Landesliga, Württemberg St.1

Der Trainer zeigte kaum eine Regung. Arben Kaludra wirkte gefasst, ganz ruhig. Nur wenige Meter weiter feierten seine Spieler auf dem Rasen des Stadions in Künzelsau überschwänglich. Angeheizt von den Fans − mit Trommeln, Fahnen und Sprechchören. "Wir hatten wieder eine super Unterstützung von den Fans", sagte Kaludra. "Das pusht einen in den engen Phasen. Das ist schon ein Brett." Der Coach freute sich mehr nach innen. Am Samstag gewann der SV Wachbach auch das zweite Entscheidungsspiel und steht damit im Finale der Relegation zur Landesliga. 1:0 hieß es gegen die SG Schorndorf. Nächsten Sonntag geht es dann gegen den TV Pflugfelden um den Platz in der Landesliga. Sollten die Wachbacher auch diese Hürde bewältigen, gibt es nächste Saison sieben Hohenloher Teams in der Landesliga. So weit wollte Kaludra noch nicht denken. Irgendwie genoss auch er den Augenblick − eben auf seine ruhige, gefasste Art. Dabei analysierte er noch die Partie. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Es war ein ganz enges Spiel, bei dem Kleinigkeiten entschieden haben. Ein Fehler des Gegners hat entschieden, da wir ihn eiskalt ausgenutzt haben", sagte Kaludra. Es war ein langer Ball in die Spitze der Wachbacher, eher ein Befreiungsschlag von Philipp Volkert, der die Entscheidung in der 45. Minute einleitete. Marcello Vulcano wollte klären, traf den Ball nicht richtig, Jan Thomas lief dazwischen und traf zum 1:0. Bis dahin war es eine ausgeglichene erste Halbzeit gewesen. Beide Teams begannen verhalten, mit viel Respekt vor dem anderen. "Das Spiel am Mittwoch steckte uns schon noch in den Beinen", sagte Kaludra. Da gewann Wachbach mit 4:2 gegen Croatia Bietigheim und musste über 120 Minuten gehen. "Die sind draufgegangen, wir nicht", sagte Kaludra. "Wir mussten die Kräfte einteilen. Wenn wir Pressing gespielt hätten, wäre es eng geworden." Doch auch die Schorndorfer gingen nicht das letzte Risiko ein. Topstürmer Sokol Kacani hatte sich noch warm gelaufen, musste dann aber passen und wurde angeschlagen in der Schlussphase erst eingewechselt. Beim 3:1-Sieg der Schorndorfer gegen Türkspor Neckarsulm hatte er alle drei Treffer erzielt. Torchancen blieben in Hälfte eins dann auch Mangelware. Wachbach versuchte es immer wieder mit langen Bällen in die Spitze auf Felix Gutsche. Doch Kapitän Denis Greco hatte den quirligen Stürmer im Griff, lief ihn immer wieder ab. Nach der Pause machte Schorndorf erwartungsgemäß mächtig Druck. Trotzdem kam auch Wachbach immer wieder zu Konterchancen, wie Thomas in der 47. Minute nach einem Querpass von Gutsche. Doch Torhüter Dennis Mayer rettete mit einer Fußabwehr. Drei Minuten später scheiterte dann Jan Nagel auf der anderen Seite an Wachbachs Torhüter Jannik Hadamek. Den Chancen nach entwickelten sich offene 45 Minuten, den Spielanteilen nach hatte Schorndorf jetzt mehr von der Partie. Wachbachs Simon Kißling (55.) schoss aus der Ferne knapp vorbei. Eine Minute später zielte Timo Strohmeyer etwas zu ungenau. Nach einer Stunde prüfte erneut Kißling Torhüter Mayer. Der Schorndorfer Druck nahm nun immer weiter zu, doch die Wachbacher Defensive stand gewohnt sicher. Während der Saison ließ sie lediglich 20 Gegentore in 30 Spielen zu. Als Kacani in der 81. Minute aus sechs Metern den Ball nicht richtig traf und weit über die Latte beförderte, war Wachbach dem Ziel ganz nahe. Auch die Schlussphase überstand der SVW unbeschadet. "Nach einer turbulenten Runde folgt jetzt ein weiteres Highlight", sagte Kaludra. SV Wachbach: Hadamek, Thissen, Benedikt Dörner, Volkert, Ettwein, Gerner (62. Raupp), Kißling, Florian Dörner, Thomas (80. Ruck), Botsch, Gutsche. SG Schorndorf: Mayer, Selimi (59. Cutura), Strohmayer, Greco, Schmid, Dogan (29. Binder), Lednig, Vulcano, Cipriotti (75. Dittrich), Nagel, Eißele (70. Kacani). Tor: 1:0 (45.) Jan Thomas. Schiedsrichter: Jochen Rottner. Zuschauer: 500.

Für einige Mannschaften in Bezirks- und Kreisliga stehen in dieser Woche Relegationsspiele an. In Korb treffen am Mittwoch Türkspor Neckarsulm und der SG Schorndorf in der Bezirksliga Rems-Murr aufeinander. Bei Türkspor sitzt die 2:1-Niederlage gegen die SGM Krumme Ebene im Finale des Bezirkspokals noch tief. "Wir haben viele Chancen vergeben", räumt Abteilungsleiter Cevat Merdan ein. Den Kader hat er mit Blick auf den Gegner Schorndorf nicht verändert. "Es ist eine Relegation wie immer. Wir wollen ein schönes Spiel." Verletzte Spieler machen ihm Sorgen, außerdem seien zwei Spieler gesperrt. "Wir müssen mit dem Kader jetzt leben", meint Merdan. Auf Sieg setzt er dennoch: "Wir werden das Beste geben, um weiterzukommen." Schorndorfer hatten zwei Wochen Pause Gegner SG Schorndorf geht dagegen erholt in das heutige Spiel. Die Mannschaft hatte zwei Wochen Pause, nachdem sie in Großaspach mit 2:1 den Bezirkspokal holte. "Dieser Sieg hat uns beflügelt", sagt Trainer Zoran Cutura. Zudem übten sich Schorndorfer in einem Testspiel. "So konnten wir die Spannung über die gesamte Zeit hochhalten." Ungünstig findet der Trainer den Spielplan, denn seine Jungs standen sowohl am Ostersonntag als auch am Pfingstmontag auf dem Rasen. "Nur um dann zwei Wochen vorher fertig zu sein? Da hat jemand bei der Planung nicht nachgedacht." Auf Türkspor Neckarsulm trifft die SG Schorndorf nicht zum ersten Mal. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe", sagt Cutura. Türkspor habe viel Erfahrung mit Entscheidungsspielen. "Das ist kein Gegner, der locker gespielt wird." Viel Zeit zum Erholen hat der heutige Sieger nicht, denn er muss am Samstag erneut ran. Wer Gegner sein wird, steht noch nicht fest. Beim Duell der Kreisligisten geht es um den ersten Schritt Ebenfalls am Mittwochabend spielen der TSV Talheim und der TGV Dürrenzimmern in Leingarten um die Relegation. Der Sieger trifft am Samstag auf die SGM Krumme Ebene. Dürrenzimmern-Trainer Karim Mahmoud sieht seine Elf gut vorbereitet. "Wir haben eine überragende Runde gespielt." Ziel der Saison war es, unter die Top fünf zu gelangen, jetzt sind es 76 Punkte geworden. "Alles, was noch kommt, ist Bonus", so Mahmoud. Talheim sei kein leichter Gegner. Deshalb will er das Spiel frühzeitig für sich entscheiden. "Wenn wir als geschlossene Mannschaft agieren, werden wir als Sieger vom Platz gehen." Zwei weitere Spiele im Fall eines Sieges, seien ein "straffes Programm." Stolz auf die Leistung seiner Truppe ist auch Alexander Reinhardt, sportlicher Leiter beim TSV Talheim. "Es ist lange her, dass Talheim um den Aufstieg in die Bezirksliga gespielt hat." Der TGV Dürrenzimmern ist den Talheimern bekannt: In einem Pokalspiel waren beide schon einmal Gegner. "Wir haben damals knapp im Elfmeterschießen verloren. Es wird also ein spannendes Spiel", sagt Reinhardt. Den Aufstieg will er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht prognostizieren: "Drei Spiele in zehn Tagen, das muss man erstmal verletzungsfrei überstehen."

Der SV Wachbach darf weiter auf einen Platz in der Landesliga hoffen. Punktgleich mit dem Meister Gaisbach beendete der SVW die Runde in der Bezirksliga Hohenlohe. Der Gang in die Relegation wirkte dementsprechend bitter. Den ersten Schritt im Aufstiegsmarathon meisterten die Hohenloher am Mittwoch mit einem 4:2-Sieg nach Verlängerung gegen Croatia Bietigheim (Vizemeister Bezirksliga Enz/Murr). "Meine Mannschaft hat Moral bewiesen", sagte Wachbachs Trainer Arben Kaludra. Am Samstag geht es bereits weiter. Und zwar in Künzelsau gegen die SG Schorndorf (Zweiter Bezirksliga Rems/Murr), die den Unterländer Vize Türkspor Neckarsulm mit 3:1 bezwungen hat. Der Sieger trifft dann auf den TV Pflugfelden (Relegationsteilnehmer der Landesliga). Die erste Halbzeit war eine Demonstration Bietigheimer Effektivität. Die Wachbacher versuchten das Siel zu machen, fanden aber zu selten ein Durchkommen, dafür wurden ihre Fehler gnadenlos bestraft. "Nach vorne haben die überragende Qualität", sagte Wachbachs Trainer Arben Kaludra. Croatia hatte zwei Chancen und ging mit einer 2:0-Führung in die Pause. Der SVW legte gleich den Vorwärtsgang ein, Christopher Limbrunner wurde in der 2. Minute schon von hinten zu Fall gebracht. Nach dem Freistoß gab es auch die erste Möglichkeit. Das Foul hatte aber eine weitere Folge, Limbrunner musste bereits in der 28. Minute vom Feld − für ihn kam Bernd Botsch. Limbrunner wird voraussichtlich auch gegen Schorndorf fehlen. Mit dem ersten Vorstoß erzielte Croatia dann auch gleich die Führung. Ein Wachbacher rutschte aus, nach einem Querpass stand Can Kaya frei und schloss locker zum 1:0 ab. Das war einfach. Wachbach drückte auf den Ausgleich. Nach einer zu kurzen Abwehr von Torhüter Athanasios Papakonstantinou verfehlte Florian Dörner (7.) das Gehäuse nur knapp. Mit dem zweiten Croatia-Vorstoß fiel dann das 2:0. Nach einer Hereingabe hatte Kresimir Trepsic keine Mühe den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Wieder hatten es die Wachbacher den Bietigheimern leicht gemacht. Aber auch danach blieb der SVW am Drücker, zeigte keinen großen Schockzustand. Doch die Durchschlagskraft fehlte. Simon Kißling (17.) schoss nach einer zu kurzen Faustabwehr vorbei, Philipp Volkerts Kopfball (23.) geriet etwas zu hoch und Manuel Gerner scheiterte aus spitzem Winkel an Papakonstantinou. Die größte Möglichkeit hatten die Hohenloher dann in der 37. Minute. Ein Fernschuss von Kißling krachte an die Latte, den Abpraller schob Bezirksliga-Toptorjäger Felix Gutsche zu lässig in die Arme des Torhüters. Die Chancen waren da, noch vor der Pause zu verkürzen. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichener. Nun belohnten sich Wachbacher aber. Die Partie wurde immer umkämpfter. "Wir standen kompakter, die haben etwas abgebaut und wir zugelegt", sagte Kaludra. Gerade im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe härter. Dann ging Felix Gutsche in der 74. Minute durch, legte auf Jan Thomas quer, der zum 1:2 traf. Drei Minuten später fiel der Ausgleich. Gutsche (77.) lief Alexander Wagner davon, und schloss aus unmöglichem Winkel zum 2:2 ab. Mit einem Doppelschlag war die Partie gedreht. In der Verlängerung war Croatia tonangebend. Beide Teams waren aber vorsichtig, so dass Gutsche (103.) die beste Möglichkeit hatte. Mit dem Pausenpfiff das Wachbacher 3:2: Nach einem Eckball kam Volkert sträflich frei zum Kopfball. Nun zeigte sich, warum Wachbach die beste Abwehr der Bezirksliga Hohenlohe stellte. Der SVW ließ kaum noch was zu. Mit einem Kontertor machte Fabian Raupp alles klar. "Wir hatten den längeren Atem", sagte Kaludra. Croatia Bietigheim: Papakonstantinou, Wagner, Radina, Can Kaya, Trepsic, Russo, Tsiolakidis, Gashi, Sezgin Kaya, Divkovic, Ivandic. SV Wachbach: Hadamek, Thissen, Benedikt Dörner, Volkert, Ettwein, Limbrunner (28. Botsch), Gerner (56. Raupp), Kißling, Florian Dörner, Thomas, Gutsche. Tore: 1:0 (4.) Can Kaya, 2:0 (14.) Kresimir Trepsic, 2:1 (74.) Jan Thomas, 2:2 (77.) Felix Gutsche, 2:3 (105) Philipp Volkert, 2:4 (117.) Fabian Raupp. Schiedsrichter: Jonathan Woldai. Zuschauer: 450.

Keine Chancen für Türkspor Neckarsulm: Ohne Probleme hat die SG Schorndorf die zweite Runde in der Aufstiegsrelegation zur Fußball-Landesliga erreicht. Vor 500 Zuschauern bezwang sie die Unterländer mit 3:1. Der Sieg hätte gegen ersatzgeschwächte Neckarsulmer höher ausfallen können. Bei der SG war Sokol Kacani, der im Bezirkspokal-Pokalfinale noch verletzt ausgewechselt werden musste, wieder dabei. Zum Glück für die Schorndorfer. Kacani erzielte alle drei Treffer. Neckarsulm präsentierte sich in der ersten Halbzeit erstaunlich passiv. Schorndorf brauchte nicht lange, um das Spiel zu kontrollieren. Obwohl die Schorndorfer sich viele Bälle im Mittelfeld erkämpften, führte die Taktik nicht oft genug zu Torgefahr, weil die Pässe meist nicht ankamen. Trotzdem: Wenn sich etwas im Strafraum tat, dann in dem der Neckarsulmer. Schon in der 8. Minute schoss der starke Strohmayer knapp an der langen Ecke vorbei, eine Minute machte es Robin Eisele nicht besser. Noch einmal verfehlte Strohmayer das Tor (20.), ehe Kacani die bis dahin beste Chance hatte, aber an Torwart Harun Özdemir scheiterte (23.). So ging es weiter. In der 41. Minute lag der Ball im Netz. Dennis Lednig schickte Strohmayer, der bediente Kacani − 1:0. Die Führung machte es Schorndorf im zweiten Durchgang leichter. Neckarsulm musste mehr ins Offensivspiel investieren, das eröffnete Konterchancen. Und von denen hatte die SG jede Menge: Eine der ersten nutzte erneut Kacani, nachdem zuvor Strohmayer am Torwart gescheitert war, zum 2:0 (54.). Danach hätte Schorndorf das Ergebnis deutlich ausbauen müssen, die Neckarsulmer bekamen das Duo Kacani/Strohmayer nicht in den Griff. Folgerichtig fiel das 3:0 in der 77. Minute, Strohmayer hatte für Kacani aufgelegt. Die Partie war entschieden. Zwar gelang Neckarsulm per Freistoß durch den eingewechselten Denis Videc noch das 1:3 (82.) und in der Nachspielzeit schoss Riza Güzel freistehend übers Schorndorfer Gehäuse, doch auch Kacani hätte in der 90. Minute noch ein viertes Tor machen müssen. red Neckarsulm: Özdemir; Hamo, Sirli, Senyüz, Odunci; Erdem, Demirel, Güzel; Dogan (46. Dogru), Karaman (52. Videc), Celik

Die Amateur-Fußballer haben sich in die Winterpause verabschiedet. Während die Neckarsulmer Sport-Union im zweiten Oberliga-Jahr den Jahreswechsel auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz verbringt, schwebt das Landesliga-Trio SG Stetten/Kleingartach (14. Platz), SV Leingarten (15.) und SV Schluchtern (13.) in akuter Abstiegsgefahr. Zumindest die Landesligisten hätten Bedarf an spielerischen Verstärkungen. Doch in der Winterwechselperiode meldet allein der SV Schluchtern einen Bedarf an mehreren Neuverpflichtungen an. Neckarsulmer Sport-Union In der Winterpause auf dem Transfermarkt tätig zu werden, das liegt nicht im Naturell der Neckarsulmer Sport-Union. In den vergangenen Jahren gab es mit der Verpflichtung von Bogdan Müller lediglich einen Winterneuzugang zu vermelden. "Sofern sich kein Spieler aus unserem Kader verabschiedet, sind bei uns auch keine Zugänge geplant", ist Sportdirektor Marco Merz mit der Besetzung des Kaders vollauf zufrieden. "Es hat natürlich Spieler gegeben, die zu uns kommen wollten, denen wurde aber mitgeteilt, dass wir aktuell keinen Bedarf haben." Merz schließt aktuell aus, dass sich an dieser Faktenlage im Januar etwas ändert. SV Schluchtern Sorgen um den Klassenerhalt nötigen die Verantwortlichen des SV Schluchtern, auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Erste Erfolge kann der Sportliche Leiter Murat Özer bereits vermelden. Vom nordbadischen Verbandsligisten VfB Eppingen kehrt Torhüter Fabian Guttleber in den Gessmann-Sportpark zurück. Nach einer Pause wird auch Stürmer Sinan Andic wieder aktiv. Der frühere Torjäger der Neckarsulmer Sport-Union spielte zuletzt für den FC Union Heilbronn. "Unsere Suche nach spielerischen Verstärkungen ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Zwei oder drei weitere Neuzugänge sind noch eingeplant", sagt Özer. Verlassen hat den Verein Dobrosav Kostic. Der Außenverteidiger und ehemalige serbische Junioren-Nationalspieler, der in der Jugend unter anderem bei 1899 Hoffenheim und als Aktiver für den Karlsruher SC II spielte, kam vor der Saison vom Bezirksliga-Aufsteiger SC Amorbach und wechselt nun dorthin zurück. Guido Hutt, bis zum Sommer 1. Vorstand des Vereins, verstärkt ab Januar die Sparte Fußball als Abteilungsleiter. SG Stetten/Kleingartach "Ein Spieler hat uns zugesagt", berichtet George Jakob, Trainer der SG Stetten/Kleingartach, will den Namen aber noch nicht nennen, da die Ablöseverhandlungen mit dem abgebenden Verein nicht abgeschlossen sind. Reaktiviert wurde Torhüter Simon Horn, der in der Vorrunde lediglich als Notnagel zur Verfügung stand. "Er ist wieder voll dabei, seine Erfahrung benötigen wir", sagt Jakob, der zudem auch weiterhin auf Jannik Hauber als zweiten Keeper vertraut. Dafür hat Nico Romig den Aufsteiger verlassen. Der Schlussmann wechselt zum FC Zuzenhausen. Mit unbekannten Ziel hat sich Selami Zeren verabschiedet. "Mit unserer bisherigen sportlichen Bilanz bin ich nicht zufrieden. Unsere Leistungen spiegeln sich aber leider nicht in Punkten wider", sagt Jakob und hofft in der zweiten Saisonhälfte auf weniger Verletzungspech. SV Leingarten Keine Neuzugänge sind beim SVL geplant, man vertraut dem eigenen Kader. "Wenn aber einer kommt, der uns weiterhilft, ist er willkommen. Aktuell haben wir niemand auf dem Schirm", sagt Abteilungsleiter Manfred Geier. "Wir bündeln unsere eigenen Kräfte." Hier hofft man auf die Genesung von Jan-Hendrik Hoyer, der sich in der Schlussphase der Vorrunde einen Nerv im Knöchelbereich gerissen hat. Abgänge gibt es zwei zu vermelden. Alexander Hartmann und Dennis Feyerabend schließen sich dem Bezirksliga-Tabellenführer Aramäer Heilbronn an. Wie berichtet übernimmt zum neuen Jahr Heiko Bachmann den Job des Cheftrainers. Stephan Ostfalk bleibt weiter Co-Trainer. Der bisherige Coach Matthias Tellinghusen arbeitet zusammen mit Christoph Weiß in der sportlichen Leitung.

Ein Trainerwechsel bei einem Verein, der als Vorletzter überwintert, verwundert nicht, hat aber nicht immer zwangsläufig sportliche Gründe. Beim Landesliga-Tabellenfünfzehnten SV Leingarten wurde dieser Schritt am Wochenende offiziell bekanntgegeben. In der Winterpause rückt der Fleiner Heiko Bachmann für Matthias Tellinghusen in die Verantwortung als Übungsleiter nach. Allerdings wurde der seitherige Chefcoach von seinen Vereinsbossen nicht aus dem Amt gedrängt. Im Gegenteil, er genießt trotz der prekären Tabellensituation das Vertrauen der Abteilungsführung, seine Person stand nie zur Diskussion. Auch Tellinghusen hätte den Kampf um den Klassenerhalt gerne selbst erfolgreich zu Ende gebracht, doch berufliche und private Aspekte zwingen den Blondschopf, sportlich nun kürzer zu treten. Neue Aufgaben im Job Matthias Tellinghusen steht seit Anfang November bei seinem Arbeitgeber Lidl vor neuen Aufgaben, die einen größeren Zeitaufwand erfordern, und ist zudem beim Bau seines Eigenheims in Leingarten eingespannt. "In Kombination dieser beiden Dinge ist es mir nicht mehr möglich, immer um 19 Uhr auf dem Sportplatz zu stehen und das Training zu leiten", erzählt Tellinghusen. Und nur als Kurzarbeit-Trainer zu arbeiten, das kam für ihn nicht nicht Frage. Und so zieht sich der 36-Jährige nach zweieinhalb Jahren zurück, bleibt dem Verein aber in einer anderen wichtigen Tätigkeit erhalten. "Ich will nach wie vor nah an der Mannschaft dran bleiben, werde mich weiter einbringen und fühle mich mitverantwortlich, das Ziel Klassenerhalt zu realisieren", erzählt Tellinghusen, dass er von nun an zusammen mit Christoph Weiß in einer Doppelspitze als Sportlicher Leiter die Strippen zieht. Co-Trainer bleibt Stefan Ostfalk. Heiko Bachmann übernimmt Cheftrainerrolle Ab Januar übernimmt Heiko Bachmann die Cheftrainerrolle. Bachmann und Tellinghusen sind befreundet und kennen sich aus gemeinsamer Zeit bei den Sportfreunden aus Lauffen. Bachmann, in der Hinrunde Trainer des A1-Tabellensechsten TV Flein, ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, beim TVF während der laufenden Saison auszusteigen. "Ich wohne in Flein, war vier Jahre Jugendtrainer und mein Sohn spielt dort Fußball", erzählt der 41-Jährige, der die erste Mannschaft vor zweieinhalb Jahren nach dem Abstieg aus der Bezirksliga übernommen und einen Neuaufbau eingeleitet hat. "Landesliga, das ist eine ganz neue sportliche Herausforderung, die mich reizt", sagt Bachmann, der sich auf die Zusammenarbeit mit "Telli", "Ed" Weiß und Ostfalk freut. "Ich bin mir schon bewusst, welch schwere Aufgabe mich in Leingarten erwartet, aber der Klassenerhalt ist machbar." In dieser Woche gehen die SVL-Verantwortlichen und der neue Chefcoach in Klausur. Intensive Gespräche leiten die Planungen für das Jahr 2018 ein. Doch Bachmann hätte sich nicht vom TV Flein verabschiedet, wäre dort seine Nachfolge offen geblieben. Beim A1-Ligisten übernimmt der bisherige Co-Trainer Nico Golembiewski die Funktion des Spielertrainers. "Nico ist der ideale Mann", sagt Bachmann. "Der Beruf geht nun mal vor, wir sind aber froh, dass wir ihn als Person nicht verlieren und er den Verein weiterhin unterstützt", zeigt SVL-Abteilungsleiter Manfred Geier für den Schritt von "Telli" vollstes Verständnis. "Mit Bachmann wurde der perfekte Nachfolger gefunden. Den einen haben wir nicht verloren und ein weiterer Mitstreiter wurde hinzugewonnen, das ist geballte Fußball-Kompetenz."

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