Landesliga, Württemberg St.1

Die siebthöchste Spielklasse wird für das Duo zu einem Balance-Akt zwischen Absturz auf die Bezirksebene und Klassenerhalt. Der Wettlauf Richtung Nichtabstieg wird kein Sprint, sondern ein Marathonlauf, der sich bis ins letzte Saisondrittel hinziehen wird. Ein Foto-Finish, wie zuletzt beim SV Schluchtern, wollen beide Vereine jedoch vermeiden Aramäer Heilbronn In der Saison 2016/2017 feierte die Mannschaft der Aramäer Heilbronn ihre Landesliga-Premiere. "Wir sind gekommen, um zu bleiben", meinte damals Abteilungsleiter Daniel Maroge. Doch der Verein zahlte kräftig Lehrgeld. Am Ende stand der Abstieg. Nun folgt der zweite Anlauf, bei dem alles besser werden soll. "Wir sind diesmal gekommen, um länger zu bleiben", sagte Trainer Torsten Schlegel vor wenigen Wochen beim Trainings-Auftakt. Nach einer kurzen aber knackigen Vorbereitung hat sich der Optimismus gehalten. "Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Die Abstieg-Mannschaft der Saison 2016/2017 hat nicht mehr viel mit dem aktuellen Team zu tun. Seither hat sich das Gesicht des Teams durch insgesamt zwölf Neuzugänge verändert", strahlt Aramäer-Abteilungsleiter Daniel Maroge Zuversicht aus. "Bis auf einen Innenverteidiger sind alle Positionen doppelt besetzt. Ich sehe uns stärker aufgestellt als vor zwei Jahren." Das Problem in den Sommerwochen ist die Urlaubszeit, die sich über den Saisonstart hinaus bemerkbar macht. "Es sind Schulferien, und der ein oder andere Spieler hat Familie. Die Thematik Urlaub ist im Amateurbereich immer vorhanden", sagt Co-Trainer Alexander Hofer. "Aber Jammern hilft nichts, da müssen wir durch. Für uns geht die Saisonvorbereitung daher bis in den September hinein." Als Saisonziel gibt Daniel Maroge die Zahl von 40 Punkten aus. "Wenn es gut läuft, werden wir damit Siebter, läuft es schlecht, Elfter." Rang elf ist die erste Tabellenposition, die den Klassenerhalt garantiert. Die ältesten und erfahrensten Spieler im Kader der Aramäer sind Konstantin Tolu (32 Jahre), Aziz Deger (36) und Robert Grau (30). Dahinter folgen vier Akteure im Alter von 27 Jahren, der Rest ist 23 und jünger. "Unser Kader wurde deutlich verjüngt, auch um damit Perspektiven für die Zukunft zu haben", ist Co-Trainer Alexander Hofer mit der Umsetzung der selbst auferlegten personellen Umstrukturierung zufrieden. "Die Neuzugänge bringen das, was wir von ihnen erhofft und erwartet haben." Nach dem Sprung von der Bezirks- in die Landesliga wird aktuell noch am Rädchen der taktischen Ausrichtung gedreht. "Vergangene Saison waren wir fast immer gezwungen gegen tief stehende Gegner zu spielen", glaubt Hofer, dass in der Landesliga etwas offener gespielt wird. "Das würde unserem schnellen Umschaltspiel zu Gute kommen." Allerdings hat Hofer erkannt: "Es wird immer mehr dazu übergegangen, aus einer stabilen Abwehr heraus zu agieren. Unsere Kernaufgabe ist daher, mit wenigen Chancen viel zu erreichen. Ballbesitz allein reicht nicht, Effektivität vor dem Tor ist gefragt." Der neue Kader wurde mit taktischem Kalkül zusammengestellt. "Wir sehen uns jetzt in der Lage, zwischen mehreren Spielsystemen variieren zu können", sagt Hofer. SV Schluchtern Nein. So eine Runde möchte er nicht noch einmal erleben. "Es war die schwerste Saison seit unserem Aufstieg 2012", meint Guido Hutt, Abteilungsleiter des SV Schluchtern, rückblickend. Das siebte Jahr in Folge in der Landesliga soll kein verflixtes werden. "Wir erhoffen uns frühzeitig den Klassenerhalt, und nicht wie zuletzt, erst am letzten Spieltag", sagt Hutt. "40 Punkte, das ist die magische Zahl, die es schnellstmöglich zu erreichen gilt." Auch in diesem Sommer war das personelle Kommen und Gehen größer als geplant. "Der eine oder andere Leistungsträger hat uns verlassen, aber ich denke, das wurde durch unsere Neuzugänge ganz gut kompensiert", glaubt Hutt nicht, nochmals eine derartig dramatische Zittersaison erleben zu müssen. Positive Ansätze hat der neue Trainer Tobias Weinreuter in den vergangenen Wochen registriert, aber auch gesehen, "dass wir uns noch verbessern müssen". Die Vorbereitung verlief nicht optimal und stellt Weinreuter und seinen Co-Trainer Fuat Eroglu daher nicht zu frieden. "Zu viele Spieler waren und sind im Urlaub", sagt Weinreuter. "Aber das sind Probleme, die nicht nur wir haben. Es ist daher auch keine Entschuldigung, sollte es am Anfang nicht so laufen, wie geplant." Bis Mitte oder Ende September, so rechnet Weinreuter, wird es dauern, ehe ein Rädchen in das andere läuft. Doch bis dahin sind die ersten Punktspiele bereits absolviert. "Es ist nicht davon auszugehen, dass wir bereits am 1. Spieltag unser Maximum an Leistung abrufen können", sagt Weinreuter, der auf dem Papier einen Kader von 19 Feldspielern zur Verfügung hat. "Alle wollen Landesliga spielen und müssen nun beweisen, dass sie diesem Anspruch gerecht werden." Und Fuat Eroglu ergänzt: "Jeder muss sich durchbeißen." Aktuell verfügt der SV Schluchtern über 13, 14 Spieler mit Landesliga-Niveau. Die anderen müssen behutsam an diese Spielklasse herangeführt werden. Größere Verletzungssorgen in der Stammbesetzung dürften nur schwer zu kompensieren sein. "Natürlich wäre es uns lieber, wenn wir zwei, drei Alternativen mehr hätten", sagt Eroglu. Doch Weinreuter hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich bis Ende August − danach geht auch mit Amateur-Spielerverträgen nichts mehr − personell noch etwas tut. "Wir sind auf der Suche. Es wäre schön, wenn wir bis dahin einen weiteren Spieler begrüßen könnten", sagt Weinreuter. Für Guido Hutt ist die Landesliga finanziell ein "Ritt auf der Rasierklinge". Im Vergleich zur vergangenen Saison steht diesmal etwas weniger Geld zur Verfügung. "Mit unserem Etat bewegen wir uns im hinteren Bereich der Landesliga", macht der Abteilungsleiter deutlich, dass man in Schluchtern sparsam wirtschaften muss. "Von daher sind wir stolz, in unser siebtes Landesliga-Jahr zu gehen." Richtungsweisend sind die ersten vier, fünf Spiele, wenn sich auch die Konkurrenten noch in der Findungsphase befinden. "Es gibt kein vermeintlich leichtes Auftaktprogramm", warnt Weinreuter vor einer zu großen Erwartungshaltung was Punktgewinne in der Saison-Auftaktphase betrifft. "Auch nicht, wenn man gegen einen Aufsteiger spielt, bei denen ist noch die Euphorie aus dem Meisterjahr mit dabei." Wichtig ist, in den ersten Spielen nicht den Anschluss an die gesicherte Tabellenregion zu verlieren.

Ein neues Gesicht im Trainerteam, ein neues Gesicht in der Mannschaft. Die Veränderungen hätten größer sein können. Am Mittwoch bat Trainer Florian Megerle die Spieler des Landesliga-Aufsteigers SSV Gaisbach zur ersten Trainingseinheit. An seiner Seite stand Rico Megerle (SG Sindringen/Ernsbach) als neuer Co-Trainer. Unter die bekannten Spielergesichter mischte sich das von Kevin Gfrärer, dem einzigen Neuzugang. Doch auch der Offensivmann ist kein Unbekannter. Gfärer ist zurück aus Braunsbach Gfrärer ist ein Rückkehrer, spielte vergangene Saison noch für den Bezirksligisten TSV Braunsbach und davor in Gaisbach. Auf der anderen Seite verließen mit Lukas Münch, Arthur Reizer (FV Künzelsau), Bjarne Böhm (Niedernhall) und Christoph Schneider (SV Schluchtern) vier Spieler den SSV. Alles ist also überschaubar, irgendwie gewohnt. "Wir wollten einfach unseren Weg weitergehen", sagt Abteilungsleiter Fritz Zott. Er setzt auf eine insgesamt junge Mannschaft mit einem jungen Trainerteam. Florian Megerle ist 31 Jahre alt, Rico Megerle, die beide nicht verwandt sind, 33 Jahre. Spieler in der Vorbereitung wechselweise im Urlaub Zum Trainingsauftakt fehlten einige Spieler. "Wir hatten einen mit Weißheitszahn-OP und dazu ein, zwei Urlauber", sagt Florian Megerle. "Das wird in der Vorbereitung so sein. Wir sind ja im Amateurfußball." Der SSV Gaisbach wird nicht die einzige Mannschaft sein, bei der sich die Urlauber von Woche zu Woche abwechseln. Testspiele gegen Hollenbach und Gommersdorf Die, die da waren, hinterließen aber einen "sehr positiven Eindruck", sagt Florian Megerle. "Alle sind richtig heiß. Wenn ich den Eindruck habe, dass wir mehr machen müssen, werden wir mehr machen. Ich denke, ich werde die Mannschaft auch für die Landesliga fit bekommen." Schon in der Vorbereitung fordert er seine Mannschaft. Testspiele gibt es unter anderem gegen den Verbandsligisten FSV Hollenbach, gegen den VfR Gommersdorf (Landesliga Odenwald) oder die U 19 der SG Sonnenhof Großaspach. Daneben gibt es noch drei Spiele gegen Gegner aus den A-Ligen. "Da können wir was ausprobieren", sagt Florian Megerle. Im WFV-Pokal gegen den TV Pflugfelden Die erste Aufgabe im WFV-Pokal ist dann Anfang August eine erste Standortbestimmung. Dabei geht es gegen den TV Pflugfelden, der den Landesliga-Klassenerhalt gerade so über die Relegation durch einen Sieg gegen den SV Wachbach schaffte. "Das ist ein Gradmesser, auch wenn man Pokal und Liga nicht unbedingt vergleichen kann", sagt Florian Megerle und kündigt für die Saison an: "Wir werden uns nicht verstecken. Wir wollen auch in der Landesliga so viele Spielanteile wie möglich haben." Trainer Florian Megerle erwartet mehr Spielraum Der Aufsteiger will sich nicht nur der Defensive widmen. "Ich glaube, die Liga wird unserem Spiel entgegenkommen", sagt der Coach. Es wird sich einiges ändern. In der Bezirksliga war Gaisbach der Topfavorit. Die meisten Gegner standen tief, machten die Räume eng. Florian Megerle rechnet nun mit mehr Spielraum für sein Team. "Ich denke, wir werden mehr Platz für das Umschaltspiel bekommen." In puncto Flexibilität will Megerle noch etwas drauflegen im Vergleich zu vergangenen Saison. Eine Frage von Spiel zu Spiel wird sein, ob mit Dreier- oder Viererkette agiert wird. Aber auch vorne kann mal über die Flügel, mal über das Zentrum agiert werden. Für beide Varianten sind die Spieler vorhanden. Aufsteiger in die Landesliga haben es schwer "Vor allem dadurch, dass wir andere Gegner haben, werden wir auch andere Möglichkeiten bekommen", sagt Megerle. Vor allem in Sachen Spiel gegen den Ball und auch an der körperlichen Robustheit muss der Coach noch arbeiten. "Die Liga kenne ich nur vom Papier und ein paar Spielen, die ich gesehen habe. Ich denke aber, sie ist extrem ausgeglichen. Als Aufsteiger haben wir es sicher schwer, das zeigt die Vergangenheit." An diesem Samstag testet der SSV Gaisbach zum ersten Mal - in Stuttgart gegen den FC Lindenhof. Am Freitag geht es dann gegen den FSV Hollenbach.

Der Trainer zeigte kaum eine Regung. Arben Kaludra wirkte gefasst, ganz ruhig. Nur wenige Meter weiter feierten seine Spieler auf dem Rasen des Stadions in Künzelsau überschwänglich. Angeheizt von den Fans − mit Trommeln, Fahnen und Sprechchören. "Wir hatten wieder eine super Unterstützung von den Fans", sagte Kaludra. "Das pusht einen in den engen Phasen. Das ist schon ein Brett." Der Coach freute sich mehr nach innen. Am Samstag gewann der SV Wachbach auch das zweite Entscheidungsspiel und steht damit im Finale der Relegation zur Landesliga. 1:0 hieß es gegen die SG Schorndorf. Nächsten Sonntag geht es dann gegen den TV Pflugfelden um den Platz in der Landesliga. Sollten die Wachbacher auch diese Hürde bewältigen, gibt es nächste Saison sieben Hohenloher Teams in der Landesliga. So weit wollte Kaludra noch nicht denken. Irgendwie genoss auch er den Augenblick − eben auf seine ruhige, gefasste Art. Dabei analysierte er noch die Partie. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Es war ein ganz enges Spiel, bei dem Kleinigkeiten entschieden haben. Ein Fehler des Gegners hat entschieden, da wir ihn eiskalt ausgenutzt haben", sagte Kaludra. Es war ein langer Ball in die Spitze der Wachbacher, eher ein Befreiungsschlag von Philipp Volkert, der die Entscheidung in der 45. Minute einleitete. Marcello Vulcano wollte klären, traf den Ball nicht richtig, Jan Thomas lief dazwischen und traf zum 1:0. Bis dahin war es eine ausgeglichene erste Halbzeit gewesen. Beide Teams begannen verhalten, mit viel Respekt vor dem anderen. "Das Spiel am Mittwoch steckte uns schon noch in den Beinen", sagte Kaludra. Da gewann Wachbach mit 4:2 gegen Croatia Bietigheim und musste über 120 Minuten gehen. "Die sind draufgegangen, wir nicht", sagte Kaludra. "Wir mussten die Kräfte einteilen. Wenn wir Pressing gespielt hätten, wäre es eng geworden." Doch auch die Schorndorfer gingen nicht das letzte Risiko ein. Topstürmer Sokol Kacani hatte sich noch warm gelaufen, musste dann aber passen und wurde angeschlagen in der Schlussphase erst eingewechselt. Beim 3:1-Sieg der Schorndorfer gegen Türkspor Neckarsulm hatte er alle drei Treffer erzielt. Torchancen blieben in Hälfte eins dann auch Mangelware. Wachbach versuchte es immer wieder mit langen Bällen in die Spitze auf Felix Gutsche. Doch Kapitän Denis Greco hatte den quirligen Stürmer im Griff, lief ihn immer wieder ab. Nach der Pause machte Schorndorf erwartungsgemäß mächtig Druck. Trotzdem kam auch Wachbach immer wieder zu Konterchancen, wie Thomas in der 47. Minute nach einem Querpass von Gutsche. Doch Torhüter Dennis Mayer rettete mit einer Fußabwehr. Drei Minuten später scheiterte dann Jan Nagel auf der anderen Seite an Wachbachs Torhüter Jannik Hadamek. Den Chancen nach entwickelten sich offene 45 Minuten, den Spielanteilen nach hatte Schorndorf jetzt mehr von der Partie. Wachbachs Simon Kißling (55.) schoss aus der Ferne knapp vorbei. Eine Minute später zielte Timo Strohmeyer etwas zu ungenau. Nach einer Stunde prüfte erneut Kißling Torhüter Mayer. Der Schorndorfer Druck nahm nun immer weiter zu, doch die Wachbacher Defensive stand gewohnt sicher. Während der Saison ließ sie lediglich 20 Gegentore in 30 Spielen zu. Als Kacani in der 81. Minute aus sechs Metern den Ball nicht richtig traf und weit über die Latte beförderte, war Wachbach dem Ziel ganz nahe. Auch die Schlussphase überstand der SVW unbeschadet. "Nach einer turbulenten Runde folgt jetzt ein weiteres Highlight", sagte Kaludra. SV Wachbach: Hadamek, Thissen, Benedikt Dörner, Volkert, Ettwein, Gerner (62. Raupp), Kißling, Florian Dörner, Thomas (80. Ruck), Botsch, Gutsche. SG Schorndorf: Mayer, Selimi (59. Cutura), Strohmayer, Greco, Schmid, Dogan (29. Binder), Lednig, Vulcano, Cipriotti (75. Dittrich), Nagel, Eißele (70. Kacani). Tor: 1:0 (45.) Jan Thomas. Schiedsrichter: Jochen Rottner. Zuschauer: 500.

Für einige Mannschaften in Bezirks- und Kreisliga stehen in dieser Woche Relegationsspiele an. In Korb treffen am Mittwoch Türkspor Neckarsulm und der SG Schorndorf in der Bezirksliga Rems-Murr aufeinander. Bei Türkspor sitzt die 2:1-Niederlage gegen die SGM Krumme Ebene im Finale des Bezirkspokals noch tief. "Wir haben viele Chancen vergeben", räumt Abteilungsleiter Cevat Merdan ein. Den Kader hat er mit Blick auf den Gegner Schorndorf nicht verändert. "Es ist eine Relegation wie immer. Wir wollen ein schönes Spiel." Verletzte Spieler machen ihm Sorgen, außerdem seien zwei Spieler gesperrt. "Wir müssen mit dem Kader jetzt leben", meint Merdan. Auf Sieg setzt er dennoch: "Wir werden das Beste geben, um weiterzukommen." Schorndorfer hatten zwei Wochen Pause Gegner SG Schorndorf geht dagegen erholt in das heutige Spiel. Die Mannschaft hatte zwei Wochen Pause, nachdem sie in Großaspach mit 2:1 den Bezirkspokal holte. "Dieser Sieg hat uns beflügelt", sagt Trainer Zoran Cutura. Zudem übten sich Schorndorfer in einem Testspiel. "So konnten wir die Spannung über die gesamte Zeit hochhalten." Ungünstig findet der Trainer den Spielplan, denn seine Jungs standen sowohl am Ostersonntag als auch am Pfingstmontag auf dem Rasen. "Nur um dann zwei Wochen vorher fertig zu sein? Da hat jemand bei der Planung nicht nachgedacht." Auf Türkspor Neckarsulm trifft die SG Schorndorf nicht zum ersten Mal. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe", sagt Cutura. Türkspor habe viel Erfahrung mit Entscheidungsspielen. "Das ist kein Gegner, der locker gespielt wird." Viel Zeit zum Erholen hat der heutige Sieger nicht, denn er muss am Samstag erneut ran. Wer Gegner sein wird, steht noch nicht fest. Beim Duell der Kreisligisten geht es um den ersten Schritt Ebenfalls am Mittwochabend spielen der TSV Talheim und der TGV Dürrenzimmern in Leingarten um die Relegation. Der Sieger trifft am Samstag auf die SGM Krumme Ebene. Dürrenzimmern-Trainer Karim Mahmoud sieht seine Elf gut vorbereitet. "Wir haben eine überragende Runde gespielt." Ziel der Saison war es, unter die Top fünf zu gelangen, jetzt sind es 76 Punkte geworden. "Alles, was noch kommt, ist Bonus", so Mahmoud. Talheim sei kein leichter Gegner. Deshalb will er das Spiel frühzeitig für sich entscheiden. "Wenn wir als geschlossene Mannschaft agieren, werden wir als Sieger vom Platz gehen." Zwei weitere Spiele im Fall eines Sieges, seien ein "straffes Programm." Stolz auf die Leistung seiner Truppe ist auch Alexander Reinhardt, sportlicher Leiter beim TSV Talheim. "Es ist lange her, dass Talheim um den Aufstieg in die Bezirksliga gespielt hat." Der TGV Dürrenzimmern ist den Talheimern bekannt: In einem Pokalspiel waren beide schon einmal Gegner. "Wir haben damals knapp im Elfmeterschießen verloren. Es wird also ein spannendes Spiel", sagt Reinhardt. Den Aufstieg will er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht prognostizieren: "Drei Spiele in zehn Tagen, das muss man erstmal verletzungsfrei überstehen."

Der SV Wachbach darf weiter auf einen Platz in der Landesliga hoffen. Punktgleich mit dem Meister Gaisbach beendete der SVW die Runde in der Bezirksliga Hohenlohe. Der Gang in die Relegation wirkte dementsprechend bitter. Den ersten Schritt im Aufstiegsmarathon meisterten die Hohenloher am Mittwoch mit einem 4:2-Sieg nach Verlängerung gegen Croatia Bietigheim (Vizemeister Bezirksliga Enz/Murr). "Meine Mannschaft hat Moral bewiesen", sagte Wachbachs Trainer Arben Kaludra. Am Samstag geht es bereits weiter. Und zwar in Künzelsau gegen die SG Schorndorf (Zweiter Bezirksliga Rems/Murr), die den Unterländer Vize Türkspor Neckarsulm mit 3:1 bezwungen hat. Der Sieger trifft dann auf den TV Pflugfelden (Relegationsteilnehmer der Landesliga). Die erste Halbzeit war eine Demonstration Bietigheimer Effektivität. Die Wachbacher versuchten das Siel zu machen, fanden aber zu selten ein Durchkommen, dafür wurden ihre Fehler gnadenlos bestraft. "Nach vorne haben die überragende Qualität", sagte Wachbachs Trainer Arben Kaludra. Croatia hatte zwei Chancen und ging mit einer 2:0-Führung in die Pause. Der SVW legte gleich den Vorwärtsgang ein, Christopher Limbrunner wurde in der 2. Minute schon von hinten zu Fall gebracht. Nach dem Freistoß gab es auch die erste Möglichkeit. Das Foul hatte aber eine weitere Folge, Limbrunner musste bereits in der 28. Minute vom Feld − für ihn kam Bernd Botsch. Limbrunner wird voraussichtlich auch gegen Schorndorf fehlen. Mit dem ersten Vorstoß erzielte Croatia dann auch gleich die Führung. Ein Wachbacher rutschte aus, nach einem Querpass stand Can Kaya frei und schloss locker zum 1:0 ab. Das war einfach. Wachbach drückte auf den Ausgleich. Nach einer zu kurzen Abwehr von Torhüter Athanasios Papakonstantinou verfehlte Florian Dörner (7.) das Gehäuse nur knapp. Mit dem zweiten Croatia-Vorstoß fiel dann das 2:0. Nach einer Hereingabe hatte Kresimir Trepsic keine Mühe den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Wieder hatten es die Wachbacher den Bietigheimern leicht gemacht. Aber auch danach blieb der SVW am Drücker, zeigte keinen großen Schockzustand. Doch die Durchschlagskraft fehlte. Simon Kißling (17.) schoss nach einer zu kurzen Faustabwehr vorbei, Philipp Volkerts Kopfball (23.) geriet etwas zu hoch und Manuel Gerner scheiterte aus spitzem Winkel an Papakonstantinou. Die größte Möglichkeit hatten die Hohenloher dann in der 37. Minute. Ein Fernschuss von Kißling krachte an die Latte, den Abpraller schob Bezirksliga-Toptorjäger Felix Gutsche zu lässig in die Arme des Torhüters. Die Chancen waren da, noch vor der Pause zu verkürzen. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichener. Nun belohnten sich Wachbacher aber. Die Partie wurde immer umkämpfter. "Wir standen kompakter, die haben etwas abgebaut und wir zugelegt", sagte Kaludra. Gerade im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe härter. Dann ging Felix Gutsche in der 74. Minute durch, legte auf Jan Thomas quer, der zum 1:2 traf. Drei Minuten später fiel der Ausgleich. Gutsche (77.) lief Alexander Wagner davon, und schloss aus unmöglichem Winkel zum 2:2 ab. Mit einem Doppelschlag war die Partie gedreht. In der Verlängerung war Croatia tonangebend. Beide Teams waren aber vorsichtig, so dass Gutsche (103.) die beste Möglichkeit hatte. Mit dem Pausenpfiff das Wachbacher 3:2: Nach einem Eckball kam Volkert sträflich frei zum Kopfball. Nun zeigte sich, warum Wachbach die beste Abwehr der Bezirksliga Hohenlohe stellte. Der SVW ließ kaum noch was zu. Mit einem Kontertor machte Fabian Raupp alles klar. "Wir hatten den längeren Atem", sagte Kaludra. Croatia Bietigheim: Papakonstantinou, Wagner, Radina, Can Kaya, Trepsic, Russo, Tsiolakidis, Gashi, Sezgin Kaya, Divkovic, Ivandic. SV Wachbach: Hadamek, Thissen, Benedikt Dörner, Volkert, Ettwein, Limbrunner (28. Botsch), Gerner (56. Raupp), Kißling, Florian Dörner, Thomas, Gutsche. Tore: 1:0 (4.) Can Kaya, 2:0 (14.) Kresimir Trepsic, 2:1 (74.) Jan Thomas, 2:2 (77.) Felix Gutsche, 2:3 (105) Philipp Volkert, 2:4 (117.) Fabian Raupp. Schiedsrichter: Jonathan Woldai. Zuschauer: 450.

Keine Chancen für Türkspor Neckarsulm: Ohne Probleme hat die SG Schorndorf die zweite Runde in der Aufstiegsrelegation zur Fußball-Landesliga erreicht. Vor 500 Zuschauern bezwang sie die Unterländer mit 3:1. Der Sieg hätte gegen ersatzgeschwächte Neckarsulmer höher ausfallen können. Bei der SG war Sokol Kacani, der im Bezirkspokal-Pokalfinale noch verletzt ausgewechselt werden musste, wieder dabei. Zum Glück für die Schorndorfer. Kacani erzielte alle drei Treffer. Neckarsulm präsentierte sich in der ersten Halbzeit erstaunlich passiv. Schorndorf brauchte nicht lange, um das Spiel zu kontrollieren. Obwohl die Schorndorfer sich viele Bälle im Mittelfeld erkämpften, führte die Taktik nicht oft genug zu Torgefahr, weil die Pässe meist nicht ankamen. Trotzdem: Wenn sich etwas im Strafraum tat, dann in dem der Neckarsulmer. Schon in der 8. Minute schoss der starke Strohmayer knapp an der langen Ecke vorbei, eine Minute machte es Robin Eisele nicht besser. Noch einmal verfehlte Strohmayer das Tor (20.), ehe Kacani die bis dahin beste Chance hatte, aber an Torwart Harun Özdemir scheiterte (23.). So ging es weiter. In der 41. Minute lag der Ball im Netz. Dennis Lednig schickte Strohmayer, der bediente Kacani − 1:0. Die Führung machte es Schorndorf im zweiten Durchgang leichter. Neckarsulm musste mehr ins Offensivspiel investieren, das eröffnete Konterchancen. Und von denen hatte die SG jede Menge: Eine der ersten nutzte erneut Kacani, nachdem zuvor Strohmayer am Torwart gescheitert war, zum 2:0 (54.). Danach hätte Schorndorf das Ergebnis deutlich ausbauen müssen, die Neckarsulmer bekamen das Duo Kacani/Strohmayer nicht in den Griff. Folgerichtig fiel das 3:0 in der 77. Minute, Strohmayer hatte für Kacani aufgelegt. Die Partie war entschieden. Zwar gelang Neckarsulm per Freistoß durch den eingewechselten Denis Videc noch das 1:3 (82.) und in der Nachspielzeit schoss Riza Güzel freistehend übers Schorndorfer Gehäuse, doch auch Kacani hätte in der 90. Minute noch ein viertes Tor machen müssen. red Neckarsulm: Özdemir; Hamo, Sirli, Senyüz, Odunci; Erdem, Demirel, Güzel; Dogan (46. Dogru), Karaman (52. Videc), Celik

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