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KSC bleibt auf Kurs

Los ging es mit einem absichtlichen Fehlpass: Aspachs Timo Röttger passte den Ball zu Karlsruhes Anton Fink, der ihn zurück zu Aspachs Raphael Jamil Dem spielte. Dann ging erst einmal nichts. Die Drittligisten protestierten am Wochenende mit einer symbolischen Streikminute gegen den Stillstand bei der Regionalliga-Reform. So auch beim 2:1-Sieg des Karlsruher SC bei der SG Sonnenhof Großaspach. Erstmals gibt es in dieser Saison vier Absteiger in der 3. Liga. Doch diese freiwillige Vorleistung für eine Reduzierung auf drei oder vier Regionalligastaffeln brachte bislang keine Bewegung. Wobei die Anzahl der Drittliga-Absteiger für die Großaspacher von größerer Relevanz ist als für den KSC.

Die Badener wollen ja raus aus der 3. Liga. Zurück in die 2. Bundesliga. In Großaspach wäre man mehr als glücklich, im nächsten Sommer auch die fünfte Drittligaspielzeit in Serie mit dem Klassenerhalt gekrönt zu haben. Noch sind Schwaben und Badener jeweils auf Kurs. Der KSC ist nach dem 2:1 in Großaspach Zweiter. "Wir haben gerade einen Lauf", sagte Trainer Alois Schwartz. Vier Siege in Serie sind es nun fürs beste Auswärtsteam. Das neue Stadion, von dem seit Jahren geredet wurde, es wird im Karlsruher Wildpark tatsächlich gebaut.

"Wir sind froh, hier als erste Mannschaft in dieser Saison gewonnen zu haben", sagte Manuel Stiefler gestern Nachmittag. Daran hatte er mit seinem Führungstreffer in der 33. Minute auch Anteil. Anton Fink ließ in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Chance aufs 2:0 liegen, weil Kevin Broll im Aspacher Tor seinen Elfmeter parierte. Die Aspacher unter den 6500 Zuschauern im Fautenhau jubelten. Die einzige Chance für den Sonnenhof in Durchgang eins hatte anschließend Jonas Meiser per Kopf direkt vorm Halbzeitpfiff.

Der 19-Jährige stand auch nach der Pause im Fokus. Bereits gelbverwarnt leistete sich Meiser erneut ein taktisches Foul an der Mittellinie und sah die Ampelkarte. "Das trifft uns hart, wenn einer nicht hinhört", klagte Florian Schnorrenberg. Noch in der Pause hatte er seine Mannen darauf hingewiesen, unnötige Fouls zu vermeiden. Diese Botschaft kam nicht bei allen an. Hinterher stand Meiser mit Tränen in den Augen vorm Trainer. "Da bringt draufhauen dann auch nichts", sagte Schnorrenberg.

In Überzahl legte der KSC clever nach. Marvin Pourie durfte sich nach 62 Minuten allein vor Kevin Broll die Ecke aussuchen und schob direkt vorm proppenvollen KSC-Fanblock zum 2:0 ein. Trainer Alois Schwartz ballte im Dauer-Nieselregen die Siegerfaust. "Normalerweise spielst du das dann souverän herunter", klagte der KSC-Trainer hinterher. Aber in der 71. Minute war Aspach wieder dran.

Nach einem Freistoß faustete Benjamin Uphoff den Ball auf die Füße des eingewechselten SG-Urgesteins Shqiprim Binakaj. Der traf die Kugel an der Strafraumkante nicht einmal richtig − trotzdem war sie zum 1:2-Anschlusstreffer drin. Dabei blieb es unter den Augen von HSV-Sportchef Ralf Becker, der sicherlich auch den Aspacher U20-DFB-Nationalspieler Makana Baku beobachtet hat.

Ein Karlsruher verdeutlicht das Dilemma der Aspacher in Liga drei. Stürmer Saliou San war Stammspieler bei Großaspach, wechselte aber im Sommer zum KSC. Dort reicht es nur zu torlosen Kurzeinsätzen als Joker. So auch gestern. In Aspach könnte man ihn aktuell besser gebrauchen. Kein Drittligist hat weniger Tore geschossen, 15 sind es in 17 Spielen. Rang 14 mit 19 Punkten steht zu Buche, zwei Zähler vorm ersten Abstiegsrang 17.

Es fehlt ein Knipser für den Klassenerhalt. "Wir haben gewisse Ideen", sagt Schnorrenberg in Sachen Winter-Neuzugänge. Denn da sind ja auch noch die großen Verletzungssorgen. Unter der Woche witzelte Schnorrenberg mit seinen Physiotherapeuten: "Ihr habt ja mehr Spieler als ich." Gerade einmal 14 Spieler waren im Mannschaftstraining.

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