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Nach Stotter-Start werfen die Eppinger Meister den Turbo an

Der amtierende deutsche A-Junioren-Meister VfB Eppingen wird wieder Kreismeister im Futsal. Dabei startete der Titelverteidiger denkbar schlecht in das Turnier.

Kaum da - und schon mit dem Rücken zur Wand: Die A-Junioren des VfB Eppingen waren am Samstag wirklich nicht zu beneiden. Als deutscher Futsal-Meister lastete auf den Burschen von Harald Wilkening schon vor dem Start der Kreismeisterschaft ganz ordentlich Druck.

"Wenn man als deutscher Meister herkommt, muss man schon gewinnen", machte Kapitän Giacomo Viczynski aus der Favoritenrolle des VfB in der Helmstadter Schwarzbachhalle keinen Hehl. Der Druck auf sein Team stieg nach dem ersten Spiel jedoch ins Unermessliche: Nach einem 1:2 gegen Hoffenheim II war die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt.

Und doch sollte sich der VfB am Ende durchsetzen. Und das völlig verdient. Selbst einer der größten Konkurrenten um den Titel hatte daran trotz des Patzers keinen Zweifel. "Mit ihrer enormen Physis sind die Eppinger noch immer Favorit", sagte Thomas Fuchs, der Trainer von Ligakonkurrent FC Zuzenhausen. "Der Harald kriegt die wieder in die Spur", sagte er über seinen Trainerkollegen.

Nur noch Endspiele für den VfB

Er sollte recht behalten. Nach einer Ansage von Wilkening war der VfB schon im zweiten Spiel wieder da, schoss die bemitleidenswerte JSG Steinsberg mit 10:0 aus der Halle, ließ den Ball und Gegner laufen. "Wir haben die richtige Reaktion gezeigt", sagte Giacomo Viczynski. Was hatte der Trainer gesagt? "Dass es für uns nur noch Endspiele gibt." Also warf der VfB den Turbo an. Aber es blieb bis zum Schluss spannend.

Vor den letzten beiden Duellen in dem Turnier lagen vier Teams mit neun Punkten gleichauf, so dass es trotz des Modus "jeder gegen jeden" zwei Endspiele gab. Mittendrin: der SV Babstadt. Der Kreisligist muckte auf. "Genau das ist der Plan", sagte Trainer Dennis Herbold. "Vom Papier her sind wir der absolute Außenseiter, unser Plan ist, hier zu gewinnen." Das war selbstbewusst, nach drei knappen 1:0-Siegen in den ersten drei Spielen aber auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. "Wir haben gute Jungs im Team." Mit denen hatte der SV Babstadt schon die Qualifikation dominiert. Warum nicht auch den deutschen Meister bezwingen? "Es ist nicht die Mannschaft vom letzten Jahr", sagte Herbold.

Eppingen hat es wieder in der eigenen Hand

Damit lag er richtig. Aus dem erhofften Sieg im direkten Duell wurde es trotzdem nichts. Mit zwei frühen Toren machte der VfB die eher abwartende Taktik des Underdogs zunichte, schob später noch das 3:0 nach - und hatte es wieder selber in der Hand. Ein Sieg im Duell der beiden Verbandsligisten - der VfB würde wieder triumphieren. Doch auch der FC Zuzenhausen hätte sich den Titel noch sichern können, genau wie Hoffenheim II und Babstadt, die das letzte Spiel gegeneinander bestritten. Was aber für den VfB Eppingen sprach: die überragende Tordifferenz.

Doch der VfB dachte nicht daran, auch nur irgendwas anbrennen zu lassen. Mit 4:0 behielt er deutlich die Oberhand. "Das war ein Lehrstück, wie man in der Halle Fußball spielt", konstatierte Zuzenhausens Trainer Fuchs, dessen Vorhersage zutraf. "Es war die Art, wie wir spielen wollen", war auch Wilkening zufrieden, dass sein Team den Titel doch noch verteidigt hatte.

Hoffenheim II, das im Anschluss gegen Babstadt siegte, musste sich mit Platz zwei begnügen. Immerhin: Man hatte den deutschen Meister bezwungen. Als einziger.

Zwei weitere Sieger

Auch bei den C-Junioren kam der Sieger aus Eppingen: Der VfB setzte sich mit vier Siegen und einem Remis durch, hatte am Ende 13 Punkte auf der Habenseite - drei mehr als der Zweite, die JSG Helmstadt/Bargen/Neckarbischofsheim. Dritter wurde die JSG Sinsheim/Rohrbach. Bei den B-Junioren war der VfB erst gar nicht vertreten, war schon in der Vorrunde ausgeschieden. In Abwesenheit der Eppinger holt sich die JSG Kleiner Odenwald/Reichartshausen den Titel vor dem TSV Dühren und dem SV Adelshofen.

Von Martin Peter
Mit einer Niederlage startete der VfB Eppingen (links Danijel Komlenovic) in die Endrunde um die Futsal-Kreismeisterschaft. Am Ende aber war der amtierende deutsche Meister vor Alihan Kan (rechts) und seiner TSG Hoffenheim II platziert.
Mit einer Niederlage startete der VfB Eppingen (links Danijel Komlenovic) in die Endrunde um die Futsal-Kreismeisterschaft. Am Ende aber war der amtierende deutsche Meister vor Alihan Kan (rechts) und seiner TSG Hoffenheim II platziert. (Foto: Klaus Krüger)

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