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Schwungvoll dem Derby-Gegner einen verpassen

Das ist die Situation der Kontrahenten vor dem schwäbisch-badischen Duell der Stuttgarter gegen die TSG Hoffenheim am Samstagmittag.

Julian Nagelsmann ist in den vergangenen 37 Monaten sehr viel gelungen als Trainer der TSG Hoffenheim. Eins fehlt noch. Ein Erfolgserlebnis im Landesduell in Stuttgart. 1:5 und 0:2 hieß es zuletzt aus Sicht der Hoffenheimer bei den Gastspielen in der Landeshauptstadt. "Im Nachwuchs habe ich auswärts immer gewonnen beim VfB. Bei den Profis hat das bislang dort nicht so gut geklappt. Es ist vielleicht ein ganz guter Zeitpunkt, das am Samstag zu ändern", sagt Hoffenheims Trainer vorm Duell (15.30 Uhr, Sky). Das ist die Lage bei den beiden Kontrahenten.

TSG als eine Art Abstiegskandidatenchecker

Ausgangssituation: Hoffenheims Ermin Bicackic kommt aus Möckmühl, erlebte sein Profidebüt beim VfB Stuttgart und sagt nun: "Stuttgart ist aufgrund seines Tabellenplatzes ein angeschlagener Boxer, der daher besonders gefährlich ist." Für Julian Nagelsmann müssen die Hoffenheimer zu K.o.-Königen werden. "Wenn ein Boxer angeschlagen ist, dann wäre es ratsam ihm noch eine zu verpassen. Bildhaft gesprochen", sagt Julian Nagelsmann.

Das sagt die beiden Trainer über den jeweiligen Gegner: "Ich habe riesigen Respekt vor Hoffenheim. In der Offensive sind sie unheimlich gefährlich. Wir wissen aber auch, dass sie defensiv anfällig sind", glaubt Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl. Hoffenheim setzte sich zuletzt gegen die Kellerkinder Hannover (3:0) und Nürnberg (2:1) durch. Die TSG als eine Art Abstiegskandidatenchecker, sozusagen. "Den VfB schätze ich stärker ein als die anderen zwei", sagt Julian Nagelsmann, der sich das 5:1 des VfB gegen Hannover zuletzt live im Stadion anschaute. "Ich glaube nicht, dass sie nur hinten drin stehen", sagt Julian Nagelsmann über den Bundesliga-16: "Es ist ja ein Derby, in das man mit eine paar Prozentpunkten mehr Elan reingeht als Spieler und als Trainer."

Wackelige Trainerstühle

Trainerfrage: Für Nagelsmann ist es das fünfte Duell mit Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart. Und ein Novum: Denn zum ersten Mal sitzt da tatsächlich auch noch der gleiche VfB-Trainer wie beim vorangegangenen Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim. Nagelsmanns Stuttgarter Kollegen hießen im direkten Duell Jürgen Kramny, Hannes Wolf, Tayfun Korkut und nun zum zweiten Mal Markus Weinzierl. Weinzierl könnte bei einer Heimpleite gegen den VfB wieder wackeln. Aber die Trainerfrage stellt sich eben auch in Hoffenheim. Vor bald neun Monaten hat Julian Nagelsmann seinen Abschied im Sommer 2019 gen RB Leipzig angekündigt. Im "Winter" sollte der TSG-Trainer 2019/20 fix sein, so wiederholten es Geschäftsführer Peter Görlich und Sportdirektor Alexander Rosen bei jeder Nachfrage unisono mit dem Hinweis: "Wir haben ja noch Winter."

Nächste Woche ist nun auch kalendarischer Frühlingsbeginn, der meteorologische war bereits am 1. März. "Ich bin nicht mehr eingeweiht, was hinter den Kulissen passiert", sagt Nagelsmann auf Stimme-Nachfrage. Wundert er sich eigentlich, dass sein Nachfolger noch nicht feststeht? "Es wundert mich nicht, ich kenne nur das Zeitfennster, das alle kennen. Irgendetwas hemmt noch die Verkündung", sagt er zum Zeitfenster "Winter": "Entweder man hat noch keinen gefunden oder man muss noch warten." Langzeit-Favorit Marco Rose von RB Salzburg scheint zu pokern. Je länger das dauert, desto unwahrscheinlicher ist, dass er in den Kraichgau kommt. Mögliche Alternativen (weiterhin Salzburg, Wolfsburg, Schalke) scheinen nicht minder attraktiv zu sein.

Personalsituation: Kein Grund für Klagen gibt es beim VfB Stuttgart. "Wir sind in der glücklichen Lage, dass alle 21 Feldspieler gesund sind", sagt Markus Weinzierl. Reiss Nelson bekam zuletzt vom Hoffenheimer Trainerteam eine Zwangspause verordnet. "Er hat gut trainiert diese Woche. Den Sinn hat es glaube ich erfüllt", sagt Nagelsmann über den jungen Engländer. Kerem Demirbay trainierte diese Woche wieder. Kasim Adams hat seine Sperre abgesessen. "Wir haben wieder mehr Alternativen", sagt Julian Nagelsmann.

Von unserem Redakteur Florian Huber
Hoffenheims Torschütze Ishak Belfodil (rechts) jubelte im vergangenen Oktober mit Joshua Brenet über sein Tor zum 4:0-Endstand gegen den VfB Stuttgart.
Hoffenheims Torschütze Ishak Belfodil (rechts) jubelte im vergangenen Oktober mit Joshua Brenet über sein Tor zum 4:0-Endstand gegen den VfB Stuttgart. (Foto: dpa)

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