müller.

Der ehemalige Öhringer Steffen Pscheidl ist angeschlagen. Oleg Romenski hat sich eine Knieverletzung zugezogen. Fabio Roth, der erst operiert wurde, fällt ebenso länger aus wie Valentin Gronbach (Achillessehne). Dazu ist Chris-Michael Nöthe wegen einer gelb/roten Karte gesperrt. So steht Fabian Kollmar, der vom Kreisligisten Michelbach/Wald kam, vor seinem Landesliga-Debüt.

Viele Ausfälle auf beiden Seiten

"Ich denke, wir brauchen uns trotzdem nicht verstecken", sagt Marius Müller. "Auch wenn wir der Aufsteiger sind und die mehr Landesligaerfahrung haben. Das wird eine Hausnummer, bei der die Tagesform entscheidet. Für Steffen Pscheidl und mich ist das auf jeden Fall ein besonderes Spiel", sagt Müller. "Ich denke gerne an die schöne Zeit zurück. Das Positive hat überwogen." Jetzt geht es aber eben gegen seinen Ex-Club und seinen Nachfolger.

"Wir spielen nicht gegen ihn", sagt Guja über die Konstellation. "Es geht gegen die SG Sindringen/Ernsbach. Und vor allem geht es um Punkte, die wir dringend brauchen." Seine Mannschaft ist nach zwei Unentschieden zumindest ungeschlagen. Die SGSE hat erst einen Punkt auf der Habenseite und wartet noch auf den ersten Landesligasieg der Vereinsgeschichte. "Mit Unentschieden kommt man nicht vom Fleck", sagt Guja. "Das haben wir vergangene Saison gemerkt. Entscheidend ist, gewinnen zu wollen. Es ist ein Auswärtsspiel, ein Derby. Die sind hoch verdient aufgestiegen und haben eine gewisse Qualität. Deshalb sehe ich die Teams auf Augenhöhe."

So langsam gewöhnt sich die SGSE an das höhere Tempo, an die gestiegene Zweikampfhärte in der Landesliga. "Wir haben selbst genügend Baustellen", will sich Guja nicht am Gegner orientieren. "Wir wollen unser Spiel durchbekommen. Das wird nicht ganz einfach." Denn wie Müller muss er wegen der Ausfälle erneut die Mannschaft umstellen. "Das eine ist die Taktik. Aber es geht auch darum, die Handbremse zu lösen, mit Engagement und Einsatz ranzugehen. Es ist ein Derby, da muss man was zeigen", sagt Guja.

Und die Konstellation ist dieses Mal eben eine ganz besondere. Auch für ein Derby. "Das beste wäre, wenn sich die Spieler genauso auf solche Derbys freuen würden wie die Trainer."

Marc Schmerbeck
Marius Müller blickt dem Derby gegen die TSG Öhringen gelassen und mit Vorfreude entgegen. Mit Sindringen/Ernsbach hofft er auf den ersten Saison-Sieg.
Marius Müller blickt dem Derby gegen die TSG Öhringen gelassen und mit Vorfreude entgegen. Mit Sindringen/Ernsbach hofft er auf den ersten Saison-Sieg.

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