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NSU kommt im Sparmodus zum vollem Ertrag

Fußball-Oberligist Neckarsulmer Sport-Union bezwingt den SV Linx in der Schlussphase mit 3:1 und schafft den vierten Sieg in den vergangenen fünf Spielen.

Oberligist Neckarsulmer Sport-Union ist am Samstagnachmittag ein weiterer wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gelungen. Am Samstag wurde der SV Linx 3:1 bezwungen. Allerdings ließ die NSU die 300 Zuschauer im Pichterich lange zittern, die beiden entscheidenden Treffer fielen erst in der Schlussphase der Partie.

Kraftraubende Partien

Die Begegnung gegen defensiv starke Linxer gestaltete sich zäh, die Sport-Union knüpfte nicht über die komplette Spielzeit an die guten Leistungen der vergangenen Wochen an. So brachte NSU-Sportdirektor Marco Merz die 90 Minuten mit nur wenigen Worten prägnant auf den Punkt. "Sparsame Leistung, grandioser Ertrag." Der Neckarsulmer Trainer Marcel Busch ergänzte: "Die vergangenen Spiele haben schon Kraft gekostet, außerdem haben wir in dieser Saison richtig gute Leistungen gezeigt und standen dann mit leeren Händen da."

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. Nach zwei Zeigerumdrehungen musste der Linxer Keeper Joshua Huelsmann sein ganzes Können aufwenden, um einen Barini-Schuss aus dem rechten Winkel zu fischen. Die NSU hielt das Tempo zunächst hoch, hatte viel Ballbesitz und eine gute Passgenauigkeit. In der 25. Minute eroberte Steven Neupert den Ball, Ouadie Barini flankte auf Maxi Gebert, der sehenswert per Kopf zum 1:0 vollendete.

Überraschender Ausgleich

Die Sport-Union hatte auf dem Rasen alles im Griff, ehe aus dem Nichts das 1:1 fiel. Nach einem Neckarsulmer Ballverlust passte Jean-Gabriel Dussot gedankenschnell in den Strafraum, wo Wacim Tine das Leder unter die Latte drosch. NSU-Keeper Marcel Susser war chancenlos. "Wir haben gut ins Spiel gefunden, sind verdient in Führung gegangen. Der Ausgleich fiel überraschend", ärgerte sich Busch. Die Sport-Union tat sich fortan schwer, während die südbadischen Gäste nun den ein oder anderen gefährlichen Konter setzten.

Die Sport-Union hatte gegen die tiefstehenden Gäste große Probleme im Spielaufbau. Das Mittelfeld, zuletzt die große Stärke der NSU, setzte sich nicht wie gewohnt in Szene. "Zwischen der 35. und 80. Minute hatte man das Gefühl, es ist der letzte Spieltag und es spielt der Neunte gegen den Elften um die berühmte goldene Ananas", sagte Marco Merz. In der Tat waren Höhepunkte in dieser Phase Mangelware. Die NSU setzte sich gegen stark verteidigende und äußerst diszipliniert auftretende Linxer offensiv kaum in Szene, auf der Gegenseite agierten aber auch die Gäste bei ihren Kontern nicht exakt genug.

Neuperts Weckruf

"Das ist zu wenig Jungs", schrie NSU-Verteidiger Robin Neupert in der 81. Minute über den Platz. Es war ein Weckruf. Nur drei Minuten später führte der schönste Angriff des Spieles zur erneuten Neckarsulmer Führung. David Gotovac, Steven Neupert, Claudio Bellanave und wieder Steven Neupert waren auf engstem Raum die Stationen, ehe Serhat Ayvaz das Leder aus kurzer Distanz zum 2:1 ins Netz stocherte.

Der Jubel darüber war kaum verhallt, da zirkelte Daniel Schmelzle einen Freistoß aus 20 Metern, halbrechte Position, ins kurze Eck. 3:1, die so wichtigen drei Punkte waren sicher. "Ich habe viel Verständnis für meine Jungs, außerdem hat es Linx richtig gut gemacht. Entschuldigen müssen wir uns daher für diesen Sieg nicht", sagte ein erleichterter Trainer Marcel Busch nach dem Abpfiff. Gäste-Trainer Sascha Reiß trauerte einem Remis nach, das auch nicht unverdient gewesen wäre: "Für uns hat hier eigentlich alles gestimmt - bis auf das Ergebnis."

Während sein Team auf Rang 14 verharrt, baute die NSU den Vorsprung auf die Gäste auf acht Punkte aus und steht nach nun vier Siegen aus den den letzten fünf Begegnungen vorübergehend auf dem zehnten Tabellenrang. red

Neckarsulmer SU: Susser, Gotovac (89. Hatzis), Schmelzle, R. Neupert, Klotz (64. Bellanave), M. Romano (69. Albert), Schneckenberger, S. Neupert, Gebert (79. Ayvaz), Seybold, Barini. Schiedsrichter: Marcel Lalka (Göppingen). Zuschauer: 300.

Jubel-Rudel: Den ersten Grund zum Feiern hatten die Spieler der Neckarsulmer Sport-Union nach 25 Minuten. Die beiden entscheidenden Tore zum 3:1-Erfolg über den SV Linx fielen dann aber erst in den Schlussminuten.
Jubel-Rudel: Den ersten Grund zum Feiern hatten die Spieler der Neckarsulmer Sport-Union nach 25 Minuten. Die beiden entscheidenden Tore zum 3:1-Erfolg über den SV Linx fielen dann aber erst in den Schlussminuten. (Foto: Alexander Bertok)

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