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Hoffenheims U19 nach Elfmeter-Schießen im Viertelfinale

Der Keeper der Hoffenheimer U 19 pariert beim 4:2-Sieg in der Youth League zwei Elfmeter von Dynamo Kiew. Jetzt kommt Real Madrid.

Als die Mannschaft im Kreis auf und ab hüpfte, da fehlte einer: der Held. Daniel Klein stand abseits am Rand, ließ sich beglückwünschen, schrieb das eine oder andere Autogramm - und hielt für Selfies mit den Fans her. Seinen 18. Geburtstag: Den hatte der U19-Keeper der TSG Hoffenheim spontan um einen Tag nach vorne verlegt und sorgte dafür, dass mit ihm auch alle anderen feierten.

Mit zwei gehaltenen Elfmetern im Achtelfinale der Youth League gegen Dynamo Kiew am Dienstagabend war der noch 17-Jährige der Matchwinner - und für den Moment vermutlich der glücklichste Mensch der Welt. "Ich habe mich selbst und die Mannschaft gleich mit beschenkt", sagte Klein. 0:0 hieß es am Ende der 90 Minuten, im anschließenden Elfmeterschießen setzte sich die TSG mit 4:2 durch.

Dass der Sieg verdient war, daran hatte kaum einer der 2650 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion einen Zweifel. Auch Trainer Marcel Rapp nicht. "Wir waren schon spielbestimmend, ich denke, die bessere Mannschaft", sagte er kurz nach Abpfiff stolz. Gerade gegen Ende hatte Hoffenheim das Spiel im Griff, verpasste aber eine Entscheidung in der regulären Spielzeit. Ganz aufmachen indes wollte der Fußballlehrer auch nicht. "Wir haben schon überlegt, ob wir einen dritten Stürmer bringen und hinten einen rausnehmen." Doch einerseits stand die TSG hinten gut. Zum anderen hatte das Trainerteam Vertrauen.

Trainer Rapp sagt: "Lass uns ins Elfmeterschießen gehen"

"Wir wussten schon, dass wir das gut können. Deswegen haben wir gesagt: Lass uns ins Elfmeterschießen gehen. Ist egal", sagte Rapp. So wurde Klein am Ende zum Größten. Davor standen 90 durchaus spannende Minuten, was weniger dem Spiel selber, als dem offenen Ergebnis geschuldet war.

Domenico Alberico war der erste, der nach fünf Minuten einen zaghaften Versuch Richtung gegnerisches Tor unternahm: Der Mittelfeldspieler rutschte bei seinem Schuss aber weg. Immerhin: Ein Anfang war gemacht. Allerdings hatten die Gastgeber kurze Zeit später einen Schockmoment zu überstehen, als ein Klärungsversuch des unter Druck gesetzten Klein missriet und beim freien Serhi Buletsa landete, der aus 20 Metern schnell abschloss. Der Ball zischte knapp am linken Pfosten vorbei. An genau jener Ecke, in der Daniel Klein später zum Hoffenheimer Helden werden sollte. Hoffenheim, das im 3-5-2 agierte, hatte mehr vom Spiel, zeigte durchaus gute Ansätze, nur der letzte Pass vorne: der wollte irgendwie nicht gelingen. "Kiew hat gut verteidigt", sagte Rapp.

TSG stets mit spielerischen Lösungen

Gefährlich wurden die Gastgeber in der 13. Minute nach einer Ecke: Einen flach auf den ersten Pfosten gezogenen Ball erwischte Luis Görlich zwar, er ging aber knapp vorbei. Kiew versuchte sein Glück meist mit Schüssen aus der zweiten Reihe, immerhin der von Buletsa aus 23 Metern senkte sich gefährlich in Richtung Tor (20. Minute). Etwas mutigere Ansätze im Spiel nach vorne zeigten die Ukrainer nach einer guten halben Stunde: Doch ihr offensives 4-3-3 kam nicht ein Mal richtig zur Entfaltung. Die Mannen von Rapp standen hinten sicher, suchten auch unter Bedrängnis immer nach spielerischen Lösungen.

Mehr Tempo nahm die Partie nach der Pause auf. Nach einer Flanke hatten die Ukrainer die wohl beste und ihre einzige Chance aus dem Spiel heraus. Doch die Direktabnahme von Denys Popov landete nur an der Latte. Je länger die Partie dauerte, desto mehr drückte Hoffenheim. Und hatte nun auch Chancen. Doch sowohl Alberico (77.) als auch David Otto (83.) wollte kein Treffer gelingen. Bei Ottos Schuss klärte ein Dynamo-Spieler auf der Linie. Es musste also das Elfmeterschießen für die Entscheidung herhalten.

Ilay Elmkies macht den Deckel drauf

Und das kippte schnell zugunsten der Hoffenheimer. Klein wehrte den zweiten und vierten Elfer der Gäste ab. "Ein geiles Gefühl", fand der junge Keeper, der einfach nach Gefühl entschieden hatte und seinem Team das Viertelfinale gegen Real Madrid schenkte. Ilay Elmkies machte mit seinem Elfer den Deckel drauf.

TSG Hoffenheim: Klein - Wallquist, Bogarde, Nitzl - Geschwill, Alberico, Elmkies, Amade, Görlich - Otto, Tubluk (46. Stojilkovic). Schiedsrichter: Adam Farkas (Ungarn). Zuschauer: 2650.

Von Martin Peter
Eine Großchance in einem 0:0-Spiel: Der Hoffenheimer Domenico Alberico trifft gleich den Ball, aber nicht ins Tor.
Eine Großchance in einem 0:0-Spiel: Der Hoffenheimer Domenico Alberico trifft gleich den Ball, aber nicht ins Tor. (Fotos: Klaus Krüger)

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