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Bitteres Saison-Finale für den SSV Gaisbach

Der SSV Gaisbach steigt trotz 4:3-Sieg gegen Crailsheim aus der Landesliga ab. Öhringen und Pfedelbach holten am letzten Spieltag jeweils einen Punkt und sichern den Klassenerhalt.

Erst der Jubel, dann die Enttäuschung: Der SSV Gaisbach freute sich am Samstag erst über den 4:3-Sieg gegen den TSV Crailsheim, dann kam aber die Enttäuschung.

Da der TSV Pfedelbach in Schornbach nur 1:1 spielte, steigen die Gaisbacher wegen des schlechteren Torverhältnisses nach einem Jahr direkt wieder aus der Landesliga ab. Schornbach hat in der Relegation noch eine Chance, die Klasse zu halten. Die TSG Öhringen hat mit einem Punktgewinn beim 1:1 gegen den TV Pflugfelden ebenfalls eine weitere Landesliga-Saison vor sich.

Pfedelbach schafft es nicht, Schützenhilfe zu leisten

"Schade, dass wir das 2:1 nicht mehr gemacht haben. Es wäre uns bedeutend lieber gewesen, nächste Saison gegen Gaisbach als gegen Schornbach zu spielen. Ganz ehrlich, das ist doch bei denen kein Fußball, das ist eine andere Sportart", sagte Pfedelbachs Trainer Martin Wöhrle. "Da wird der Ball nur nach vorne gehauen."

Ein richtig gutes Landesliga-Spiel war dagegen auf dem Gaisbacher Ballenwasen zu sehen. "Das ist Fußball. Deshalb ist es so ein geiler Sport, weil immer alles passieren kann", meinte Crailsheims Trainer Michael Gebhardt. Seine Mannschaft verlor nach einer 3:1-Führung noch mit 3:4 und verpasste die Aufstiegsrelegation. Allerdings nicht wegen der Niederlage. Sondern weil Heimerdingen in Allmersbach mit 2:0 gewann und Rang zwei verteidigte. "Deshalb tut es auch nicht so sehr weh", sagte Gebhardt.

Enttäuschung sitzt bei Gaisbach tief

Da saß die Enttäuschung bei den Gaisbachern schon tiefer. "Schade, dass uns Pfedelbach keine Schützenhilfe leisten konnte", sagte Trainer Florian Megerle nach seiner letzten Partie. Er legt eine Pause ein. "Aber wir haben in den Wochen davor den Punkt liegen lassen. Heute bin ich aber stolz auf meine Mannschaft. Wir haben einen richtig guten Fußball gegen eine starke Mannschaft gespielt." So war es zu jeder Zeit eine Partie auf Augenhöhe.

"Wenn die Mannschaft so in der gesamten Rückrunde gespielt hätte und diese Moral gezeigt hätte, dann wäre der Abstieg zu vermeiden gewesen", sagte Gaisbachs Jonas Sterbenk. Nur zwölf Punkte holte der SSV in der Rückrunde - zu wenig, trotz der ordentlichen Vorrunde.

SSV wollte gegen Crailsheim unbedingt die letzte Chance nutzen

Gegen Crailsheim wollte das Team unbedingt die letzte Chance nutzen. Nach einer Abtastphase zu Beginn entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Tamas Herbaly (22.) Crailsheim in Führung brachte und Daniel Stark nur eine Minute später den Ausgleich erzielte.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde brachte Tim Messner die Gäste erneut in Führung. Zu diesem Zeitpunkt standen sie in der Aufstiegsrelegation, da Heimerdingen noch kein Tor erzielt hatte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Herbaly auf 3:1.

Doch die Gaisbacher resignierten nicht, spielten weiter mit. Als Pfedelbach in Schornbach der Ausgleich gelang und Pietro Palumbo (81.) der Anschlusstreffer, herrschte wieder Hoffnung auf die Relegation. Nur drei Minuten später glich Janik Koppenhöfer aus. Durch die späte Heimerdinger Führung in der 90. Minute gegen Allmersbach war für Crailsheim die Hoffnung auf Platz zwei erledigt. Mit dem letzten Angriff gelang David kalis noch der Gaisbacher Siegtreffer. Heimerdingen legte in der Nachspielzeit das 2:0 nach, nur Pfedelbach traf zum Pech der Gaisbacher in Schornbach nicht mehr.

Pfedelbach tut sich in Schornbach schwer

"Es ist dort auch echt schwer, etwas hinzubekommen", sagte Wöhrle. "Wir haben schon alles probiert. Es ging leider nicht mehr." Giacchino Colletti (37.) brachte Schornbach mit 1:0 in Führung, nachdem Michael Blondowski zuvor eine TSV-Großchance liegen ließ. In der zweiten Halbzeit glich Julian Krämer (72.) nach einem Eckball noch aus. "Danach gab es noch ein, zwei Chancen auf jeder Seite", sagte Wöhrle.

Durch das Unentschieden war auch der Öhringer Klassenerhalt klar.

Ein hartes Stück Arbeit für Öhringen

"Es war ein hartes Stück Arbeit", sagte Trainer Wolfgang Guja. "Pflugfelden wollte das letzte Heimspiel auf keinen Fall verlieren." Mit einem Sonntagsschuss von Enes Kalan (62.) gingen die Gastgeber in Führung. Alexander Overcenko (70.) glich aus. "In der zweiten Halbzeit waren wir auch gut im Spiel", sagte Guja. Overcenko hatte noch zwei gute Chancen auf das 2:1, ließ sie aber ungenutzt. "Wir sind alle glücklich", sagte Guja. Öhringen schließt die Saison als Elfter ab, Pfedelbach auf Rang neun.

SSV Gaisbach: Eberle, Schukraft, Fichte (66. Palumbo), Koppenhöfer, Stark, Sterbenk, Minder (77. Alankus), Ipek, Kalis, Stephan, Baur.

TSV Crailsheim: Weiß, Herbly, Krause (77. Krebs), Wolf, Fuchs, Hüttl, Messner, Munz (89. Saidy), Wagemann, Hertfelder (40. Wappler), Schwenker.

TSV Pfedelbach: Petrowski, Hütter, Gebert, Steigauf, Lück, Sergen Uzuner, Kaan Uzuner, Krämer, Cebulla, Blondowski, Schmidgall.

TSG Öhringen: Overkamp, Weyreter, Rup, Overcenko (87 Kasaj), Hofmann, Deibert, Scholta, Ceesay, Bäuerle, Della Rocca (78. Lauser), Schropp.

Von Marc Schmerbeck
Dem Gaisbacher David Kalis (Zweiter von links) gelang beim 4:3-Sieg gegen den TSV Crailsheim per Kopf das vorerst letzte Gaisbacher Landesliga-Tor.
Dem Gaisbacher David Kalis (Zweiter von links) gelang beim 4:3-Sieg gegen den TSV Crailsheim per Kopf das vorerst letzte Gaisbacher Landesliga-Tor. (Foto: Herbert Schmerbeck)

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