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Die Gefühls-Achterbahn des Luca Pfeiffer

Der Hohenloher Luca Pfeiffer trifft für Würzburg gegen seinen Jugendverein TSG Hoffenheim. Auch weitere Protagonisten aus der Region treten im DFB-Pokal als Torschützen in Erscheinung: Jeremias Lorch und Dejan Bozic.

Luca Pfeiffer kam schwer in den Schlaf. Adrenalin ist ja auch kein Schlafhormon. Viel zu aufregend war der Arbeitstag des 22-jährigen Stürmers der Würzburger Kickers. Über 120 Minuten hatte der Drittligist den letztjährigen Champions-League-Teilnehmer aus Hoffenheim am Rande einer Niederlage in der ersten Runde des DFB-Pokals. Erst im Elfmeterschießen scheiterte der Außenseiter mit 4:5.

Doppelter Lattentreffer in der Verlängerung

In der Verlängerung hätte der Mann aus Gommersdorf in Hohenlohe zum Matchwinner werden können. "Geträumt habe ich nicht von dem Spiel", sagt Luca Pfeiffer am Sonntag. Im Traum, da wäre dieser sehenswerte, satte Drehschuss in der 108. Minute nicht an der Latte des Hoffenheimer Tores gelandet. So filigran gelingt die Drehung kaum einem anderen 1,96-Meter-Kicker. Sein Nachschuss küsste die Oberkante der Torlatte. Sechs Minuten später köpfte der 22-jährige ehemalige Spieler des FSV Hollenbach dann doch noch das 3:3. Sein Kopfballspiel hat Luca Pfeiffer als verbesserungswürdig ausgemacht.

Scheint gelungen. Beim Tor in der 114. Minute setzte er sich gegen Benjamin Hübner durch. "Bei seiner Größe muss man ab und zu mal ein Kopfballtor machen", sagt sein Vater Karlheinz Pfeiffer, der den Hohenloher Bezirksligisten TSV Neuenstein trainiert. Pfeiffer junior setzte zu einem großen Jubellauf an. "In solch einem Moment denkst du nicht daran, dass es ein Tor gegen den Ex-Verein ist", sagt Luca Pfeiffer, der bis zur U17 bei der TSG kickte. "Ein guter Typ und Spieler, ich kenne ihn noch aus der Jugend", erinnert sich Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen, der einst die TSG-Nachwuchsakademie leitete. Zu einem Gespräch der beiden hinterher kam es nicht. "Wir sind uns leider nicht über den Weg gelaufen", sagt Luca Pfeiffer, der mit seinen Teamkollegen nach dem Spiel noch im Vip-Bereich des Stadions zusammensaß.

Pfeiffer hatte ein schlechtes Gefühl vor dem Elferschießen

Dort ging es sicherlich auch noch einmal um das verlorene Elfmeterschießen. Dabei drängelte sich Pfeiffer nicht nach vorn. "Ich hatte nicht so ein gutes Gefühl", sagt Pfeiffer, der nicht zu den sechs Würzburger Schützen gehörte. Das Trikot des Pokalspiels bekommt einen Ehrenplatz. "Das hänge ich mir auf", sagt Pfeiffer, der im Sommer mit dem VfL Osnabrück aus der 3. Liga in die 2. Liga aufstieg, nun aber wieder näher an der Heimat in Würzburg spielt.

Pfeiffer ist nicht der einzige Fußballer aus der Region, der in der 1. Runde des DFB-Pokals ein Tor erzielte. Dejan Bozic aus Nordheim machte für seinen Chemnitzer FC gegen den HSV das 1:0 per Strafstoß. Der Drittligist zwang den Zweitligisten mit einem 2:2 in die Verlängerung. Beim anschließenden Elfmeterschießen fehlte der in der 74. Minute ausgewechselte 26-Jährige. Der HSV gewann 6:5.

Lorch als Doppelpacker für Wehen

Gar als doppelter Torschütze glänzte Jeremias Lorch bei Zweitligist SV Wehen Wiesbaden. Der Mann aus Brackenheim staubte nach 53 Minuten beim Stand von 0:2 zum 1:2 gegen den 1. FC Köln ab. Drei Minuten später war er mit einem 30-Meterschuss zum 2:2 erfolgreich. Sehr zur Freude des aus Heilbronn stammenden Trainers Rüdiger Rehm. 3:3 hieß es nach 120 Minuten. Der Verlauf der Partie glich exakt jener 24 Stunden zuvor in Würzburg. Köln setzte sich mit 3:2 im Elfmeterschießen durch.

Kevin Conrad aus Öhringen führte den SV Waldhof Mannheim als Kapitän ins Duell mit Erstligist Eintracht Frankfurt. Beim Stand von 2:0 und 3:2 war der Drittligist nah dran an einem Cup-Coup. Am Ende hieß es 5:3 für den Erstligisten. Nach dem Pokal ist vor dem Pokal für Kevin Conrad. Der 29-Jährige gastiert am 21. August mit Mannheim in der 3. Runde des badischen Verbandspokals beim VfR Gommersdorf.

Von Florian Huber
Ein Tor, ein Schrei: Luca Pfeiffer (FC Würzburger Kickers) bejubelt hier seinen Treffer zum 3:3 in der 114. Minute.
Ein Tor, ein Schrei: Luca Pfeiffer (FC Würzburger Kickers) bejubelt hier seinen Treffer zum 3:3 in der 114. Minute. (Foto: imago images/foto2press)

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