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Ein grätschender Grieche für die TSG

Hoffenheims Neuzugang Konstantinos Stafylidis will sich als Linksverteidiger nicht mit Vorgänger Nico Schulz vergleichen. Hart arbeiten will er trotzdem.

Seine Rolle bei der TSG Hoffenheim hat Konstantinos Stafylidis sehr schnell verinnerlicht. Dass er hart arbeiten müsse, das sagt der griechische Neuzugang beim Pressetermin immer wieder. In jedem zweiten Satz auf Englisch bringt er ein "work hard" unter. Am Dienstagvormittag fiel die harte Arbeit aus. Der Grund: ein Schlag auf den Oberschenkel. "Nichts Schlimmes, morgen bin ich wieder fit", sagt "Kostas" Stafylidis. Statt Training war die Behandlung des Pferdekusses angesagt. Ablösefrei hat ihn die TSG Hoffenheim verpflichtet, denn er passt ins klassische Beuteschema der vergangenen Jahre.

Der 26-Jährige ist bundesligaerfahren - und hat seine Qualität beim FC Augsburg bereits unter Beweis gestellt. Zudem soll der Neue nicht nur Qualität, sondern auch Mentalität mitbringen. Nette Jungs für spielerische Lösungen hat dieser Hoffenheimer Kader genug. Stafylidis hingegen gilt als Typ der Tat. Nicht viel reden, einfach machen.

Kleines Kunstwerk auf der linken Wade

Das veranschaulicht wohl auch das kleine Kunstwerk auf seiner linken Wade ganz gut. Dort prangt nämlich im Stile eines Verkehrsschilds ein Tattoo, das zeigt, wie ein Fußballer einen anderen umgrätscht. Das signalisiert: Obacht! Hier fliegen ordentlich die Fetzen - oder auch mal die Gegenspieler. Dabei ist Stafylidis keinesfalls ein brutaler griechischer Grätscher. In Augsburg sah er in den vergangenen dreieinhalb Jahren weder Rot, noch Gelb-Rot. Mit seiner Liebe zu Tattoos ist er übrigens im Kraichgau nicht allein: "Hier hat doch jeder Tattoos", sagt er - und lacht.

Bei der TSG Hoffenheim soll er als Linksverteidiger den deutschen Nationalspieler Nico Schulz ersetzen, der für 25 Millionen Euro zu Borussia Dortmund wechselte. "Er hat eine großartige Saison gespielt", sagt der neue Linke über den alten. "Ich werde versuchen ihn zu ersetzen, aber ich vergleiche mich nie mit anderen Spielern. Ich muss mehr geben als ich kann", sagt Stafylidis. Der sympathische Mann aus Thessaloniki bleibt ansonsten oft im Vagen, denn "ich rede nicht gerne über mich selbst. Das sollen andere machen."

Stafylidis: Hier wird anderer Fußball gespielt

In Sachen Stärken sei der Fußballplatz wie ein Spiegel. Soll heißen: Schaut doch, was ich kann und macht euch selbst ein Bild davon. Zunächst gilt es, die neue Spielweise zu verinnerlichen: "Hier wird anderer Fußball gespielt."

Der Neue ist als Linksverteidiger eingeplant, seine Lieblingsposition ist allerdings zentraler beheimatet. Als Sechser vor der Abwehr. "Ich mag diese Position, weil man dort häufiger den Ball hat", sagt er. Dort ist die Konkurrenz mit Florian Grillitsch, Dennis Geiger oder Howard Nordtveit jedoch hochkarätiger als auf der linken Seite.

Für hochtrabende Ziele ist es noch zu früh

Nach anderthalb Wochen im Kraichgau ist es zu früh, für hochtrabende Ziele. Aber Stafylidis ist nicht nach Hoffenheim gekommen, um gegen den Abstieg zu spielen. "Es war unglücklich, dass Hoffenheim zuletzt nicht unter den Top fünf gelandet ist. Wir versuchen wieder oben mitzuspielen", sagt Konstantinos Stafylidis. Dabei will er eine tragendere Rolle einnehmen als in Augsburg.

In der Vorsaison war Stafylidis vom Verletzungspech verfolgt. Nach einem Rippenbruch warfen Stafylidis in Augsburg immer wieder Muskelverletzungen zurück. "Ich arbeite jetzt noch mehr an mir." Gerade einmal zwölf Bundesligaspiele bestritt er jedoch nur zuletzt. "Ich bin froh, dass ich wieder fit bin", sagt der 24-malige griechische Nationalspieler. Was er an seinem neuen Club und Arbeitsplatz besonders schätzt? "Hier glauben alle Spieler an die Philosophie des Vereins. Jeder hofft, dass wir es wieder in den Europapokal schaffen."

Am Samstag in Sattelbach gegen Eintracht Braunschweig

Bis dorthin ist es jedoch ein weiter Weg. An diesem Samstag (15.30 Uhr) könnte Stafylidis sein TSG-Debüt geben. Dann bestreiten die Hoffenheimer in Sattelbach (bei Mosbach) ihr erstes Testspiel gegen den Drittligisten Eintracht Braunschweig.

Von Florian Huber
Neuzugang Konstantinos Stafylidis (rechts) beim Hoffenheimer Trainingsauftakt in der Vorwoche. Bei der Einheit am Dienstagvormittag fehlte er mit einer leichten Oberschenkelblessur.
Neuzugang Konstantinos Stafylidis (rechts) beim Hoffenheimer Trainingsauftakt in der Vorwoche. Bei der Einheit am Dienstagvormittag fehlte er mit einer leichten Oberschenkelblessur. (Foto: dpa )

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